fd 10.5 sucht Dateien auf der Kommandozeile, wie man es erwartet

Zusammenfassung

fd ist ein Dateisuchwerkzeug fuer die Kommandozeile, in Rust geschrieben und auf vernuenftige Vorgaben gebaut: intelligente Gross- und Kleinschreibung, farbige Ausgabe, paralleles Durchlaufen und automatische Beachtung von Ignore-Dateien. Ergebnisse lassen sich nach Typ, Groesse, Zeit oder Besitzer filtern, ein Schalter fuehrt fuer jeden Treffer ein Kommando aus. Doppelt lizenziert, ueberall paketiert, aktuell 10.5.

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Name
fd
Version
10.5
Preis
Kostenlos
Open Source
Open Source
Betriebssystem
WindowsmacOSLinux
Aktualisiert
2026-10-06 22:34

Dateisuche im Terminal sollte selbstverstaendlich sein

Das klassische Suchkommando kann fast alles, und genau darin liegt die halbe Schwierigkeit: Die Syntax muss gelernt sein, bevor die erste brauchbare Abfrage entsteht, und ein Nachmittag kann in einer Handbuchseite verschwinden. Dieses Werkzeug setzt den umgekehrten Ansatz. Man tippt seinen Namen und ein Stueck des gesuchten Namens, drueckt die Eingabetaste, und die Treffer stehen auf dem Schirm.

Die intelligente Gross- und Kleinschreibung ist voreingestellt: Eine Abfrage in Kleinbuchstaben passt auf jede Schreibweise, sobald ein Grossbuchstabe darin vorkommt, wird sie ohne jeden Schalter gross- und kleinschreibungsempfindlich. Die Ausgabe ist nach Dateityp eingefaerbt. Das Durchlaufen laeuft auf mehreren Threads, und der Unterschied zeigt sich in grossen Verzeichnissen: In einem Bestand mit zehntausenden Dateien ist ein paralleler Lauf laengst fertig, waehrend ein einzelner noch rechnet.

Das Programm ist in Rust geschrieben, hat auf der Plattform, auf der der Quellcode liegt, mehr als 43.000 Sterne und kommt als einzelne Binaerdatei, vor der ersten Suche gibt es also nichts einzurichten.

Treffer mit farblicher Kennzeichnung nach Dateityp

Gebaut, damit der Normalfall keine Schalter braucht

Vieles, was das Werkzeug angenehm macht, passiert ungefragt. Ignore-Dateien werden automatisch beachtet, die vom Versionskontrollsystem gepflegte ebenso wie zwei eigene Varianten, ein Build-Verzeichnis oder ein Ordner voller heruntergeladener Abhaengigkeiten ueberschwemmt die Treffer also nicht. Versteckte Dateien werden uebersprungen, solange die Einschraenkung nicht ausdruecklich aufgehoben wird. Muster werden als regulaere Ausdruecke gelesen, ein Schalter wechselt auf Platzhaltervergleich, wenn das lesbarer ist, ein anderer nimmt das Muster als reinen Text fuer Namen voller Satzzeichen.

Die Filter reichen ueber den Namen hinaus. Ergebnisse lassen sich nach Dateityp, Endung, Groessenbereich, Aenderungszeit und Besitzer eingrenzen, eine vage Suche wird damit genau, ohne vorher durch drei weitere Kommandos zu laufen.

Wer oft in fremden Quellbaeumen arbeitet, merkt den Unterschied sofort. Ein Verzeichnis mit Abhaengigkeiten, Zwischendateien und Caches enthaelt oft mehr Dateien als der eigentliche Code, und jede Suche, die das nicht ausblendet, liefert Treffer, die niemand lesen will. Weil die Filter ohnehin vorhanden sind, muss man sie nicht jedes Mal neu zusammensetzen, und die Trefferliste bleibt kurz genug, um sie im Kopf zu behalten.

Der Schalter, der Alltagsgewohnheiten aendert, ist der zur Ausfuehrung. Er startet ein Kommando pro Treffer mit eingesetztem Pfad, die grossgeschriebene Variante sammelt alle Treffer und uebergibt die ganze Liste an ein einziges Kommando. Ein grosser Teil der selbstgeschriebenen Schleifen, umbenennen, pruefen, umwandeln, schrumpft damit auf je eine Zeile, und die Platzhalter lassen den Pfad an jeder Stelle des Kommandos zu statt nur am Ende.

Umfeld und Lizenz

Es steht unter einer doppelten Lizenz, freizuegig genug fuer jede Verwendung, und ist fuer die grossen Linux-Distributionen sowie die ueblichen Paketverwaltungen unter macOS und Windows paketiert, die Installation ist also auf fast jeder Maschine ein Befehl. Vervollstaendigungen fuer die gaengigen Shells erzeugt das Programm selbst, was bei einem Werkzeug, dessen Wert vom schnellen Tippen abhaengt, durchaus zaehlt.

Es passt ausserdem gut zu einem interaktiven Filter: eine breite Suche starten, die Liste hineinreichen, mit der Tastatur auswaehlen. Diese Kombination ist in Terminal-Umgebungen so verbreitet, dass sie fast als Vorgabe gilt, und sie ist ein Grund, warum beide Werkzeuge meist zusammen installiert werden.

Fassung

Die Fassung 10.5 erschien am 26. August 2026. Sie bringt exakte Suche nach dem vollen Namen und eine Option, die verhindert, dass eine Suche in uebergeordnete Verzeichnisse klettert, und sie haertet den Umgang mit Terminal-Steuersequenzen in Dateinamen. Der letzte Punkt faellt selten auf, bis etwas Feindliches im Downloadordner landet und anfaengt, die Eingabezeile umzuschreiben.

Der Umstieg vom alten Kommando kostet fast nichts und zahlt sich sofort aus: weniger Schalter zu merken, weniger Anfuehrungszeichen zu maskieren, Ausgabe, die man auf einen Blick liest. Auf einem alten Server ohne das Werkzeug bleibt das klassische Kommando der Rueckfall, auf einer Arbeitsmaschine aber gehoert dieses in den Suchpfad.

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Unterstützte Systeme: Windows macOS Linux