WinZip Self-Extractor macht aus einer ZIP-Datei ein Programm, das nur einen Doppelklick braucht

Zusammenfassung

Das offizielle Werkzeug, das eine ZIP-Datei in ein Programm packt, das sich per Doppelklick entpackt, mit Installationsmodus, AES-Verschluesselung und austauschbarem Symbol. Fassung 4, Installationspaket rund 3 MB, kostenpflichtig.

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Name
WinZip Self-Extractor
Version
4
Preis
Kostenpflichtig
Open Source
Proprietär
Betriebssystem
Windows
Aktualisiert
2026-10-06 06:24

Aus einer ZIP-Datei wird ein Programm, das sich selbst oeffnet

Der Gedanke hinter einem selbstentpackenden Archiv ist einfach: die verdichteten Daten und ein kleines Entpackprogramm werden zu einer einzigen ausfuehrbaren Datei verbunden. Der Empfaenger macht einen Doppelklick, ein vertrautes Windows-Fenster erscheint, ein Zielordner wird gewaehlt, ein Knopf beendet die Arbeit. Genau das leistet dieses Werkzeug, und darueber hinaus nichts: es erzeugt die ZIP-Datei nicht selbst, sondern wandelt ein bereits vorhandenes Archiv um. Das Einsatzbild des Herstellers ist ebenso deutlich umrissen und meint die Weitergabe an Menschen, die kein Packprogramm installiert haben und auch nicht wissen wollen, was ein gepacktes Format eigentlich ist. Sie bekommen den Inhalt, ohne vorher ein Hilfsprogramm zu suchen, und der Absender muss keine Anleitung mitschicken, in der steht, welches Werkzeug zuerst zu besorgen ist. Fuer diesen einen Zweck ist die Loesung zwingend, fuer alles andere bleibt sie ueberfluessig.

Produktzeichen von WinZip Self-Extractor

Zwei Formen: einfaches Paket und Installationspaket

Aus dem Werkzeug kommen zwei Arten von Dateien. Das einfache Paket entpackt nur, und nach dem Entpacken kann es eine gewaehlte Datei oeffnen und sie an das Programm uebergeben, das das System mit diesem Typ verbindet. So laesst sich ein Dokument, ein Bild oder ein Video direkt nach dem Auspacken zeigen, ohne dass der Empfaenger den Ordner suchen muss, in den die Daten gefallen sind. Die Form des Installationspakets ist dagegen fuer die Verteilung von Software gedacht: nach dem Entpacken startet sie ein Einrichtungsprogramm, und sie nimmt ausfuehrbare Dateien, Befehlsskripte sowie die Informationdateien des Herstellers an. Wenn die Einrichtung einen Neustart verlangt, werden die Zwischendateien erst nach dem Neustart aufgeraeumt und nicht einfach liegen gelassen. Installationspakete bringen zusaetzliche Fenster und Automatisierungsoptionen mit, waehrend das einfache Paket fuer die schlichte Auslieferung die bessere Wahl bleibt, weil es jeden Dateityp ueber die Zuordnung des Systems oeffnen kann.

Programmsymbol von WinZip Self-Extractor

Ein Assistent zum Bauen, eine Befehlszeile zum Skripten

Das Bauen ist ein gefuehrter Weg: das Quellarchiv auswaehlen, den Ordner festlegen, in den entpackt wird, entscheiden, ob auf mehrere Datentraeger verteilt werden soll, bestaetigen, und die ausfuehrbare Datei steht da. Fuer Installationspakete kommen eigene Angaben hinzu, etwa welches Einrichtungsprogramm anschliessend laufen soll. Eine Befehlszeile ist ebenfalls beschrieben, sodass derselbe Schritt in eine Stapeldatei wandern und beliebig oft wiederholt werden kann; wer viele Pakete in gleicher Form braucht, spart damit den Weg durch die Fenster. Das Aufteilen ist fuer wechselbare Datentraeger gedacht, und der Hersteller empfiehlt die sichere Anordnung: der ausfuehrbare Code und der erste Teil der Daten liegen im ersten Datentraeger, die weiteren enthalten nichts als Daten. So laeuft niemand versehentlich einen spaeteren Teil an und bekommt eine Fehlermeldung, oder schlimmer, einen Rechner, der nicht mehr antwortet.

Verdichtung, Verschluesselung und Aussehen

Die vierte Fassung hat auf der Seite der Verdichtung einiges hinzugefuegt. Jpeg-Dateien lassen sich verdichten, wobei der Hersteller rund drei Viertel der urspruenglichen Groesse ohne sichtbaren Verlust in Aussicht stellt; LZMA wird unterstuetzt, dazu WavPack fuer verlustfreien Ton; und Archive, die mit dem fortgeschrittenen Verfahren derselben Familie gebaut wurden, lassen sich unmittelbar verarbeiten. Bei der Verschluesselung deckt AES mit Schluesseln von 128 und 256 Bit die wichtigsten Faelle ab, daneben stehen mehrere Verfahren einschliesslich PPMd und eines erweiterten Deflate bereit. Dateinamen werden als Unicode behandelt, sodass chinesische und andere internationale Zeichen nicht mehr zu Zeichensalat werden, was frueher bei aelteren Werkzeugen ein verlaesslicher Aergernisgrund war. Das Symbol laesst sich ersetzen, von 16 mal 16 bis 256 mal 256, einschliesslich der PNG-Form aus der Vista-Zeit, damit das Paket nach dem eigenen Auftritt aussieht und nicht nach dem Werkzeug, mit dem es gebaut wurde. Installationspakete erlauben zudem, den Startbildschirm und den Text im Fenster nach Wunsch zu schreiben, und sie koennen verlangen, dass die Einrichtung mit Verwaltungsrechten laeuft.

Offizielle Marke von WinZip

Grenzen, die man kennen sollte

Die Wissensdatenbank des Herstellers nennt eine Reihe von Randbedingungen. Wurden Dateien im Quellarchiv mit bzip2, xz oder dem Tonverfahren verdichtet, oder nutzt das Archiv die Erweiterung fuer 64 Bit, also mehr als 65535 Dateien oder eine einzelne Datei beziehungsweise das ganze Archiv jenseits von 4 GB, dann laesst sich keine selbstentpackende Datei erzeugen, und der Versuch endet mit einer Meldung ueber einen fehlenden Archivkopf. Das Ergebnis selbst ist eine ausfuehrbare Datei und damit durch das Format auf 2 GB begrenzt. Eine Signatur des Ergebnisses ist moeglich, doch das Werkzeug dafuer muss getrennt beschafft werden. Zum System nennt die Bezugsseite Windows 10, 8, 7, Vista und XP, und die Wissensdatenbank ergaenzt, dass die vierte Fassung auch Windows 11 abdeckt.

Fassung und Lizenz

Die vierte Fassung wird einzeln verkauft, das Installationspaket wiegt rund 3 MB, eine Probe und ein Versprechen auf Rueckgabe innerhalb von 30 Tagen werden geboten, und wer das Werkzeug dauerhaft nutzt, kauft eine Lizenz. Eine Aenderung ist wichtig: seit der neunundzwanzigsten Ausgabe des Hauptprogramms liegt es nicht mehr bei, sondern wird getrennt verkauft, und die abgespeckte Ausgabe, die frueher mitgeliefert wurde, konnte nur einfache Pakete bauen, ohne Befehlszeile und ohne die fortgeschrittenen Archivverfahren. Wer Dateien an jemanden schicken muss, der gar kein Packprogramm besitzt, oder wer Software als Einrichtung ausliefern will, findet hier eine gereifte und lange gepflegte Option. Fuer alles andere genuegt ein gewoehnliches Packprogramm, das ohnehin auf jedem Rechner steht.

WinZip Self-ExtractorDownload
Unterstützte Systeme: Windows