lzop 1.04: neun Stufen zum Packen, ein Programm unter GPL

Zusammenfassung

lzop packt Dateien ueber die LZO Bibliothek, erscheint unter der GPL und stellt Geschwindigkeit vor Packrate, auf beiden Seiten. Fassung 1.04 nutzt voreingestellt Stufe 3 und behaelt die Quelldatei, was zu Sicherungsarchiven passt.

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Name
lzop
Version
1.04
Preis
Kostenlos
Open Source
Open Source
Betriebssystem
WindowsLinuxmacOS
Aktualisiert
2026-10-17 16:09

lzop zielt auf etwas Enges und Klares. Dateien kleiner machen, aber schnell packen und noch schneller entpacken. Das Packen kommt aus der LZO Bibliothek, die Befehle folgen den klassischen Werkzeugen, und auf der Nutzerseite ist kaum etwas zu merken. Wer Sicherungsskripte schreibt, findet genau diese Neigung zur Geschwindigkeit im Alltag wieder.

Geschwindigkeit vor Packrate

Die Projektseite beschreibt lzop als Packprogramm, das dem klassischen gzip sehr nahe steht, mit Packen aus der LZO Bibliothek. Der genannte Vorteil ist deutlich: Packen und Entpacken sind viel schneller, bezahlt mit einigem an Packrate. Die Zusammenfassung im Handbuch sagt dasselbe kuerzer, naemlich dass Geschwindigkeit vor Verdichtung geht. Diese eine Wahl legt fest, wohin es gehoert: wiederholtes Packen, Sicherungen und Uebertragungen, wo an die Groesse nur die Forderung geht, deutlich kleiner zu werden, nicht an die Grenze zu stossen.

Auch die Ziele sind einzeln aufgefuehrt: Geschwindigkeit beim Packen und Entpacken, Befehlsgewohnheiten nahe den klassischen Werkzeugen, und Uebertragbarkeit. Keiner der drei Punkte zielt auf die Packrate, und das Weglassen ist Absicht. Die Seite merkt zudem an, dass Sicherungen im Terabytebereich auf heutigen Systemen eher durch die Lese und Schreibgeschwindigkeit der Platten begrenzt werden als durch den Prozessor, sodass beides zugleich sinkt, der belegte Speicher und die Dauer einer Sicherung.

Zur Lizenz: lzop erscheint unter der GNU General Public License, und die Seite nennt es urheberrechtlich geschuetzte freie Software. Diese Lizenz erlaubt jedem, das Programm auszufuehren, zu untersuchen, zu aendern und weiterzugeben, samt Quelltext. Wer einen Archivierungsschritt in eine automatische Abfolge einbaut, entscheidet damit, ob die Werkzeugkette mit dem Geschaeft umziehen kann.

Ansicht

Stufen und taegliche Befehle

lzop bietet mehrere Stufen und steht voreingestellt auf 3. Das Handbuch erklaert, die Vorgabe packe recht schnell, die Stufen 2 bis 6 seien derzeit gleichwertig und koennten spaeter auseinanderlaufen, Stufe 1 oder der schnelle Schalter sei in manchen Faellen noch etwas flotter, und die Stufen 7, 8 und 9 oder der Schalter fuer das Beste dienten vor allem vorab gepackten Daten, wobei Stufe 9 deutlich langsam ist. Der Abschnitt endet mit einem Satz, der Nutzern wichtig ist: Entpacken ist auf jeder Stufe schnell, und seine Geschwindigkeit haengt nicht von der gewaehlten Stufe ab.

Anders gesagt, die Stufe entscheidet vor allem, wie lange ein Packlauf wartet, und beruehrt kaum, wie lange jedes spaetere Lesen wartet. Fuer ein Archiv, das einmal geschrieben und oft gelesen wird, ist eine hoehere Stufe oft guenstiger als gedacht, waehrend ein sofort gelesenes Zwischenpaket mit der Vorgabe besser faehrt.

Die taeglichen Handlungen stecken in drei Befehlen. Der Schalter zum Entpacken stellt Dateien mit der Endung lzo wieder her, der Schalter zum Pruefen kontrolliert die Unversehrtheit einer gepackten Datei, und der Schalter zum Auflisten gibt Verfahren, gepackte Groesse, urspruengliche Groesse, Verhaeltnis und urspruenglichen Dateinamen je Eintrag aus. Eine ausfuehrlichere Ausgabe im Stil einer Verzeichnisliste liefert der Schalter fuer die lange Liste, und die rohen Kopffelder einer gepackten Datei zeigt der Schalter fuer Auskunft, beides hilfreich, wenn ein Archiv unklarer Herkunft zu klaeren ist.

Ein paar Vorgaben lohnen sich frueh. lzop schreibt urspruenglichen Dateinamen, Rechte und Zeitstempel in die gepackte Datei und stellt daraus wieder her. Ohne genannte Datei oder mit einem einzelnen Strich als Namen packt es die Standardeingabe auf die Standardausgabe und passt direkt in eine Kette hinter einem anderen Befehl. Die Eingabedatei bleibt voreingestellt erhalten, die Quelle wird nach dem Packen nur geloescht, wenn der Schalter dafuer ausdruecklich gesetzt ist, und der Schalter zum Behalten macht das ausdruecklich rueckgaengig.

Ansicht

Archivmodus und Pruefsummen

Um mehrere Dateien in ein Archiv zu sammeln, nennt man die Ausgabe mit dem Schalter dafuer, und mit dem Schalter fuer Pfade werden die aufgeraeumten relativen Pfade mitgespeichert, damit das Entpacken sie an ihren Platz zurueckbringt. Das Rezept im Handbuch besteht darin, lzop an das Argument fuer das Packprogramm eines Archivwerkzeugs zu haengen, wodurch ein bestehender Ablauf die Geschwindigkeit mit einem einzigen geaenderten Parameter mitnimmt.

Zur Unversehrtheit schreibt lzop voreingestellt eine Pruefsumme in die gepackte Datei, adler32, sofern nicht der Schalter fuer crc32 die andere verlangt. Diese Vorgabe stammt aus frueher Zeit, und aeltere Fassungen boten auch einen Schalter zum Abschalten, den das Handbuch vorsichtig behandelt: abgeschaltet geht es etwas schneller, doch ein Schaden an der gepackten Datei faellt dann schwer auf. Die langsameren Stufen schreiben eine Pruefsumme, ob verlangt oder nicht.

Fuer Skripte gibt es weitere Schalter: einer schickt das Ergebnis auf die Standardausgabe, einer aendert die Endung, und die Schalter fuer Ruhe und Ausfuehrlichkeit regeln, wieviel ausgegeben wird. Eine Vorgabe fuer Argumente laesst sich ueber eine Umgebungsvariable mitgeben, und der Rueckgabestand ist getrennt, null fuer normal, eins fuer einen Fehler und zwei fuer einen Hinweis, sodass ein Skript ohne Raten verzweigen kann.

Plattformen und der Weg der Fassungen

Die veroeffentlichten Pakete decken viel ab: die Verteilungen Arch, Debian, Fedora, Gentoo, Red Hat, SUSE und Ubuntu unter Linux, die BSD Familie mit FreeBSD, NetBSD, OpenBSD und DragonFly BSD, und kommerzielle UNIX Systeme wie AIX, HP-UX und Solaris, waehrend macOS ueber zwei Wege von Paketverwaltungen versorgt wird. Eine eigene Gruppe von Programmen deckt einen statisch gebundenen Linux Bau, einen Windows Bau fuer die Konsole, einen 32 Bit DOS Bau, einen OS/2 Bau und einen Atari Bau.

Das Aenderungsverzeichnis haelt eine ganze Zeitachse fest. Die Arbeit begann im September 1996, die erste oeffentliche Fassung kam im August 1997. Fassung 1.00 brachte den Befehl zum Auflisten mit mehreren stillen Schaltern, 1.01 die Speicherung von Pfaden und eine waehlbare Pruefsumme, 1.02 liess es gegen neuere Fassungen der Packbibliothek bauen und verbesserte das Lesen und Schreiben grosser Dateien unter Windows samt Groessenanzeige fuer sehr grosse Dateien, und 1.04 ist die Ausgabe zum zwanzigjaehrigen Bestehen und ergaenzt Unterstuetzung fuer CMake.

Der Wert von lzop liegt nicht auf einer Rangliste der Packrate, sondern darin, wie es die Aufgabe neu ordnet. Erst Packen und Entpacken schnell machen, dann die Geschwindigkeit des Entpackens aus der Wahl der Stufe herausnehmen, und schliesslich den Raum fuer Fehler mit vorsichtigen Vorgaben einengen, etwa die Quelldatei behalten und eine Pruefsumme schreiben. Die Befehle folgen den klassischen Werkzeugen, zu lernen gibt es fast nichts. Wer einen Archivierungsschritt in ein Sicherungsskript einbaut und ein Werkzeug will, das ueber viele Systeme hinweg Jahre uebersteht, sollte das im Kasten haben.

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Unterstützte Systeme: Windows Linux macOS