Tabby bringt SSH, serielle Konsole und lokale Shell in ein Fenster
Version 1.0.235
Zusammenfassung
Ein quelloffenes Terminal unter MIT Lizenz, das SSH, Telnet, serielle Konsolen und die lokale Shell in einem Fenster vereint, mit Sprunghost, Dateitransfer ueber Zmodem und verschluesseltem Behaelter fuer Zugangsdaten.
Empfehlen- Name
- Tabby
- Version
- 1.0.235
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Open Source
- Betriebssystem
- WindowsmacOSLinux
- Webseite
- https://tabby.sh
- Aktualisiert
- 2026-10-06 20:12
Eine Sitzung auf einem fernen Rechner braucht nicht drei Programme
Wer seinen Arbeitstag in der Naehe von Servern verbringt, kennt das Muster. Ein Fenster haelt die Sitzung auf einer Maschine im Rechenzentrum, ein zweites fuehrt Befehle fuer die Protokolle auf dem eigenen Rechner aus, und ein drittes wird geoeffnet, weil eine kleine Platine einen seriellen Anschluss braucht. Das Terminal, das mit dem Betriebssystem kommt, erledigt meist genau eine dieser Aufgaben gut, und der Rest kommt als getrennte Programme mit eigenen Einstellungen, eigenen Farbschemata und eigenen Gewohnheiten dazu. Tabby geht von der umgekehrten Annahme aus: ferne Shell, serielle Konsole und die lokale Befehlszeile gehoeren in dasselbe Fenster, und die Tastatur soll sich auf allen drei Schreibtischsystemen gleich anfuehlen. Der Quelltext steht unter der MIT Lizenz offen, es kommen weiterhin Fassungen heraus, und die aktuelle stabile Fassung ist 1.0.235, seit September 2026 unveraendert.

Drei Arten der Verbindung, ein Fenster
Das Programm bringt eigene SSH und Telnet Klienten samt Verbindungsverwaltung mit und stellt fuer die Arbeit an der Hardware eine serielle Konsole daneben. Beim Anlegen einer Sitzung bleibt es nicht bei diesen Protokollen: die Befehlsumgebungen, die auf der Maschine schon vorhanden sind, lassen sich unmittelbar aus einer Liste waehlen. Die klassische Eingabeaufforderung des Systems, die neuere plattformuebergreifende Shell, das mitgelieferte Linux Teilsystem und die mehreren Unix nahen Werkzeugsammlungen, die Entwickler unter Windows nachinstallieren, starten damit ohne handgeschriebenen Pfad. Verbindungsprofile verstehen Sprunghosts, eine Maschine also, die nur ueber einen Bastionsrechner erreichbar ist, wird einmal beschrieben und danach wiederverwendet. Die gaengigen Schluesseltypen von OpenSSH werden angenommen, die neueren elliptischen eingeschlossen, und das private Schluesselformat eines aelteren verbreiteten Klienten laesst sich ebenfalls einlesen. Fuer eine Datei braucht es kein zweites Programm: eine Sitzung schiebt sie ueber das Zmodem Protokoll einfach durch. Die Behandlung von Unicode ist vollstaendig, doppelt breite Zeichen inbegriffen, sodass chinesische Beschriftungen und Tabellenlinien in ihren Spalten bleiben und ein Schwall von Ausgabe die Anzeige nicht ins Stocken bringt.

Zugangsdaten gehoeren in einen verschluesselten Behaelter
Fuenfzig Maschinen bedeuten fuenfzig Adressen, fuenfzig Anschluesse und fuenfzig Benutzernamen. In einer einfachen Textdatei gehalten, wird diese Liste mit der Zeit muehsam zu pflegen und liegt ungern auf der Platte. Tabby bietet deshalb einen eingebauten verschluesselten Behaelter fuer Schluessel und Einstellungen, damit die Zugangsdaten nicht in lesbarer Form auf dem Laufwerk sitzen. Das Terminal nimmt ausserdem verdeckte Eingaben an, ein heikler Wert bleibt beim Tippen also vom Bildschirm fern. Die Einstellungen selbst lassen sich ausgeben und wieder einlesen, eine ganze Verbindungsliste auf einen zweiten Rechner zu bringen ist damit eine kurze Aufgabe statt eines ganzen Nachmittags. Geteilte Ansichten, Register und andockbare Fenster uebernehmen an Tagen, an denen mehrere Sitzungen gleichzeitig zu beobachten sind, ohne den Ueberblick zu verlieren.

Bis ins Detail einstellbar, ueber Erweiterungen ausbaubar
Nahezu jede optische Entscheidung liegt im Einstellungsfenster offen: Schrift, Farbschema, Hintergrund, Form und Blinkverhalten des Zeigers und die Seite, auf der die Registerleiste sitzt. Kurzbefehle nehmen mehrteilige Folgen an, und eine globale Tastenkombination zieht das Fenster als herunterklappbare Konsole von oben auf den Bildschirm. Ein System fuer Erweiterungen deckt den Rest ab, aus der Gemeinschaft kommen Zusaetze, die Sitzungsprotokolle ausgeben, Einstellungen zwischen Rechnern abgleichen oder ein fremdes Werkzeug anbinden. Geteilte Ansichten lassen sich mehrfach verschachteln, und ein lange laufender Prozess darf am Ende eine Meldung ausloesen.
Fuer wen es passt
Wer den Tag ueber zwischen Maschinen wechselt, wer aus Gewohnheit vier Terminalfenster offen haelt und wer auf Windows, macOS und Linux dasselbe Verhalten erwartet, ist innerhalb einer Stunde zuhause. Die Oberflaeche ist teilweise auf Chinesisch uebersetzt, die ersten Tage werden dadurch weniger zum Raetselraten. Fuer die persoenliche Nutzung sind alle Funktionen kostenlos, Quelltext und Versionsgeschichte liegen oeffentlich im Projektarchiv, und fuer die drei Schreibtischsysteme gibt es ausgelieferte Fassungen.
Tabby legt ferne Shell, serielle Konsole und lokale Befehlszeile in ein tief einstellbares Fenster und bewahrt die Zugangsdaten fuer diese Verbindungen in einem verschluesselten Behaelter auf. Wer taeglich zwischen Maschinen springt, sollte ihm einen festen Platz geben.