Total Uninstall 7.6.2: Schnappschuss vor der Installation, Differenzliste beim Entfernen
Zusammenfassung
Total Uninstall 7.6.2 macht aus dem Entfernen einen belegbaren Ablauf: ein Abbild des Systems vor der Installation, eines danach, und die Differenz daraus ist die Liste der zu loeschenden Eintraege. Fuer Programme ohne Eintrag gibt es Zwangsentfernung, die Professional-Lizenz kostet rund 50 Euro.
Empfehlen- Name
- Total Uninstall
- Version
- 7.6.2
- Preis
- Kostenpflichtig
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- Windows
- Webseite
- https://www.martau.com/
- Aktualisiert
- 2026-10-21 15:52
Ein Deinstallationswerkzeug hat zwei Aufgaben: wissen, was weg muss, und sich trauen, es zu loeschen. Total Uninstall zerlegt die erste Aufgabe in zwei Schritte. Vor der Installation entsteht ein Abbild des Systems, danach ein zweites, und die Differenz zwischen beiden ist die Liste der Dinge, die zu entfernen sind.
Die Version steht bei 7.6.2
Im Versionsverlauf der offiziellen Downloadseite ist der neueste Eintrag die Version 7.6.2 vom 24. Dezember 2025, und der Hinweis besteht aus einer Zeile: eine Aktualisierung der Vertraeglichkeit mit Windows 11 und Windows Server 2025. Davor kam 7.5 im Juli 2023, mit Unterstuetzung fuer mehrere Bildschirme und mehrere Skalierungen und ohne den Rest von 32-Bit-Code sowie alles aelter als Windows 7, dann 7.4 im Juni 2023 mit einstellbaren Farben fuer helle und dunkle Themen, 7.3 im April 2022 mit einer flotteren Oberflaeche und 7.2 im Januar 2022 mit Fehlerbehebungen.
Der Takt zeigt, dass hier kein Projekt in schneller Bewegung arbeitet. Eine Punktversion alle ein bis zwei Jahre ist normal, und die meisten Aenderungen holen Vertraeglichkeit nach, statt Funktionen umzubauen. Unterstuetzte Systeme sind 64-Bit-Fassungen von Windows 11, 10, 8.1, 8 und 7, auf der Serverseite bis Windows Server 2025, 2022, 2019 und 2016.
Der Schnappschuss ist der Anfang von allem
Beim Ueberwachen einer neuen Installation tut das Werkzeug zuerst eines nicht: installieren. Es legt ein Abbild des Systems an, wie es gerade steht. Der offizielle Dialog sagt es deutlich. Der Titel nennt die Ueberwachung einer neuen Installation, der Text das Anlegen eines Systemabbilds davor, und darunter stehen zwei Wege: ein neues Abbild bauen, was empfohlen wird, oder das vorherige weiterverwenden. Erst wenn das Abbild existiert, beginnt die Installation, Buch zu fuehren.
Danach werden beide Abbilder verglichen. Die Differenz ist keine Vermutung darueber, welche Datei zu welchem Produkt gehoert, sondern ein Vergleich Eintrag fuer Eintrag darueber, was sich im System zwischen den beiden Zeitpunkten geaendert hat. Die Liste braucht deshalb keine Rueckschluesse aus Dateinamen, Installationspfaden oder Herstellersignaturen, weil sie die Aenderung selbst zeigt.
Zwei Wege: vorher beobachten oder hinterher auswerten
Das Produkt teilt die Arbeit in zwei Module. Monitored programs geht den ersten Weg: Die Ueberwachung startet vor der Installation, jede Aenderung des Installers wird notiert, und ein spaeteres Entfernen arbeitet direkt aus diesem Protokoll, ohne auf den mitgelieferten Deinstaller zu bauen.
Installed programs geht den anderen Weg und richtet sich an Software, die schon auf dem Rechner liegt. Es wertet aus, woraus die aktuelle Installation besteht, und erzeugt ein Installationsprotokoll, wieder damit ein vollstaendiges Entfernen ohne den mitgelieferten Deinstaller gelingt. Die offizielle Formulierung nennt den Grund: Ein mitgelieferter Deinstaller kann Dateien oder Aenderungen hinterlassen. Fuer ein altes Werkzeug, das vor zwei oder drei Jahren installiert wurde, ist das der einzige Weg, weil damals nichts notiert wurde und die Auswertung jetzt stattfinden muss.

Wie fein die Differenzliste arbeitet
Erkannte Aenderungen fallen in drei Klassen: neue Ordner, neue Dateien und geaenderte Dateien, jeweils mit Anzahl. Das offizielle Bild zeigt die Schichtung klar. Links steht ein Rechnerknoten mit einem Dateisystembaum und einem Registrierungsbaum nebeneinander, die Dateiseite reicht bis in den Installationsordner unter Program Files, die Registrierungsseite bis zu den Schluesseln fuer Rechner, Software und Klassen. Eine Spalte rechts traegt die Metadaten der Auswertung: Zeitstempel fuer Beginn und Ende der Installation, Herausgeber, Supportangaben, Adresse fuer Produktaktualisierungen.
Dateibaum und Registrierungsbaum teilen sich einen Bildschirm, weil Reste sich gern halbieren, ein Teil auf dem Datentraeger und ein Teil in der Registrierung, und zwei getrennte Durchlaeufe die zweite Haelfte leicht uebersehen.
Das Entfernen ist ein einstellbarer Ablauf
Eine Einstellungsseite fuer das Entfernen ausgewerteter Programme macht daraus eine Reihe von Kaestchen: vor dem Entfernen einen Wiederherstellungspunkt anlegen, das zu entfernende Programm sichern, den mitgelieferten Deinstaller bevorzugen, das erkannte Aenderungsprotokoll nicht verwenden, fehlende Eintraege ueberspringen, den Eintrag danach aus der Programmliste nehmen. Jedes Kaestchen passt zu einer Lage. Der Wiederherstellungspunkt ist der Rueckweg nach einem Fehlurteil, die Sicherung deckt den Fall ab, dass das Programm spaeter zurueck soll, und der bevorzugte Deinstaller kuemmert sich um Software, die selbst aufraeumt.
Dieselbe Seite zeigt links Stufen der Auswertung, geteilt in sicher, normal und erweitert. Die Stufe bestimmt Tiefe und Breite des Durchlaufs: die sichere Stufe liest weniger und ist schnell fertig, die erweiterte deckt alles ab und braucht laenger.
Entfernen im Stapel und mit Zwang
Die Dokumentation nennt drei Faehigkeiten im Modul fuer installierte Programme: erzwungenes Entfernen, Entfernen mehrerer Programme auf einmal und genaues Entfernen. Erzwungenes Entfernen zielt auf Software ohne Einstieg oder mit einem kaputten; mehrere auf einmal heisst eine Gruppe auswaehlen und gemeinsam behandeln; genaues Entfernen nimmt den Weg ueber die Differenzliste.
Ein Punkt gehoert klar gesagt. Das Produkt unterstuetzt Entfernen im Stapel, die Ueberwachung aber fuehrt fuer jede Installation getrennt Buch. Hundert installierte Programme bedeuten also nicht, dass hundert auf einmal ueberwacht werden koennen. Jede neue Installation muss den Ablauf allein gehen, weil das Protokoll festhaelt, was diese eine Installation getan hat.
Zwei Beigaben: Reinigung und Autostart
Neben der Hauptlinie laufen zwei Nebenmodule mit. Cleaner raeumt ueberzaehlige Dateien und Registrierungseintraege weg und sitzt in der Rolle des Nachher. Der Autostartverwalter regiert den Startvorgang von Windows, mit Startprogrammen, Diensten und geplanten Aufgaben in seiner Zustaendigkeit und einzeln abschaltbar, und der offizielle Hinweis sagt, abgeschaltete unnoetige Eintraege liessen das System schneller laufen.
Fuer sich genommen ist keine der beiden Beigaben bemerkenswert; in einem Werkzeug vereint sparen sie das Hin und Her.
Programme auf einen neuen Rechner bringen
Die Seite widmet dem einen eigenen Funktionspunkt, formuliert als ebenso wichtig wie ein eigenstaendiges Programm, und legt einen eigenen Leitfaden dazu vor. Der Weg verschiebt ein installiertes Programm samt seiner Aenderungen am System auf eine andere Maschine. Fuer Werkzeuge, die eingerichtet sind, deren Installer aber laengst fehlt, oder bei denen eine neue Einrichtung zu teuer waere, ist dieser Weg weniger Arbeit als eine frische Installation.
Zwei Ausgaben, sechs Lizenzstufen
Die private Nutzung teilt sich in Professional und Essential. Der offizielle Hinweis zu Essential sagt, es nutze dieselbe Auswertungsmaschine wie Professional, mit schmalerem Funktionsumfang: genug, aber nicht ausgebreitet. Die Preise stehen in Euro. Professional liegt bei rund 50 fuer einen Rechner und rund 60 fuer drei; Essential bei rund 25 fuer einen und rund 35 fuer drei.
Gewerbliche Lizenzen laufen getrennt und werden in zwei Baendern angeboten, Professional und die oberste Stufe. Ein kleines Buero beginnt bei rund 100 fuer vier Rechner, eine Technikerausgabe mit zwei USB-Sticks in tragbarer Form bei rund 130, eine Standortlizenz fuer zehn Rechner und mehr bei rund 200, alle vor Steuern. Vor dem Kauf gibt es 30 Tage mit vollem Funktionsumfang, danach muss das Programm gekauft und eingetragen werden, um weiter zu laufen.
Die Lizenz ist ein Einmalkauf plus ein Jahr Wartung. In diesem Jahr sind Aktualisierungen und Aufwertungen frei; danach laeuft das Programm ohne Einschraenkung weiter, es bekommt nur keine neuen Versionen mehr, und wer mitgehen will, verlaengert die Wartung.
Wer es braucht
Drei Lagen lohnen am meisten: jemand, der vor jeder Installation ein Protokoll behalten will; jemand, der nach dem Entfernen einen Haufen Dinge in den Ordnern findet; und jemand mit einem Satz hartnaeckiger Programme ohne Einstieg zum Entfernen.
Umgekehrt gilt: Wer gelegentlich ein freies Werkzeug installiert und auf dem Systemlaufwerk Platz uebrig hat, pflegt mit einem eigenen Deinstallationswerkzeug einfach ein Programm mehr.
Der Kern von Total Uninstall ist nicht hartes Loeschen, sondern belegtes Loeschen: Jeder zum Entfernen markierte Eintrag fuehrt zurueck auf eine Aenderung im Augenblick der Installation, und das restliche Urteil bleibt beim Menschen.