FileZilla: kostenloser FTP-Client und -Server für Windows, Linux und macOS
Zusammenfassung
FileZilla ist ein kostenloser Open-Source-FTP-Client und -Server für Windows, Linux und macOS, mit grafischer Oberfläche für Übertragungen in beide Richtungen.
Empfehlen- Name
- FileZilla
- Version
- 3.71.1
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Open Source
- Webseite
- https://filezilla-project.org/
- Aktualisiert
- 2026-10-06 22:35
Ein Projekt, zwei Hälften
FileZilla ist ein kostenloses Open-Source-FTP-Werkzeug für Windows, Linux und macOS. Ungewöhnlich ist der Umfang: Dasselbe Projekt liefert den Client, mit dem Dateien bewegt werden, und den Server, der sie bereitstellt. Ein kleines Setup lässt sich damit aus einer Codebasis bauen statt aus zwei unabhängigen Programmen.
Die Oberfläche ist grafisch und keine Kommandozeile, und der Client folgt der Sprache des Betriebssystems; Chinesisch gehört zu den unterstützten Sprachen. Das klingt nach einem Detail und ist keines: Ein FTP-Werkzeug wird meist von jemandem benutzt, der kein Administrator ist, und Menüs in der eigenen Sprache nehmen die erste Hürde weg.

Was der Client leistet
Für eine einmalige Aktion lässt sich eine Verbindung schnell herstellen; ein Server, der täglich gebraucht wird, wird als Konto gespeichert und braucht dann einen Klick statt eines Formulars. Aktiver und passiver Modus werden beide unterstützt – das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob eine Übertragung hinter einer Firewall überhaupt funktioniert: Lässt die Clientseite keine eingehende Verbindung zu, ist der passive Modus meist die Antwort.
Dateien auf dem Server lassen sich durchsuchen, ohne den Baum von Hand abzulaufen. Upload- und Downloadrate können begrenzt werden, damit eine FTP-Sitzung nicht die ganze Leitung belegt, während andere arbeiten. Und das Protokoll ist nicht auf einfaches FTP festgelegt: FTPS und SFTP werden ebenfalls unterstützt, sodass derselbe Client einen unverschlüsselten Altbestand und einen verschlüsselten Server abdeckt.

Die Serverseite
Die Installation von FileZilla Server verlangt ein Passwort, und hier stolpern die meisten: Dieses Passwort ist nicht das Passwort eines FTP-Kontos. Es gehört zur Administrationsoberfläche, die den Server verwaltet, und muss existieren, bevor es überhaupt einen Benutzer gibt.
Die Administrationsoberfläche verbindet sich dann über Hostadresse, Port und dieses Passwort mit dem FTP-Dienst. Von dort ist der Weg in die Konfiguration kurz: Das Servermenü öffnet den Konfigurationsdialog, und auf der Benutzerseite bekommt ein FTP-Konto seinen Namen, sein Passwort und den Ordner, den es erreichen darf.

Sobald das Konto steht, verbindet sich der Client damit. Ein Verhalten sollte man vorher kennen: Der Client sieht einen virtuellen Pfad und nicht den echten Pfad auf der Platte des Servers. Die Datei, die man ansieht, kann ganz woanders liegen, und diese Indirektion ist eine Sicherheitsmaßnahme und keine Unbequemlichkeit – sie hält den Aufbau des Servers verborgen.

Lizenz
FileZilla steht unter der zweiten Version der General Public License, der Quellcode ist offen. Für eine Organisation, die begründen muss, was sie installiert, sind beide Angaben überprüfbar – und genau danach wurde meist gefragt.

Für wen es sich lohnt
Wer eine Datei auf einen Webserver bringen muss, braucht irgendwann einen FTP-Client, und FileZilla ist der, für den kein Lizenzgespräch nötig ist. Ein kleines Studio, das auch ein paar Leuten Dateien bereitstellen will, bekommt den Server aus demselben Projekt, eingerichtet im gleichen Stil. Und wer zwischen einem alten unverschlüsselten Server und einem neueren mit SFTP wechselt, muss dafür nicht zwei Clients installiert halten.

Das Werkzeug ist kein Dateimanager für den Schreibtisch und tut auch nicht so: Es überträgt Dateien zwischen zwei Rechnern, die FTP sprechen. Innerhalb dieser Grenze deckt es das Nötige ab, in beide Richtungen, auf allen drei Plattformen.

Im Alltag erledigen die zwei Bereiche die meiste Arbeit: lokale Dateien links, entfernte rechts, und darunter eine Warteschlange, die zeigt, was noch läuft. Dieses Layout hat sich gehalten, weil es zur Aufgabe passt – man vergleicht zwei Ordner und entscheidet, was wohin gehört.

Nichts an dieser Einrichtung verlangt ein Konto bei einem Anbieter, und nichts läuft ab. Eine Konfiguration, die heute funktioniert, funktioniert nach einer Neuinstallation weiter – für Infrastruktursoftware ist das die unspektakulärste und nützlichste Eigenschaft.
