Code::Blocks 25.03 bringt vier Compiler und einen staerkeren Debugger
Zusammenfassung
Code::Blocks ist eine freie quelloffene Entwicklungsumgebung fuer C, C++ und Fortran, gebaut um einen eigenen Plugin Rahmen, mit selbst gebautem System zum Uebersetzen und GDB zum Debuggen. Fassung 25.03 verbessert hohe DPI und ergaenzt C++23 und C++26.
- Name
- Code::Blocks
- Version
- 25.03
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Open Source
- Betriebssystem
- WindowsLinuxmacOS
- Webseite
- https://www.codeblocks.org/
- Aktualisiert
- 2026-10-17 16:07
Erweiterbarkeit hat Code::Blocks in den Aufbau selbst geschrieben. Der Kern bleibt klein, Uebersetzen und Debuggen kommen als Plugins dazu, und ein selbst gebautes System nimmt einem Neubau die Wartezeit. Fassung 25.03 bringt hohe DPI sowie C++23 und C++26, also eine geschlossene Runde fuer eine alteingesessene quelloffene Umgebung.
Eine Umgebung auf einem Plugin Rahmen
Die offizielle Beschreibung ist schlicht. Code::Blocks ist eine freie quelloffene plattformuebergreifende Entwicklungsumgebung, derzeit fuer C, C++ und Fortran. Das Besondere liegt im Aufbau: die ganze Umgebung steht um einen Plugin Rahmen herum, Oberflaeche und Verhalten werden von den mitgelieferten Plugins bestimmt, und Bauereignisse wie Debuggen kommen selbst als Plugins herein. Die Begruendung lautet, dass sich jede Art von Funktion durch Einbauen oder Schreiben eines Plugins ergaenzen laesst, weshalb der Kern seit Jahren schlank bleibt. Wer dieselben Arbeitsgewohnheiten auf einer anderen Maschine weiterfuehren will, dem hilft diese Gleichmaessigkeit der Bedienung meist mehr als die Laenge einer Funktionsliste.
Zur Lizenz sagt die Seite, der Kern erscheine unter der GNU General Public License in Fassung 3, also darf ihn jeder frei nutzen. Eine Ausnahme gibt es: der Teil des Software Development Kit steht unter der GNU Lesser General Public License in Fassung 3, damit ein Plugin unter anderer Lizenz gegen dieses Kit binden kann.

Bauen und Debuggen sind die zwei Fundamente
Das System zum Bauen ist selbst geschrieben, und die Seite nennt drei Punkte: sehr schnelle Erzeugung der Abhaengigkeiten, eine Bauschlange und paralleles Bauen. Die Abhaengigkeiten entscheiden, wieviele Dateien nach einer Aenderung neu uebersetzt werden muessen, das parallele Bauen entscheidet, ob die Kerne der Maschine ausgelastet werden, und beides schlaegt direkt auf die Wartezeit eines Arbeitstages durch.
Die Seite zum Debuggen zaehlt ebenso genau auf: automatische und manuelle Beobachtung, Haltepunkte im Code und auf Daten, der Aufrufstapel, eine Liste des Rueckuebersetzten und Speicherauszuege. Datenhaltepunkte lassen sich auf Lesen, Schreiben oder beides setzen, und die Variante fuer Lesen und Schreiben findet, in welchem Schritt eine Variable ueberschrieben wurde. Alles davon liegt in einem Fenster, es muss also nichts nebenbei geoeffnet werden.
Bei der Ordnung von Projekten kann es mehrere Ziele und Arbeitsbereiche zugleich. Ein Arbeitsbereich nimmt mehrere Projekte auf, Projekte koennen Abhaengigkeiten untereinander erklaeren, und gebaut wird in der Reihenfolge, die diese Abhaengigkeiten vorgeben. Bestehende Projekt und Arbeitsbereichsdateien lassen sich direkt einlesen, was eine gewachsene Struktur uebernimmt, statt sie von Grund auf neu zu bauen.

Was sich in 25.03 geaendert hat
Das offizielle Verzeichnis zeigt, dass 25.03 seit 20.03 eine ganze Menge Aenderungen gesammelt hat. Hohe DPI wurde deutlich gestaerkt, und die Notiz auf der Startseite nennt stabileres Verhalten und bessere Unterstuetzung hochaufloesender Bildschirme als Hohepunkte. Unter Windows steht die Technik des Editors nun voreingestellt auf DirectWrite, was das Bild der Schriften auf solchen Anzeigen veraendert. Bei den Werkzeugketten kamen MinGW64, MSYS2, MSVC17 und TDM in die Liste der Compiler, und der Symbolbrowser ist nach einer Pause in die Oberflaeche zurueckgekehrt.
Bei den Sprachstandards ergaenzt diese Fassung C++23 und C++26, und das Problem zu langer Befehlszeilen beim Uebersetzen und Binden wird ueber Antwortdateien geloest. Auch die Bedienung wurde umgebaut: das Ziehen zwischen Projektbaum und Editor ist neu gemacht, und das Projekt erhielt eine Oberflaeche fuer automatische Quellordner, die verstreute Quelldateien nach Regeln in virtuelle Verzeichnisse einsortiert.
Auch beim Debuggen gab es Zuwachs. Der CDB Debugger bekam einen Dialog zur Speicheransicht sowie Anzeigen fuer die Liste der Faeden und die lokalen Variablen, und ob beim Start des Debuggens das Layout wechselt, ist nun waehlbar. Bauten fuer die Architektur riscv64 unter Linux werden unterstuetzt, und globale Benutzervariablen wurden neu gemacht und um Einfuhr und Ausfuhr ergaenzt.
Plattformen und Auslieferung
Als Plattformen nennt die Seite Windows XP bis 10, 32 und 64 Bit Linux sowie Mac OS X. Unter Windows ist die Voreinstellung ein 64 Bit Bau, eine Ausrichtung, die seit 20.03 gilt, waehrend 32 Bit als bequeme Wahl bleibt. Ausgeliefert wird sowohl als Installationspaket wie als tragbares Archiv, das Paket hat eine Variante ohne Rechte eines Administrators, und eine Gruppe von Paketen bringt den GNU Compiler und den GDB Debugger aus dem WinLibs Projekt gleich mit, sodass die Werkzeugkette vollstaendig ankommt. Wer neu bei C oder C++ ist und noch nie einen Compiler eingerichtet hat, spart sich damit einiges.
Der Wert von Code::Blocks liegt nicht in der Laenge der Funktionsliste, sondern darin, dass Erweiterbarkeit der Normalzustand ist. Der Kern bleibt klein, Uebersetzen und Debuggen haengen an Plugins, und das selbst gebaute System haelt die Wartezeit kurz. Fassung 25.03 ergaenzt hohe DPI sowie C++23 und C++26, und die Lizenz laesst Raum, ein geschlossenes Plugin anzubinden. Wer ueber Jahre C oder C++ pflegt und will, dass die Werkzeugkette den eigenen Gewohnheiten folgt, sollte das auf der Liste haben.