GPU-Z: kostenloses Werkzeug zur Identifikation der Grafikkarte

Zusammenfassung

GPU-Z ist ein kostenloses Werkzeug, das ausliest, was eine Grafikkarte wirklich ist: GPU-Kern, Takte, Speicherbandbreite und laufende Sensorwerte.

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Name
GPU-Z
Version
2.71
Preis
Kostenlos
Open Source
Proprietär
Aktualisiert
2026-10-24 22:48

Was die Karte tatsächlich ist

GPU-Z ist ein kostenloses Werkzeug, das berichtet, was eine Grafikkarte ist, und nicht, was auf ihrer Verpackung stand. Das Fenster ist schlicht, die Anzeige unmittelbar: der GPU-Kern, die Takte, mit denen er läuft, die Speicherbandbreite und die Sensorwerte im Augenblick.

Drei Arten von Information stehen nebeneinander: die grundlegende Beschreibung des Adapters, laufende Daten der Sensoren auf der Karte und die Treiber- und Systemversion, mit der die Karte arbeitet. In dieser Kombination leistet es für die Grafikkarte, was CPU-Z für den Prozessor leistet – deshalb findet es sich in Werkzeugkästen zur Systempflege.

Der Nutzen liegt gerade in der Trennung dieser drei Ebenen: Die Beschreibung sagt, welche Hardware verbaut ist, die Sensoren sagen, wie sie in diesem Moment arbeitet, und die Treiberangaben sagen, womit sie arbeitet. Wer eine Karte prüft, hat meist nur eine dieser drei Fragen – und bekommt sie beantwortet, ohne ein zweites Programm zu öffnen. Weil das Programm ohne Installation startet, lässt es sich auf genau dem Rechner ausführen, dessen Karte gerade geprüft werden soll.

GPU-Z Hauptfenster

Was ausgelesen wird

Die Identifikation geht weit über einen Modellnamen hinaus: GPU-Modell, Stepping, Fertigungsprozess, Die-Fläche, Transistorzahl, Anzahl der Renderer und der Hersteller. Die Raster- und Shadereinheiten werden gezählt, und die unterstützte DirectX-Version wird genannt.

Takte werden getrennt gelesen, für Kern, Shader und Speicher, zusammen mit Speichertyp, Hersteller, installierter Menge und Bandbreite. Pixel- und Texelfüllrate stehen ebenfalls da – also das, was die Zahlen aus einem Datenblatt tatsächlich bedeuten.

Die Sensorseite wird am häufigsten angesehen. GPU-Temperatur, Auslastung von GPU und Video-Engine, Speichernutzung und Lüfterdrehzahl werden fortlaufend gelesen und nicht nur einmal abgetastet. Steckplatztyp, zusätzliche Funktionen der Karte, Treiberinformationen und Systemversion stehen daneben, die Leistungsaufnahme der Karte neben der CPU-Temperatur.

GPU-Z Sensoren

Die erweiterte Ansicht

Eine zweite Ansicht richtet sich an alle, die es genau wissen wollen: die vollständige Adapterbeschreibung und die unterstützten Programmierschnittstellen samt ihrer Funktionsstufen für DirectX, Vulkan und OpenGL. Diese Seite öffnet man, wenn ein Spiel oder eine Rechenlast etwas nicht aktivieren will und die Frage ist, ob die Hardware das je unterstützt hat.

Was die Bedienung angenehm macht

Es arbeitet mit Grafikgeräten von NVIDIA, AMD, ATI und Intel und zeigt Adapter, GPU und Displayinformationen zusammen. Übertaktungs-, Standard- und 3D-Takt werden getrennt ausgewiesen, sofern die Karte sie liefert – so lässt sich sehen, was eine Karte unter Last tut, ohne ein Overlay zur Überwachung.

Ein GPU-Lasttest ist enthalten, vor allem um zu prüfen, wie die PCI-Express-Lanes konfiguriert sind: Eine Karte in einem Slot mit weniger Lanes als erwartet zeigt sich dort. Ergebnisse lassen sich validieren, und das Werkzeug kann eine Sicherung des Grafikkarten-BIOS anlegen – sinnvoll, bevor ein Firmware-Wechsel versucht wird.

Das Programm läuft ohne Installation, ein optionaler Installer ist für alle vorhanden, die einen bevorzugen. Unterstützt werden Windows XP, Vista, 7, 8 und 10 in 32- und 64-Bit-Fassung, ältere Rechner bleiben also nicht außen vor.

Lizenz und Grenzen

GPU-Z ist für private und kommerzielle Nutzung kostenlos. Die einzige Einschränkung betrifft die Weitergabe: Als Teil eines kommerziellen Pakets darf es nicht erneut verbreitet werden. Für ein Werkzeug dieser Art ist das eine enge Grenze, und sie ist der Grund, warum eine Werkstatt es ohne Lizenzgespräch auf jeden Prüfrechner legen kann.

Für wen es sich lohnt

Wer eine gebrauchte Karte kauft, will wissen, was wirklich darin steckt; wer bemerkt, dass der Rechner seltsam geworden ist, will wissen, ob die GPU heiß, gedrosselt oder schlicht im falschen Slot sitzt. Beim Zusammenbau und in der Reparatur sind Sensorseite und BIOS-Sicherung die beiden meistgenutzten Ansichten; für alle anderen beantwortet die erste Registerkarte die Frage, die sie hergeführt hat.