FurMark 2 treibt die Grafikkarte ans Limit und liefert Zahlen

Zusammenfassung

FurMark 2 ist ein kostenloser Stresstest und Benchmark fuer Grafikkarten, in zweiter Generation als plattformuebergreifendes Werkzeug neu gebaut. Es listet OpenGL- und Vulkan-Tests, zeigt den bekannten Fellring und belastet die GPU weit ueber jedes Spiel hinaus, mit Live-Diagrammen fuer Temperatur, Takt und Auslastung. Windows, Linux auf x86_64 und ARM64, dazu ein Kommandozeilenmodus.

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Name
FurMark 2
Version
10.2
Preis
Kostenlos
Open Source
Proprietär
Betriebssystem
WindowsLinux
Aktualisiert
2026-10-06 23:10

Der Name, der bei Belastungstests faellt

Wer ueber Kuehlung oder Stabilitaet einer Grafikkarte spricht, landet frueher oder spaeter bei diesem Werkzeug. Es vereint Stresstest und Benchmark in einem kostenlosen Programm, und die zweite Generation wurde als plattformuebergreifendes Werkzeug neu gebaut: Die Oberflaeche listet Testszene unter OpenGL und Vulkan, man waehlt eine Aufloesung, startet, und auf dem Bildschirm erscheint der Fellring, der zum Standardbild einer belasteten Karte geworden ist. Die Last liegt weit ueber dem, was ein Spiel verlangt, und genau darum geht es bei einem Stresstest.

Weil die Last so weit ausserhalb des Alltags liegt, liest man die Ergebnisse anders als bei einem Spiel-Benchmark. Gemessen wird nicht, wie schnell eine Szene gerendert wird, sondern ob die Kuehlung die Waerme wegschafft und ob der Takt dort bleibt, wo die Karte ihn verspricht. Deshalb ist das Programm meist das erste, das nach einem neuen Rechner, einem neuen Kuehler oder einer Aenderung am Uebertakten laeuft.

Der Fellring waehrend eines Belastungslaufs

Stresstest oder Benchmark

Das Programm bietet zwei Arbeitsweisen, und sie beantworten verschiedene Fragen. Im Stresstest bleibt die GPU so lange unter Volllast, wie man es zulaesst, und interessant ist die Form der Kurven: eine Temperatur, die weiter steigt, oder ein Takt, der weiter faellt, sagt mehr als eine einzelne Zahl am Ende. Im Benchmark endet ein Lauf mit einer Punktzahl, und der Hersteller pflegt eine Online-Vergleichsliste, in der sich ungefaehr ablesen laesst, wo die eigene Karte gegen andere desselben Modells steht.

Live-Diagramme sind eingebaut, Temperatur, Takt und Auslastung sind also waehrend des Laufs sichtbar und nicht erst danach. Ein kleines Hilfsprogramm zum Auslesen der Kartendaten liegt bei, man muss also kein zweites Werkzeug oeffnen, um Modell, Speichergroesse oder den aktuellen Treiber zu pruefen, bevor Ergebnisse verglichen werden.

Auf welchen Systemen es laeuft

Windows ist das naheliegende Ziel, aber nicht das einzige. Es gibt Fassungen fuer Linux auf x86_64 und fuer ARM64, also lassen sich auch kleine Einplatinenrechner belasten, wie sie als Medienbox oder Heimprojekt dienen. Karten der drei grossen Chiplieferanten werden vom selben Programm bedient, was in einer Werkstatt mit gemischter Hardware hilft.

Fuer automatisierte Laeufe gibt es einen Kommandozeilenmodus. Wer eine Charge Rechner abnimmt oder nach einem Treiberwechsel einen Lauf einplanen will, ruft ihn aus einem Skript auf, statt jedes Mal durch die Oberflaeche zu klicken.

Fassung und zwei Regeln

Die aktuelle Fassung ist 10.2, und die Unterstuetzung neu erschienener Karten kommt meist zuegig, was der Hauptgrund ist, nicht auf einer alten Kopie sitzen zu bleiben.

Zwei Selbstverstaendlichkeiten gehoeren dazu. Erstens belastet es die Grafikkarte und sonst nichts: Prozessor, Arbeitsspeicher und Netzteil prueft man mit anderen Programmen, ein sauberer Lauf hier ist also kein Urteil ueber den ganzen Rechner. Zweitens ist die Last wirklich extrem. Man behaelt die Temperaturanzeige im Blick, aendert Uebertaktungswerte in kleinen Schritten statt in einem grossen Sprung und hoert sofort auf, wenn ein Wert falsch aussieht. Eine Karte, die eine Stunde davon uebersteht, traegt auch eine lange Spielsitzung.

Wie man einen Lauf liest

Um aus den Zahlen etwas zu gewinnen, braucht es etwas Geduld. Die Werte pendeln sich erst nach einer Weile ein, sinnvoll ist also der Vergleich zwischen Anfang, Plateau und Ende eines Laufs von fuenfzehn bis zwanzig Minuten, am besten bei derselben Raumtemperatur wie beim letzten Mal. Ein Kuehlertausch, der das Plateau um ein paar Grad senkt, ist ein klares Ergebnis. Ein Lauf im warmen Zimmer im Sommer laesst sich nicht neben einen aus dem Winter stellen.

Notebooks und kleine Einplatinenrechner brauchen mehr Vorsicht. Ihr Kuehlungsspielraum ist klein, wenige Minuten unter Volllast koennen sie schon an eine Temperaturgrenze und einen niedrigeren Takt treiben. Das heisst nicht, dass das Geraet defekt ist, nur dass es nicht fuer dauerhafte Volllast gebaut wurde. Ein Desktop-Rechner ist der eigentliche Platz fuer dieses Werkzeug.

Nach einem neuen Rechner, einem neuen Kuehler oder einem neuen Uebertaktungsprofil ist ein Lauf des Rings der uebliche Weg zu pruefen, ob die Karte stabil ist. Kostenlos, klein und im Urteil eindeutig, bleibt es fuer diesen Schritt die naheliegende Antwort.

FurMark 2Download
Unterstützte Systeme: Windows Linux