PowerToys 0.101: das offizielle Werkzeugset gegen die rauen Kanten
Zusammenfassung
PowerToys ist ein freies, offenes Werkzeugset, das die Hersteller des Systems selbst fuer Windows veroeffentlichen: Fensteranordnung, Stapelumbenennung, eine Farbpipette und ein Starter in einer Installation. Die Fassung 0.101 kam am 25. August 2026 mit einem Fensterwechsler, der in der laufenden Anwendung bleibt, einer knappen Befehlspalette und Textumformung durch ein kleines lokales Modell.
Empfehlen- Name
- PowerToys
- Version
- 0.101
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Open Source
- Betriebssystem
- Windows
- Aktualisiert
- 2026-10-06 10:13
Die rauen Kanten des Systems nachschleifen
Nach ein paar Jahren mit einem System sammelt sich eine Liste kleiner Aergernisse: Fenster, die nicht bleiben, wo man sie hinstellt, ein Ordner mit vierzig Dateien, die alle dieselbe Endung brauchen, eine Farbe auf dem Bildschirm, die man genau uebernehmen will, ein Starter, der laenger braucht als noetig. Die Leute, die das System bauen, wissen das alles, und deshalb gibt es ein offizielles Werkzeugset — frei, offen, in einem Paket installiert — nach dem der Rechner deutlich umgaenglicher ist. Die Fassung 0.101 kam am 25. August 2026 und hat dem Kasten ein weiteres Werkzeug hinzugefuegt.
Ein Fensterwechsler, der in einer Anwendung bleibt
Der grosse Neuzugang ist ein Fensterwechsler, und seinen Nutzen erklaert man am schnellsten jemandem, der sieben Browserfenster und fuenf Terminals offen haelt. Die uebliche Tastenkombination laeuft durch alles hindurch, das gesuchte Fenster ist also verlaesslich das naechste. Dieses Werkzeug engt den Bereich auf die Anwendung ein, die gerade vorne ist: eine selbst belegte Taste gedrueckt, und der Wechsel laeuft nur unter den Fenstern dieser Anwendung.
Dieselbe Fassung baut die Aktualisierung um, was nach Verwaltung klingt und keine ist. In den Einstellungen stehen nun zwei Wege, einer stabil und einer fuer fruehe Vorfassungen, sodass niemand mehr hinter denen warten muss, die nichts Neues ausprobieren wollen.
Die Befehlspalette und ein Modell, das auf der Maschine bleibt
Die Befehlspalette hat einen knappen Modus bekommen: in Ruhe schrumpft sie auf ein Suchfeld und klappt Ergebnisse nur beim Tippen auf, sie verdeckt also nicht mehr das Dokument, in dem man liest. Rangfolge und das Laden der Symbole wurden in dieser Fassung schneller, und genau diese beiden Kleinigkeiten entscheiden, ob sich ein Starter unmittelbar oder nur flott anfuehlt.
Interessanter ist das erweiterte Einfuegen. Auf unterstuetzter Hardware uebernimmt ein kleines, lokal laufendes Modell die Umformung des Textes, fuer eine Umschreibung der Zwischenablage muss also nichts die Maschine verlassen. Die alten Mitglieder sind weiter dabei: Fensteranordnung, Stapelumbenennung, Farbpipette. Das Projekt ist unter einer freizuegigen Lizenz auf einer grossen Code-Plattform offen, weshalb die Installation kein Gefuehl von Verpflichtung mitbringt.
Was es nicht ist, zaehlt genauso. Es ist kein Ersatz fuer das System, kein Reiniger, der Gigabyte verspricht, und kein Werkzeug fuer die Registrierdatenbank. Es sind ein Dutzend kleine Werkzeuge, jedes gegen ein bestimmtes Aergernis gerichtet, und jedes einzeln abschaltbar. Die Einstellungsseite ist im Grunde das Produkt: die drei noetigen auswaehlen, den Rest ignorieren, und das System bleibt das eigene.
Offiziell und trotzdem offen
Diese Kombination ist seltener, als sie sein sollte. Werkzeuge offizieller Herkunft kommen gewoehnlich mit einem Installationsprogramm, das Aufmerksamkeit will, mit einem Angebot an der Seite oder mit einer Lizenz, die das Hineinschauen verbietet. Hier kommt nichts davon mit: der Quellcode ist veroeffentlicht, Beitraege sind willkommen. Wer Software vor einer vorsichtigen Kollegin rechtfertigen muss, hat es damit deutlich leichter — der Code liegt da, die Lizenz ist freizuegig, und hinter der Oberflaeche wird nichts zu Geld gemacht.
Ein konkreter Montag
Man stelle sich den Schreibtisch vor: zwei Dokumente nebeneinander auf dem breiten Bildschirm, ein Terminal in einer dritten Zone, ein Browser im letzten Feld. Die Anordnung wird gemerkt, am Mittwoch kommen dieselben drei Fenster also zurueck, ohne erneut gezogen zu werden. Zehn Minuten in den Einstellungen zahlen sich taeglich mit ein paar Minuten aus, und diese Rechnung ist der ganze Grund fuer die Fensterwerkzeuge.
Die kleineren Werkzeuge arbeiten im Kleinen genauso. Eine Stapelumbenennung erledigt vierzig Dateien in einem Dialog statt in vierzig. Die Farbpipette macht aus diesem Blau einen Wert, der sich in ein Stilblatt einfuegen laesst. Nichts davon beeindruckt auf einer Merkmalsliste, und alles davon ist der Unterschied zwischen einer Unterbrechung und einem Schulterzucken.
Wer es auslassen kann
Wer den Tag in einem einzigen maximierten Fenster verbringt, wird das meiste nicht bemerken. Das Set zahlt sich im Verhaeltnis zu der Zeit aus, die mit Schieben von Fenstern, Namen und Farben vergeht, und der vernuenftige Anfang sind zwei Werkzeuge statt zwoelf. Alles bleibt freiwillig, und genau das macht die Installation auf einer Maschine unbedenklich, die auch andere benutzen.
Der Wert liegt in der Verbindung von offizieller Herkunft und offenen Gewohnheiten: keine Fenster, die aufspringen, keine Buendelung, stetige Fassungen, und jedes Werkzeug auf ein konkretes Aergernis gerichtet. Allein der Fensterwechsler rechtfertigt das Aktualisieren fuer alle, die in vielen Fenstern leben — solche Bequemlichkeit gibt man nach dem ersten Versuch nicht mehr her.