Alt+Z startet die Aufnahme: NVIDIA App nimmt mit ShadowPlay in 240 Bildern auf
Zusammenfassung
NVIDIA App ist das gemeinsame Programm fuer GeForce-Besitzer: Treiber aus den Zweigen Game Ready und Studio, Grafikeinstellungen je Spiel, Anzeigekontrolle, dazu die Aufnahmefunktionen aus ShadowPlay mit Sofortwiederholung und Schnappschuessen, eine Einblendung mit Leistungswerten, DLSS Overrides und eine automatische Abstimmung der Grafikkarte.
Empfehlen- Name
- NVIDIA App
- Version
- 11.0.8
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- Windows
- Aktualisiert
- 2026-10-06 20:42
Ein Programm fuer die ganze Karte
NVIDIA App ist das gemeinsame Programm, das NVIDIA fuer Besitzer einer GeForce-Karte gebaut hat. Im November 2024 endete die Testphase, und damit wurde es Nachfolger zweier aelterer Werkzeuge auf einmal: was frueher zwischen GeForce Experience und der klassischen Systemsteuerung verstreut war, liegt jetzt in einem Fenster. Treiberaktualisierung, Grafikeinstellungen je Spiel, Anzeigekontrolle, Bildschirmaufnahme und Schnappschuesse passieren an derselben Stelle. Das ist der Grund, warum dieser Wechsel mehr ist als eine gewoehnliche Versionsstufe.
Treiber und Einstellungen je Spiel
Das Programm laedt beide Treiberzweige herunter und installiert sie: Game Ready, der vor grossen Veroeffentlichungen erscheint, und Studio, der auf schoepferische Arbeit abgestimmt ist. Fuer ein erkanntes Spiel kann es eine empfohlene Auswahl an Grafikeinstellungen zeigen und in einem Zug anwenden, oder man geht die Liste durch und aendert jeden Punkt selbst. DLSS Overrides geht einen Schritt weiter und laesst ein unterstuetztes Spiel ein neueres DLSS-Modell verwenden als das mitgelieferte, was oft der billigste Weg ist, ein aelteres Spiel schaerfer zu machen, ohne sonst etwas anzufassen.
Der Mai 2026 brachte keine neue Funktion, sondern einen Umbau. NVIDIA hat die klassische Systemsteuerung aus beiden Treiberpaketen entfernt, also mussten die Einstellungen, die dort wohnten, umziehen. Grafikeinstellungen liegen jetzt unter Grafik und dort unter Programmeinstellungen, alles rund um das Anzeigegeraet selbst sammelt sich auf der Registerkarte System. Wer aus Gewohnheit noch die alte Tafel sucht, findet dahinter nichts mehr.
Aufnahme und die Einblendung
Die Aufnahmefunktionen aus ShadowPlay sind vollstaendig geblieben: manuelle Aufnahme, Sofortwiederholung, die die letzte Strecke des Spiels im Arbeitsspeicher haelt, Schnappschuesse, Hoehepunkte im Spiel, wo der Titel es unterstuetzt, ein Fotomodus und eine Galerie innerhalb des Spiels. Die Aufnahme laesst sich bis ins Detail einstellen, vom Mikrofon und den Tonquellen ueber Codec, Bitrate, Aufloesung und Bildrate bis zu dem Ort, an dem die Datei landet. Alt+Z holt die Einblendung hervor, Alt+R schaltet die Leistungswerte waehrend des Spiels um.
Das Update vom Juli 2026 hat die Qualitaet nach oben geschoben. Karten der Serien RTX 50 und 40 mit zwei NVENC-Kodierern nehmen jetzt in 4K und mit 240 FPS auf, Karten mit nur einem Kodierer erreichen 1440p bei denselben 240 FPS. Wer schnelle Bewegungen aufnimmt, fuer den zaehlt die Bildrate mehr als die Aufloesung: ob eine schnelle Drehung oder ein Schuss aus der Huefte nach dem Schreiben der Datei noch lesbar bleibt, entscheidet sich dort.
Beobachten und nachjustieren
Neben der Aufnahme gibt es eine Einblendung mit Leistungswerten, die sich so umbauen laesst, dass nur die Zahlen stehen bleiben, die einen interessieren, und eine automatische Abstimmung der Grafikkarte, die eine stabile Kennlinie sucht statt eines einzelnen Spitzenwerts. Die Anzeige wird ebenfalls hier verwaltet: Aufloesung und Wiederholrate, Verhalten von G-SYNC, Skalierung, eigene Aufloesungen und das Nebeneinander mehrerer Bildschirme. Stand September 2026 nennt die Seite mit den Neuerungen die Version 11.0.8 als aktuellen Stand, die beschriebenen Funktionen laufen also heute und sind kein Plan.
Es gibt eine praktische Seite, die eine Funktionsliste nicht zeigt. Weil Treiberzweig, Spielprofil und Aufnahmeeinstellungen an derselben Stelle gelesen werden, widerspricht eine Aenderung fuer ein Spiel nicht mehr still dem, was die Anzeige gerade tut. Wer einmal einen Abend damit verbracht hat, ein Ruckeln zu suchen, das aus zwei Tafeln mit unterschiedlichen Werten fuer die Wiederholrate kam, erkennt genau darin den eigentlichen Unterschied. Und wer jemandem am Telefon erklaeren muss, wo eine Einstellung liegt, nennt jetzt nur ein Fenster statt zwei.
Wer das Programm nur installiert, um Treiber aktuell zu halten, laesst das meiste davon liegen. Einen guten Moment aufnehmen, Bildrate und Temperatur live verfolgen, einem Spiel DLSS Overrides verpassen, all das passiert in NVIDIA App. Es kostet nichts, und es hat den Platz der alten Systemsteuerung im Alltag eines GeForce-Besitzers schon eingenommen.