Feishu Minutes macht aus einer Stunde Meeting eine Minute Lesezeit, Transkript inklusive

Zusammenfassung

Ein KI-Werkzeug für Besprechungsprotokolle aus dem Feishu-Team: Ton und Video werden verschriftlicht, Zusammenfassungen passen sich der Art des Meetings an, Aufgaben werden automatisch erkannt. Offiziell wird eine Stunde Meeting in einer Minute gelesen.

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Name
Feishu Minutes
Version
20260917
Open Source
Proprietär
Betriebssystem
WebWindowsmacOSiOSAndroid
Aktualisiert
2026-10-06 13:11

Die Aufnahme liegt schon vor, das Lesen ist die Arbeit

Wer online tagt, hat den Ton ohnehin irgendwo liegen. Teuer wird der Schritt danach: die Aufnahme durchhören, um Beschlüsse zu finden, Zusagen und offene Fäden. Genau dieses Stück übernimmt Feishu Minutes, ein Werkzeug des Feishu-Teams. Es verschriftlicht Ton und Video und baut das Protokoll um das Transkript herum. Die Produktseite nennt es schnelle Spracherkennung mit Protokoll und Aufgabenliste; die Grundidee ist schlicht, das Meeting vollständig festzuhalten und die Kernpunkte danach herauszuziehen.

Wie der Stoff hineinkommt, ist praktisch wichtiger als die Erkennungsquote. In Feishu startet die gastgebende Person die Aufnahme im laufenden Gespräch; wer sonst mitschneiden will, muss darum bitten. Nach dem Ende kommt die Aufnahme über den Video-Assistenten zurück, und der Link öffnet direkt die Transkriptansicht. Die Rechte sind nach Rollen getrennt, und niemand wechselt zwischen Anruf und Notizen das Werkzeug.

Produktseite von Feishu Minutes: KI-Protokoll und Aufgabenübersicht

Das Protokoll entsteht zuerst als Entwurf

Die Gliederung ist das, was die meisten zuerst öffnen. Die Zusammenfassung setzt Überschriften, ordnet den Verlauf in eine Struktur und markiert erkannte Aufgaben. Offiziell heißt es, eine Stunde Meeting werde zu einer Minute Lektüre: was in welchem Abschnitt besprochen wurde, welche Entscheidung fiel, wer was übernimmt, ist getrennt, bevor jemand zu tippen anfängt. Bearbeitet wird trotzdem — der Knopf sitzt daneben —, nur eben vom Entwurf aus und nicht von der leeren Seite.

Zur Genauigkeit gibt es eine eigene Aussage. Dateien, die während des Gesprächs geteilt werden, landen in einem Bereich für zugehörige Verweise unten links im Transkript, und das System erkennt, wer spricht. Geteilte Folien und die Zuordnung der Sätze bleiben also erhalten — genau das geht sonst verloren, wenn jemand das Protokoll einen Tag später aus dem Gedächtnis rekonstruiert.

Produktseite von Feishu Minutes: Abschnitte und Aufgaben im Protokoll

Text, der dem Ton folgt

Zwei Einzelheiten senken die Kosten der Rückschau. Erstens die Ausrichtung: Während die Aufnahme läuft, leuchten die passenden Zeilen im Transkript mit, sodass der gehörte und der gelesene Satz derselbe sind. Zweitens die Suche: ein Stichwort eingeben und an der Stelle landen, statt eine Stunde Ton mit dem Regler abzufahren. Offiziell heißt es dazu, eine Stunde Meeting sei in zehn Minuten durchgesehen; plausibel wird das durch die Stichwortliste, die das System selbst zieht — und die sich über einen Bearbeiten-Knopf korrigieren lässt, wenn ein Begriff falsch oder ein Satz der falschen Person zugeordnet ist.

Ein Meeting in zwei Sprachen lesen

Für den Sprachwechsel gibt es eine eigene Anleitung, zugeschnitten auf die zweisprachige Rückschau. Ein Klick stellt das Transkript auf Chinesisch um, und wer mit der Maus über einen Absatz fährt, sieht daneben die Ausgangssprache. Ein englisches Meeting lässt sich so in beiden Fassungen auf einem Bildschirm prüfen, ohne zweites Fenster.

Offizielle Anleitung: Ausrichtung von Ton und Text, Suche per Stichwort

Das Transkript als Ort der Diskussion

Weil das Transkript eine gemeinsame Fläche ist, wird dort weiterdiskutiert. Wer gefehlt hat, kommentiert einen Absatz, statt die ganze Aufnahme nachzuhören; eine Erwähnung mit @ benachrichtigt die Kollegin, die antworten muss. Aufzeichnungen lassen sich teilen wie andere Inhalte im Arbeitsbereich. Für Teams in verschiedenen Zeitzonen ist das der Unterschied zwischen fünf Minuten Nachlesen und einer Stunde Blockzeit.

Produktseite von Feishu Minutes: Zusammenarbeit und Teilen

Was die Editionen kosten

Der Zugang hängt an der Feishu-Edition und wird nicht einzeln verkauft; die Preisseite ist also die richtige Adresse. Die kostenlose Edition steht mit 0 Yuan je Person und Monat, umfasst Nachrichten, Cloud-Dokumente, Videokonferenzen, mehrdimensionale Tabellen und ein kostenloses Postfach und trägt bis zu 100 Personen. Die Edition Business Standard kostet 50 Yuan je Person und Monat und bringt 24 Stunden Videokonferenzzeit, Konferenzen mit bis zu 50 Teilnehmenden, 1500 GB Gesamtspeicher, dauerhaft gespeicherten Chatverlauf und — hier der entscheidende Punkt — Transkription in Minutes ohne Längenbegrenzung, für bis zu 500 Personen.

Die Edition Business Professional liegt bei 80 Yuan, hebt die Konferenz auf 100 Teilnehmende und den Speicher auf 5 TB und ergänzt die erweiterten Tabellenfunktionen sowie einen angepassten Arbeitsbereich. Die Edition Business Flagship kostet 120 Yuan, erreicht 500 Teilnehmende und 15 TB Speicher und ergänzt SSO für die einmalige Anmeldung, erweiterte Kontosicherheit und erweiterte Wasserzeichen. Alle Editionen werden jährlich abgerechnet; die Enterprise-Variante wird für große Häuser separat angeboten, mit höheren Kontingenten und Compliance auf Unternehmensniveau.

Im Ganzen betrachtet ist Minutes ein Baustein eines Pakets, das der Anbieter als Arbeitsumgebung aus einem Stück beschreibt — Kommunikation, Dokumente, Meetings und Abläufe an einer Stelle. Die KI-Schicht soll Wissen und Geschäftsprozesse eines Hauses zusammenbringen. Ein Einstieg zum kostenlosen Testen steht auf derselben Seite.

Für wen es passt

Teams, die ohnehin in Feishu tagen, haben den kürzesten Weg: Die Aufnahmekette steckt im Gespräch, und Protokoll, Aufgaben, Kommentare und Teilen liegen am selben Ort. Wer englische Calls auswertet, bekommt die zweisprachige Ansicht ohne Zusatzarbeit, und die Fortschrittskontrolle ändert ihre Form — statt nachzuhören wird ein Begriff gesucht und die markierte Stelle gelesen.

Zwei ehrliche Anmerkungen. Die unbegrenzte Transkriptionslänge beginnt erst bei Business Standard, und der Abstand im Nutzungsumfang zur kostenlosen Edition ist deutlich genug, dass sich ein Blick auf die Editionsseite vor der Anmeldung lohnt. Und die beworbene Anleitung deckt die Richtung Chinesisch-Englisch ab; für andere Sprachen gilt, was die offizielle Seite tatsächlich beschreibt. Das Werkzeug nimmt auf, verschriftlicht und ordnet. Welche Aufgabe einen Termin verdient, bleibt eine menschliche Entscheidung.

Ein Protokollwerkzeug spart das Sortieren, nicht das Entscheiden. Wenn aus einer Stunde Diskussion eine Minute Lektüre wird, zählt am Ende die kurze Liste der Dinge, die jemand übernehmen muss.

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