Electerm: kostenloser SSH- und SFTP-Client mit eingebautem Terminal
Zusammenfassung
Electerm ist ein kostenloser Open-Source-Client für SSH, SFTP und Terminal unter Windows, macOS und Linux, der Shell und entfernte Dateiverwaltung in einem Fenster hält.
Empfehlen- Name
- Electerm
- Version
- 5.5.25
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Open Source
- Webseite
- https://electerm.html5beta.com/
- Aktualisiert
- 2026-10-06 17:50
Ein Fenster für Shell und entfernte Dateien
Electerm ist ein kostenloser Open-Source-Client für Terminal-, SSH- und SFTP-Arbeit und läuft unter Linux, macOS und Windows. Praktisch ist vor allem, dass er die Aufgabe nicht aufteilt: Terminalemulation, entfernte Dateiverwaltung über SFTP und die SSH-Verbindung liegen im selben Fenster, sodass eine Änderung und der Befehl danach nie in zwei Programmen stecken.
Entfernte Dateien öffnen sich per Doppelklick in der Dateiliste; eine Änderung an einer Serverkonfiguration dauert damit so lange wie an einer lokalen Festplatte. Dateien, die Sie nicht im Client bearbeiten möchten, gibt dieselbe Liste an den Editor weiter, den das Betriebssystem ohnehin verwendet.

Woraus es gebaut ist
Die Anwendung setzt sich aus offenen Bausteinen zusammen: electron für die Hülle, ssh2 für das Protokoll, node-pty und xterm für das Terminal, antd für die Oberfläche und subx für den Rest. Diese Liste erklärt, warum derselbe Build unter Linux, macOS und Windows läuft – die entscheidenden Teile werden geteilt und nicht je Plattform neu geschrieben.

Was er leistet
Der Client deckt drei Rollen ab, für die sonst drei Programme nötig sind: Terminal, Dateimanager und ssh/sftp-Client, und eine Sitzung wechselt zwischen diesen Rollen, ohne neu geöffnet zu werden.
Ein globales Tastenkürzel, standardmäßig ctrl+2, blendet das Fenster überall ein und aus. Das zählt, wenn eine Shell mitten in einer anderen Aufgabe erreichbar sein muss. Mehrere Oberflächensprachen sind enthalten, die Menüs folgen also der Person davor.

Kleine entfernte Dateien öffnen sich per Doppelklick und werden beim Speichern hochgeladen; kleine lokale Dateien lassen sich im eingebauten Editor bearbeiten, ohne den Client zu verlassen. Die Anmeldung akzeptiert einen öffentlichen Schlüssel zusammen mit einem Passwort, und Zmodem-Übertragungen über rz und sz sind möglich, um während einer Sitzung eine Datei zu schicken, ohne einen zweiten SFTP-Weg.
Unter macOS und Windows lässt sich das Fenster transparent schalten, und das Terminal kann ein Hintergrundbild tragen. Der Netzwerkverkehr läuft wahlweise über einen globalen Proxy oder über einen Proxy für eine einzelne Sitzung – das macht das Werkzeug in Netzen brauchbar, die nur einen Ausgang erlauben.

Schnellbefehle sind eine im Client gepflegte Liste von Anweisungen: Zeile für Zeile gewartet, ausgewählt, und Electerm führt sie der Reihe nach aus. Eingaben lassen sich an ein Terminal oder an alle offenen Terminals gleichzeitig senden, was die Wiederholung desselben Befehls auf mehreren Servern erspart. Lesezeichen, Themen und Schnellbefehle lassen sich in einen geheimen Gist bei GitHub oder Gitee spiegeln; die Nutzung auf der Kommandozeile ist im Wiki des Projekts beschrieben.

Der Einstieg
Die Oberfläche lässt sich in den Einstellungen auf Chinesisch umstellen, was der erste sinnvolle Schritt ist, wenn der Rechner nicht für eine englische Umgebung gedacht ist. Eine neue Verbindung fragt nach Adresse, Benutzername und Passwort, Port 22 ist voreingestellt; Adresse, Benutzer und Passwort werden gespeichert, sodass die nächste Verbindung ein Klick ist und keine vier Felder.

Terminalfenster und entferntes Dateifenster stehen nebeneinander, ein Doppelklick auf eine entfernte Textdatei öffnet sie zum Bearbeiten, das Hochladen folgt dem Speichern. Eine Statusanzeige unten rechts zeigt, wie es dem Server selbst geht – das spart eine Runde Befehle, wenn eine Sitzung träge wird.

Einstellungen auf einen anderen Rechner mitnehmen
Verbindungen und Schnellbefehle lassen sich über GitHub oder Gitee abgleichen. Bei Gitee wird zuerst im Konto ein neues Token erzeugt; es wird nur einmal angezeigt und muss in diesem Moment sicher abgelegt werden. Danach wird der Sync-Bereich auf Gitee gestellt, das Token eingefügt, die Verschlüsselung angehakt und gespeichert und hochgeladen.
Auf einem anderen Rechner werden dasselbe Token und der vom ursprünglichen Rechner erzeugte Gist eingetragen; nach dem Speichern holt das Herunterladen der Einstellungen die Verbindungsliste und die Schnellbefehle zurück. Das Projekt selbst ist Open Source, das Repository liegt bei GitHub.

Für wen sich das lohnt
Wer Linux-Server vom Desktop aus administriert, bekommt das ganze Werkzeug in einem Fenster: verbinden, Dateien ansehen, eine ändern, den passenden Befehl ausführen. Bei Entwicklern mit einigen Maschinen und einigen Abkürzungen erledigen am Ende die Schnellbefehle und die abgeglichenen Einstellungen die meiste Arbeit. Weil der Client frei und offen ist, hängt dieses Vorgehen an keiner Lizenz.
