f.lux: die Bildschirmfarbe folgt der Sonne
Version 4.141
Zusammenfassung
f.lux hat diese Gattung begonnen: Nach Eingabe des Standorts folgt der Bildschirm einer Kurve aus Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, mittags neutral, nach Daemmerung warm, nachts tief warm, mit feinerer Regelung und Ausnahmen pro Anwendung.
Empfehlen- Name
- f.lux
- Version
- 4.141
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- WindowsmacOSLinuxAndroidiOS
- Webseite
- https://justgetflux.com/
- Aktualisiert
- 2026-10-06 22:33
Die Farbe eines Bildschirms sollte der Sonne folgen
Ein Bildschirm wirkt bei Tageslicht angenehm, weil er fuer einen Raum mit Tageslicht gebaut wurde. Spaet in der Nacht ist derselbe Bildschirm eine Leuchtstoffroehre in Armeslaenge: Die Muedigkeit zieht sich zurueck, die Augen werden muede, und die letzte Stunde vor dem Schlaf vergeht unter einem Licht, das Mittag behauptet. f.lux war das Programm, das diese naheliegende Korrektur automatisiert hat. Man gibt einen Standort an, und es fuehrt den Bildschirm durch eine Kurve aus Sonnenaufgang und Sonnenuntergang: neutral am Mittag, damit die Arbeit nicht leidet, eine stille Wendung ins Warme nach Daemmerung, ein tiefer warmer Bereich spaet in der Nacht, ohne jeden Eingriff von Hand.

Die feine Regelung ist der Grund fuer die lange Laufzeit
Der Nachtmodus der Betriebssysteme bietet einige feste Stufen der Waerme. f.lux laesst den Regler von kaum warm bis fast Kerzenlicht laufen, und es laesst einen Tag in Abschnitte teilen, jeder mit eigener Kurve: etwas Waerme waehrend der Ueberstunden, ein tiefer Bereich vor dem Schlafen, jedes Stueck fuer sich. Eine bestimmte Anwendung laesst sich ausnehmen, und eine Pause von einer halben Stunde ist einen Klick entfernt, wenn ein Foto beurteilt oder ein Video abgestimmt werden muss. Die Uebergaenge laufen so langsam, dass die Veraenderung kaum auffaellt, und das ist der ganze Trick: Man soll das Warmwerden nicht bemerken.

Die unspektakulaere Arbeit hinter einer Versionsnummer
Fassung 4.141 hat das Verhalten in zwei Lagen repariert, die fuer ernsthaftes Arbeiten zaehlen: Sitzungen ueber entfernte Schreibtische und Umgebungen mit mehreren Bildschirmen. Nichts davon ist aufregend, und beides trennt ein gepflegtes Werkzeug von einem aufgegebenen. Diese Pflege ist der leise Grund, warum ein Programm nach mehr als einem Jahrzehnt noch Bedeutung hat, waehrend die Systeme ringsum laengst eigene, abgespeckte Fassungen derselben Funktion wachsen liessen.
Was es nicht leistet
Zwei Grenzen gehoeren klar benannt. Tiefe Waerme verschiebt zwangslaeufig die Farbtreue, daher sollte Gestaltungsarbeit mit exakten Farben den Schalter fuer die Pause nutzen statt dem Bildschirm zu trauen. Und das Programm regelt die Farbtemperatur, nicht die Helligkeit: In einem hell erleuchteten Raum bleibt der Effekt bescheiden, und eine vernuenftige Lampe tut fuer muede Augen mehr als jeder Filter. Wer beides weiss, behaelt realistische Erwartungen.
Warum die beste Fassung unsichtbar ist
Ein Werkzeug fuer Bequemlichkeit misst sich daran, wie selten man an es denkt. Wer den Filter bemerkt, hat entweder zu viel davon oder zu wenig Zeit dazwischen. Wer vergisst, dass es existiert, und nur merkt, dass der Bildschirm um Mitternacht aufhoert, wie eine Lichtquelle zu wirken, hat bekommen, was er wollte. Fuer Software ist Vergessen ein seltsames Ziel, hier ist es das richtige.
Reicht die eingebaute Fassung
Jedes grosse System bringt inzwischen eine Form von Nachtwaerme mit, also lautet die ehrliche Frage, ob ein eigenes Programm noch seinen Platz verdient. Die eingebauten Fassungen geben meist drei oder vier feste Stufen und eine Einschaltzeit. Das deckt den Wunsch ab, den Bildschirm abends etwas waermer zu haben, und nichts darueber hinaus. Es deckt nicht den Wunsch nach einer langsamen Kurve durch den Nachmittag, einem tieferen Bereich nach Mitternacht und einer Ausnahme fuer die eine Anwendung, in der Farben stimmen muessen. Die Luecke ist schmal und genau umrissen, und dieses Programm fuellt sie.
Wann man es abschalten sollte
Jede Arbeit, die davon abhaengt, was eine Farbe tatsaechlich ist, gehoert in eine Zeit mit ausgesetztem Filter: ein Foto bearbeiten, einen Clip abstimmen, eine Markenfarbe treffen, einen Abzug vor dem Druck pruefen. Eine halbe Stunde Pause deckt das meiste davon ab, und danach nimmt das Programm die Arbeit von selbst wieder auf, was besser ist, als es zu beenden und das Wiedereinschalten zu vergessen.
Kurven schlagen Schalter
Ein einzelner Ein- und Ausschaltzeitpunkt erzeugt ein Ereignis: Der Bildschirm aendert sich, und man merkt es. Eine Kurve erzeugt kein Ereignis, weil jede Minute nur ein wenig waermer ist als die davor. Dieser Unterschied ist der Grund, warum sich der automatische Betrieb die fuenf Minuten Einrichtung verdient, und warum ein Schalter von Hand immer seltener benutzt wird, bis gar nicht mehr.
f.lux tut wenig: Es laesst den Bildschirm in der Nacht wie eine Schreibtischlampe wirken statt wie die Mittagssonne. So wenig, dass man es vergisst, und das ist der beste Zustand fuer ein Werkzeug dieser Art.