PureRef legt verstreute Referenzbilder auf eine Flaeche, die oben bleibt
Zusammenfassung
Eine schmucklose Flaeche zum Auslegen von Referenzbildern, mit unbegrenztem Zoom, Ausrichten, Notizen und Pfeilen, randlosem Fenster im Vordergrund und lokaler Ablage ohne Konto.
Empfehlen- Name
- PureRef
- Version
- 2.1.3
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- WindowsmacOSLinux
- Webseite
- https://www.pureref.com/
- Aktualisiert
- 2026-10-06 17:39
Eine Flaeche, die es nur fuer Referenzbilder gibt
Wer gestaltet, zeichnet oder ein Modell baut, haelt Referenzbilder meist in Dutzenden Ordnern und einer Reihe von Browser-Registern, und jeder Wechsel dazwischen kostet ein Stueck des Fadens, dem man gerade folgt. Dieses Programm nimmt den direkten Weg: eine bildschirmfuellende Flaeche ohne alles andere, Referenzbilder hineingezogen und flach ausgelegt, wobei Position, Groesse und Stapelung ganz der Person ueberlassen bleiben, die arbeitet. Der Zoom ist unbegrenzt und das Verschieben frei, Bilder duerfen sich ueberlagern, ausrichten oder zu Gruppen zusammenfassen, und ein Spaltenmodus ordnet sie selbsttaetig, wenn auf einmal viel Material kommt. Jedes Bild traegt seine eigene Deckkraft, ein Foto laesst sich also zuruecknehmen, waehrend eine Skizze darueber liegt, und was genauer gelesen werden muss, wird in die Bildschirmmitte vergroessert. Ein Bild zu entfernen stoert die Anordnung ringsum nicht, und die ganze Sitzung speichert in eine Szenendatei, die mit denselben Positionen und Notizen wieder aufgeht.

Oben angeheftet, damit nichts gewechselt werden muss
Das Fenster kann ueber allem anderen bleiben und seinen Rahmen vollstaendig verlieren. An einer Bildschirmkante abgestellt sitzt es neben der Zeichen-, Modellier- oder Schnittsoftware, und ein Blick genuegt fuer ein Detail, ohne zwischen Programmen zu kreisen; auf einem breiten Bildschirm kommt das einer zusaetzlichen Zone fuer Referenzen gleich. Rahmen und Werkzeugleisten ziehen sich zurueck, wenn sie nicht gebraucht werden, sodass vor allem die Arbeit selbst zu sehen bleibt, und sowohl Hintergrundfarbe als auch Durchsichtigkeit lassen sich einstellen, was beim Vergleich von Linienarbeit auf dunklem Grund mit Farbstudien auf hellem wichtig ist. Mit zwei Bildschirmen zieht die Flaeche auf den zweiten und wird zur Referenzwand neben der Arbeit. Zoomen mit dem Rad und Verschieben mit der Leertaste bleiben im Bereich der Flaeche, die Rueckkehr in das andere Programm verlangt also kein Suchen nach dem Fokus.

Import ohne Dialoge, Notizen ohne Verlassen
Der Import braucht ueberhaupt keinen Dialog: Bilder aus einem Ordner ziehen, ein kopiertes aus der Zwischenablage einfuegen, oder auf einer leeren Flaeche die Schaltflaeche zum Durchsuchen druecken. Die Liste der Formate ist breit, und Bilder werden beim Vergroessern nicht weich. Steht das Layout ungefaehr, richten Ausrichten und Verteilen Reihen und Spalten gerade, Haftnotizen halten eine Farbe, ein Mass oder eine Anmerkung fest, und Rechtecke mit Pfeilen umkreisen die Stelle, die Aufmerksamkeit braucht. Version 2.1.3 brachte ein Hintergrundraster und eine uebersetzte Oberflaeche, wodurch Proportionen und Abstaende leichter zu beurteilen sind und die Menues in einer anderen Sprache gelesen werden koennen; jede gaengige Aktion hat eine Tastenkuerzel, und das Handbuch fuehrt die vollstaendige Liste fuer alle, die ohne Maus arbeiten wollen.

Wer den Tag vor Referenzen verbringt
Am meisten gewinnen Menschen, deren Arbeit ein langes Gespraech mit Referenzmaterial ist: Illustration und Entwurf, Produkt- und Oberflaechendesign, Modellierung und Materialstudien oder die Auswahlphase der Fotobearbeitung, in der zwanzig Kandidaten verglichen werden muessen. Die persoenliche Nutzung kostet nichts und wird ueber Spenden getragen, kommerzielle Arbeit braucht eine Lizenz, die ein kleines Studio einmal bezahlt. Der Umfang der Installation ist klein, Fassungen gibt es fuer Windows, macOS und Linux, und ein Konto ist nicht noetig: importierte Bilder bleiben auf dem Rechner, was beruhigt, solange der Entwurf noch nicht angekuendigt ist. Die Grenzen sind ebenso klar. Das hier ist eine Flaeche und sonst nichts, ohne Retusche und ohne Malwerkzeug, die Bearbeitung geschieht also weiterhin in einem anderen Programm, und wer nur drei Bilder ansehen will, kommt mit dem Betrachter des Systems aus; den Wert einer eigenen Flaeche zeigt erst ein gewachsener Bestand an Referenzen.