Gamma macht aus einem Satz eine Präsentation, ein Dokument oder eine Website – 400 Credits gratis zur Anmeldung
Zusammenfassung
Eine Idee, eine Gliederung oder ein bestehendes Dokument hineinwerfen – heraus kommt etwas Fertiges: als Foliensatz, als visuelle Seite oder als gehostete Website. Darunter arbeiten über 20 KI-Modelle und mehr als 100 Themes, zur Anmeldung gibt es 400 Credits.
Empfehlen- Name
- Gamma
- Version
- 20260917
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- Web
- Webseite
- https://gamma.app/
- Aktualisiert
- 2026-10-06 20:13
Eine Präsentation, die man zeigen mag, kostete früher entweder eine Nacht am Layout oder einen Gefallen von jemandem, der Gestaltung kann. Gamma setzt am anderen Ende an: eine Idee eintippen, eine Gliederung einfügen, ein vorhandenes Dokument importieren – zurück kommt ein fertiges Stück Arbeit, und nicht nur in Form von Folien.
Ein Eingang, sechs Ausgänge
Die offizielle Produktseite teilt die Plattform in sechs Linien. Präsentationen machen aus jeder Idee einen ausgearbeiteten Foliensatz, exportierbar nach PPT, PDF und ähnlichen Formaten. Dokumente sind strukturierte, visuelle Seiten, von der einseitigen Erläuterung bis zum Whitepaper, jederzeit teilbar. Websites werden in wenigen Minuten zu einer gehosteten, teilbaren Seite – die Seite selbst schreibt „no developers needed“. Social Media kommt bereits auf Format und Größe der Zielplattform. Grafiken liefert ein KI-Designagent, der markengerechte Visuals erstellt und bearbeitet, von der Infografik bis zur Illustration. Und eine API öffnet dieselbe Engine für Entwickler: programmatisches Erstellen, automatisierte Generierung, Anbindung eigener Werkzeuge und Inhalte in Größenordnung.
Warum die Kartenstruktur den Unterschied macht
Dass derselbe Inhalt über Folien, Dokumente und Webseiten hinweg weiterverwendet wird, trennt Gamma vom klassischen Präsentationsprogramm. Eine Kartenstruktur lässt sich als Vortrag projizieren oder als Website lesen, und Export wie Online-Freigabe starten aus demselben Material.
Erzeugen, bearbeiten, teilen
Für das Erzeugen nennt die Dokumentation drei Startpunkte: eine Idee, eine eingefügte Gliederung, importierte Inhalte. Hinter dem Ergebnis stehen über 20 KI-Modelle, optisch lässt sich eine Marke einbringen oder aus mehr als 100 Themes wählen. Beim Bearbeiten übernimmt der Assistent die Kleinarbeit: sofortiges intelligentes Layout, reichhaltige Inhalte und Übersetzung, KI-Bilder, die sich anschließend weiterbearbeiten lassen, sowie Echtzeit-Zusammenarbeit im Team. Das Teilen läuft in zwei Richtungen: Dateien gehen als PPT, PDF, PNG oder Google Slides hinaus, die Online-Seite veröffentlicht eine Website oder einen Social-Post oder reicht schlicht einen Link weiter.
Zusammengelesen heißt das: Ein Entwurf muss Gamma zwischen erster Eingebung und Übergabe nicht verlassen. Der erste Durchlauf kommt von der KI, das Layout füllt die KI nach, und die letzte Entscheidung betrifft nur noch die Form, die das Publikum bekommt.
Was die kostenlose Stufe wirklich hergibt
Die offizielle Preisseite benennt die freie Stufe genau: 400 Credits zur Anmeldung, bis zu 10 Folien pro Generierung, inklusive einfacher Präsentationen, Dokumente, Websites, Social-Posts und Bildkreationen, mit Import von PDF und PPTX sowie Export nach PDF, PPTX, PNG und Google Slides. Darüber liegen drei bezahlte Stufen. Plus hebt die Grenze der KI-Kreation auf, erlaubt bis zu 75 Folien pro Durchlauf, lässt die Gamma-Kennzeichnung entfernen und bringt fortgeschrittene Bildmodelle. Pro ergänzt Premium-Bildmodelle, eigenes Branding, detaillierte Analysen, erweitertes Teilen, bis zu 10 eigene Domains und API-Zugang. Ultra schaltet die auf der Seite genannten Flaggschiff-Modelle für Text, Bild und Video frei, erlaubt bis zu 100 eigene Domains und frühen Zugang zu neuen Funktionen.
Umgangssprachlich: Die freie Stufe reicht, um den Ablauf kennenzulernen und etwas Kleines abzuliefern. Bezahlt wird das Volumen – Folien pro Durchlauf, der Umgang mit der Markenkennzeichnung und die Tür zur API.
Credits, Fair Use, Compliance
Die Nutzungsregel steht genauso deutlich da: Unbegrenzte KI-Kreation meint den alltäglichen Gebrauch im Rahmen von Fair Use, während die schweren Funktionen – der Agent, die fortgeschrittenen Modelle und die API – Credits verbrauchen. Die konkreten Preise je Stufe zeigt die Preisseite live, sie ist beim Kauf die Referenz. Auf der Compliance-Seite bezeichnet sich Gamma als SOC-2-Type-II-Organisation.
Die Zahlen dahinter
Die offizielle About-Seite listet eine kurze Reihe von Zahlen: eine Bewertung von 2,1 Milliarden US-Dollar, wiederkehrende Jahresumsätze von 100 Millionen, 100 Millionen Nutzer und 1 Million Kreationen pro Tag. Gebaut wird das in San Francisco, und die Seite führt weiter zu Team- und Karriereseite.
Wer es am Ende benutzt
Die Kundenstimmen auf der Startseite streuen weit: Lehrkräfte bauen Kursmaterial, Gründer fahren Pitch-Entwürfe und prüfen eine Idee, Berater liefern Angebote, Content-Creator machen aus langen Artikeln visuelle Seiten, die man tatsächlich aufschlägt. Gemeinsam ist allen die Anforderung – schnell, vorzeigbar, nicht auf ein einziges Format festgelegt.
Zwei Dinge, die man vorher wissen sollte
Zwei ehrliche Einschränkungen. Erstens verlangt das Credit-System einen bewussten Umgang mit den schweren Funktionen: Agent-Bearbeitung, fortgeschrittene Modelle und API-Aufrufe kosten Credits, das Erzeugen selbst bleibt im Fair-Use-Rahmen. Zweitens ist Gammas Ergebnis eine Kartenstruktur im Web, ein nach PPT exportierter Foliensatz sitzt deshalb nicht exakt wie in einem nativen Präsentationsprogramm – vor wichtigen Terminen eine Kopie exportieren und das Layout prüfen. Der Abstand zwischen „ich habe eine Idee“ und „ich kann etwas zeigen“ wird kürzer; was drinsteht und ob der Aufbau trägt, bleibt Arbeit der Person, die es verantwortet.
Sind Layout, Bilder und Struktur erledigt, bleibt als einzige Hürde das Wissen darum, was man sagen will.