Unigine Heaven: eine alte Lastprobe, die die Grafikkarte dauerhaft auslastet
Zusammenfassung
Eine alte Lastprobe und ein Benchmark, die eine Grafikkarte in einer dampfbetriebenen Inselwelt dauerhaft nahe der Vollast halten, mit Unterteilungsflaechen und Echtzeit Beleuchtung. Messlauf, Dauerbelastung und freies Umsehen, in der Grundfassung fuer Privatleute kostenlos.
Empfehlen- Name
- Unigine Heaven
- Version
- 4
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- WindowsmacOSLinux
- Webseite
- https://benchmark.unigine.com/heaven
- Aktualisiert
- 2026-10-05 08:34
Ein Durchlauf dieser Luftschifffahrt zeigt, ob eine Karte haelt
Nachdem ein Rechner zusammengesetzt, eine Karte uebertaktet oder ein Geraet aus zweiter Hand eingetroffen ist, steht immer dieselbe Frage im Raum: haelt es stundenlange schwere Last aus. Unigine Heaven ist eines der aelteren Werkzeuge, die genau dafuer gebaut wurden. Es verwandelt eine dampfbetriebene Welt schwebender Inseln in eine wiederholbare Pruefszene und haelt die Grafikkarte nahe der Vollast, bis etwas nachgibt, sei es ein verzerrtes Bild, ein fallender Takt oder ein Neustart des Treibers. Der Bezug wird nach wie vor angeboten, Stand September 2026, und die Fassung steht bei Generation 4.

Das Bild selbst ist die Last
Heaven zeichnet seine Szene mit der ersten Fassung der hauseigenen Maschine: ein Inseldorf ueber einem Wolkenmeer, ein Drache auf dem zentralen Platz eingerollt, Luftschiffe am Himmel. Fast jede Flaechenform traegt eine anpassungsfaehige Unterteilung in der Hardware, sodass der Detailgrad von Steinen, Dachziegeln und Drachenschuppen mit der Entfernung steigt und faellt. Der Himmel ist ein bewegtes System mit raumfuellenden Wolken und einem Wechsel von Tag und Nacht, und sowohl die Beleuchtung in Echtzeit als auch die Abschattung im Bildraum wirken an der Abbildung mit. Uebereinandergeschichtet belasten diese Eigenschaften mehrere Stufen der Zeichenkette gleichzeitig, statt nur den Durchsatz des Bildspeichers zu messen.
Der Zeichenteil laesst sich auf DirectX 9, DirectX 11 oder OpenGL stellen, und sowohl Aufloesung als auch Qualitaetsstufe sind von Hand einstellbar. Wird die Aufloesung ueber das hinausgetrieben, was die Karte traegt, faellt zuerst die Bildrate, was weit leichter zu beobachten ist als ein Absturz auf den Schreibtisch.

Drei Arten der Nutzung: messen, dauerbelasten, umsehen
Der Messlauf ist die uebliche Nutzung: eine der drei Voreinstellungen waehlen oder die Werte selbst eintragen, die Kamera eine feste Strecke durch die Szene fliegen lassen und am Ende Bildrate, Punktzahl und das niedrigste Einzelbild ablesen. Die schwerste Stufe drueckt deutlich staerker und passt genau in den Moment nach dem Uebertakten, in dem nur die Frage bleibt, ob die neue Einstellung traegt. Der Betrachtermodus laesst die Kamera dagegen los: ein Weg folgt dem urspruenglichen Flug, ein zweiter erlaubt freies Gehen, nah genug, um Gebaeude und Maschinen von innen zu betrachten.

Wozu die Zahlen taugen
Der erste Zweck ist die Pruefung einer Uebertaktung. Kerntakt eine Stufe hoeher, die Szene laufen lassen, bei Erfolg noch eine Stufe, und sobald etwas schiefgeht zurueck auf den letzten stabilen Wert. Der zweite Zweck ist die Kontrolle von Kuehlung und Stromversorgung. Heaven haelt die Karte lange in einem hohen Verbrauchszustand, weshalb ein Rechner mit enger Luftfuehrung oder verstaubtem Kuehler meist schon nach einer Viertelstunde zu drosseln beginnt. Nach dem Zusammenbau ist es ein verbreiteter erster Lauf, um einen fruehen Fehler zu finden, bevor das Gehaeuse unter dem Tisch verschwindet. Das Werkzeug steckt ausserdem in einem unter Linux verbreiteten Rahmen fuer selbsttaetige Messungen, sodass es sich ohne viel Arbeit in eine skriptgesteuerte Kette einfuegen laesst.

Fassungen und Lizenz
Heaven 4 erschien im Februar 2013 und wird seither als stabile Fassung angeboten. Das Paket enthaelt gleichzeitig Zusammenstellungen fuer Windows, macOS und Linux und wiegt rund 246 MB. Die Lizenzierung kennt vier Stufen. Die Grundfassung ist fuer Privatleute kostenlos und enthaelt die Voreinstellungen sowie den Betrachtermodus. Die naechste Stufe richtet sich an einzelne Uebertaktungsfreunde und Pruefer von Hardware und ergaenzt eine Steuerung ueber die Befehlszeile, wiederholte Lastlaeufe und Berichte als CSV, fuer 14.95 US Dollar. Die Fachfassung richtet sich an Kartenhersteller und gewerbliche Prueflabore und ergaenzt eine gewerbliche Lizenz, das Zeichnen bestimmter Einzelbilder und technische Unterstuetzung, fuer 495 US Dollar. Die Hausfassung dient Organisationen mit vielen Arbeitsplaetzen, fuer 7500 US Dollar.
Bei den Anforderungen beginnt der Bereich bei einer Karte der 4000 Generation oder einer integrierten Grafik der 3000 Generation, mit 512 MB Bildspeicher und 1 GB Plattenplatz. Aeltere Windows Fassungen bis hin zu Windows 11 bleiben unterstuetzt; unter Linux wird der eigene Treiber des Kartenherstellers erwartet, und macOS verlangt 10.8 oder neuer.
Lohnt sich das noch
Die Maschine stammt aus einer frueheren Zeit, eine hochwertige Karte der letzten Jahre traegt diese Last also leicht, und die Zeichenwege fuer Strahlenverfolgung in Echtzeit werden gar nicht beruehrt. Heaven ist damit eine Pruefung von Stabilitaet und Kuehlung und kein Massstab dafuer, was eine heutige Karte zu leisten vermag. Seine Staerke liegt in der Vergleichbarkeit: gleiche Szene, gleiche Voreinstellung, und die Punktzahlen verschiedener Rechner stehen im selben Bezugssystem.
Steht ein frisch zusammengesetzter Rechner auf dem Tisch, eine Karte mit geaenderter Kuehlung, oder schlicht eine Zusammenstellung, deren Verhalten unter langer Vollast noch unbekannt ist, bleibt Heaven eine sehr niedrige Schwelle.
Unigine Heaven haelt eine Grafikkarte in einer dampfbetriebenen Inselwelt dauerhaft auf Vollast: Unterteilungsflaechen, raumfuellende Wolken und Beleuchtung in Echtzeit wechseln sich ab, und Messlauf, Dauerbelastung und freies Umsehen haben jeweils ihren Zweck. Die Obergrenze einer heutigen Karte misst es nicht, doch ob Uebertaktung und Kuehlung tragen, zeigt es weiterhin bequem.