Unigine Superposition treibt eine Karte ans Limit und nennt die kleinste Bildrate
Zusammenfassung
Ein GPU-Benchmark auf einer dichten Innenraumszene mit verfolgtem Licht und globaler Beleuchtung, der Punktzahl, kleinste Bildrate, Temperatur und Takt nennt; privat kostenlos, hoehere Vorgaben kostenpflichtig.
Empfehlen- Name
- Unigine Superposition
- Version
- 1.1
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- WindowsLinux
- Aktualisiert
- 2026-10-05 05:13
Eine Last, die die ganze Maschine fast ausfuellt
Superposition stammt von UNIGINE und dient der Pruefung von Grafikkarten, Netzteilen und Kuehlung, nicht der Unterhaltung. Die Szene wird auf der UNIGINE 2 Grundlage dauerhaft gerendert und haelt die Grafikstufe nahe ihrem oberen Bereich, waehrend Bildrate, Kartentemperatur und Kerntakt aufgezeichnet werden. Ein Lauf ist mit Werkswerten moeglich oder zusammen mit einer Uebertaktung, und genau so findet man heraus, ob Kuehlung und Netzteil zu den hoeheren Werten passen: ob das Bild ruhig bleibt und ob die Kurven von Temperatur und Takt gleichmaessig bleiben, ist die eigentliche Aussage, nicht die Punktzahl allein. Mehrere Laeufe hintereinander pruefen die Stabilitaet ueber laengere Zeit, und jeder Lauf endet mit einer Gesamtpunktzahl und der kleinsten Bildrate, sodass der Abstand zwischen Qualitaetsvorgaben ohne Rechnerei sichtbar wird.

Verfolgtes Licht in einer Szene, die man begehen kann
Der technische Kern ist globale Beleuchtung mit verfolgtem Licht im Bildschirmraum, wodurch Licht mehr als einmal in einem Raum zurueckgeworfen wird. Tischlampen in einem dunklen Klassenzimmer, Metallgeraete und der Boden nehmen indirektes Licht auf, und das Ergebnis wirkt weniger wie geschichtete Texturen als wie ein Raum, den jemand tatsaechlich beleuchtet hat. Neben dem festen Test gibt es einen freien Erkundungsmodus mit ueber 900 beweglichen Objekten und einigen kleinen Beschaeftigungen, die Szene laesst sich also langsam ansehen statt nur messen. Mit einem Aufsatz oeffnet dieselbe Szene in virtueller Wirklichkeit, ein weiterer Weg zu spueren, was die Karte traegt. Ergebnisse sammeln sich zusaetzlich auf einer Rangliste, und erst damit ist ein Vergleich mit einem aehnlich bestueckten Rechner moeglich, ohne alles zweimal zu fahren.

Zwei Ausgaben und was die Maschine mitbringen muss
Die Software ist geteilt. Die einfache Ausgabe ist kostenlos und deckt private Nutzung, eigene Einstellungen, die Ueberwachung der Karte, den interaktiven Modus und das Hochladen von Ergebnissen ab, und ihre Vorgabe fuer 1080p reicht fuer einen vollstaendigen ersten Durchgang. Die erweiterte Ausgabe schaltet Vorgaben mit hoeherer Aufloesung frei, dazu den Modus fuer virtuelle Wirklichkeit, wiederholte Belastungslaeufe, Automatisierung ueber die Kommandozeile und Berichte mit Analyse Bild fuer Bild, und sie erlaubt gewerbliche Nutzung. Die Pakete sind nicht klein: rund 1.2 GB unter Windows und rund 1.5 GB unter Linux. Als Untergrenze nennt der Hersteller eine GeForce GTX 6xx, eine Radeon HD 7xxx oder Intel HD 5xxx und neuer, empfiehlt 2 GB Grafikspeicher und mindestens 5 GB Plattenplatz. Die aktuelle Ausgabe ist 1.1 fuer Windows und Linux, und da der Test aus einer Installation laeuft, kann sie danach entfernt werden, statt monatelang Platz zu belegen.

Die Details der Szene sind von Hand gesetzt, deshalb lesen sich Ziegelwaende, Glasgeraet und alte Moebel anders, sobald die Kamera naeher kommt, und deshalb liegen die Anforderungen an Grafikspeicher und Fuellrate naeher an einer echten Last als bei einem kuenstlichen Test. Ein niedrigerer Vorgabewert macht den Lauf leichter und nimmt diese Details mit; die Frage, die sich lohnt, ist, was die Karte bei einem hoeheren Vorgabewert noch haelt.
Wer ihn laufen laesst und was er nicht sagt
Wer einen Rechner baut, eine Karte tauscht oder eine Uebertaktung abstimmt, will eine vergleichbare Zahl, und hier kommt sie in wenigen Minuten; stellt man Ergebnisse mehrerer Einstellungen nebeneinander, zeigt sich, welche Anpassung tatsaechlich etwas bewirkt hat. Laeden, die zusammengebaute Systeme pruefen, nutzen ihn als gemeinsamen Massstab, und in Besprechungen wird er meist mit anderen Tests kombiniert statt allein verwendet. Ein einzelner Standardlauf genuegt, um eine Karte grob einzuordnen, ohne eine ganze Nacht dafuer zu opfern. Zwei Hinweise gehoeren dazu. Die Last ist wirklich schwer, aeltere Plattformen und Notebooks mit bescheidener Kuehlung sollten ihre Temperaturen vorher ansehen. Und Szene wie Grundlage haben seit Jahren keine grosse Aktualisierung erhalten, was sie als langfristigen Bezug verlaesslich macht und als einzelnen Richter ueber eine frisch eingefuehrte Eigenschaft einer neuen Karte ungeeignet.