Flameshot: Open-Source-Bildschirmfotos mit Pfeilen, Weichzeichner und Text
Zusammenfassung
Flameshot ist ein quelloffenes Werkzeug fuer Bildschirmfotos auf mehreren Plattformen: Nach dem Aufziehen des Bereichs lassen sich Pfeile, Weichzeichner und Text direkt im Bild setzen, Werkzeugleiste, Tastenkuerzel und Farben sind frei einstellbar, und eine Kommandozeile bindet Aufnahmen an Skripte.
Empfehlen- Name
- Flameshot
- Version
- 14
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Open Source
- Betriebssystem
- WindowsmacOSLinux
- Webseite
- https://flameshot.org/
- Aktualisiert
- 2026-10-11 11:03
Der eigentliche Aufwand beim Bildschirmfoto liegt selten im Ausloesen. Er steckt in den Schritten danach: den wichtigen Teil einkreisen, etwas Vertrauliches ueberdecken, einen Satz Erklaerung ergaenzen. Muss dafuer ein zweites Programm geoeffnet werden, bricht der Ablauf genau an dieser Stelle.
Handeln, solange die Auswahl noch steht
Flameshot beginnt wie die meisten vergleichbaren Werkzeuge mit einem aufgezogenen Rechteck. Der Unterschied zeigt sich beim Loslassen der Maustaste: Das Bild bleibt stehen, die Werkzeugleiste legt sich an den Rand der Auswahl, und alles Weitere geschieht innerhalb dieses Rahmens. Ein Pfeil zeigt auf die entscheidende Stelle, ein Rechteck oder Kreis rahmt einen Bereich ein, eine Kontonummer, die das Geraet nicht verlassen soll, wird weichgezeichnet oder verpixelt, ein Textfeld nimmt eine kurze Erlaeuterung auf, ein paar freie Striche oder eine deckende Farbflaeche erledigen den Rest. Wenn die Reihenfolge zaehlt, laesst sich ein fortlaufender Zaehler stempeln, damit Betrachter eins, zwei, drei nicht raten muessen.
Alle diese Werkzeuge sitzen in einer Leiste, deren Belegung sich umsortieren laesst: haeufig Genutztes nach vorn, Seltenes nach hinten. Weil Annotation und Aufnahme am selben Ort stattfinden, wird aus erst speichern, dann bearbeiten eine einzige Bewegung. In Situationen, in denen ein Bild noch waehrend der Arbeit weitergereicht werden muss, sind genau die Sekunden gespart, die sonst zwischen Schreibtisch und Bildbearbeitung verloren gehen.

Die Oberflaeche an die eigene Hand anpassen
Die Einstellungen liegen in einem einzigen Dialog statt in verstreuten Konfigurationsdateien. Das Farbschema laesst sich tauschen, welche Schaltflaechen sichtbar sind und wo sie sitzen bestimmt die Nutzerin, Tastenkuerzel sind neu belegbar, selbst Speicherort und Ausgabeformat sind einstellbar. Wer den Grossteil des Tages in dunkler Umgebung arbeitet, fuer den klingt eine Farbgebung, die der Umgebung folgt, nach einer Kleinigkeit und merkt im Dauerbetrieb, dass sie das Gefuehl deutlich mitbestimmt.
Ein Werkzeug dieser Art misst sich daran, wie oft man es vergisst. Eine Palette, die dem Licht im Raum folgt, Schaltflaechen in der Reihenfolge des tatsaechlichen Gebrauchs und Tastenkuerzel, die in den Fingern sitzen, lassen die Bedienung verschwinden: Rahmen ziehen, annotieren, das Ergebnis in die Unterhaltung legen, ohne dass das Programm je Aufmerksamkeit verlangt hat.
Neben der grafischen Oberflaeche gibt es eine Kommandozeilenebene. Mehrere Befehle lassen sich aus einem Terminal heraus aufrufen, ohne das Fenster zu starten, und taugen damit als Baustein in Skripten oder als Ziel einer Tastenbelegung. Wer die gaengigen Aufnahmevarianten auf verschiedene Tastenkombinationen verteilt, bekommt mit einem Druck den Auswahlrahmen. Diese Nutzungsart ist auf Linux-Desktops besonders verbreitet, der Plattform, auf der das Projekt zuerst weite Verbreitung fand, bevor Builds fuer die beiden anderen Systeme folgten.

Was Quelloffenheit und drei Systeme zusammen ergeben
Als quelloffenes Projekt liefert es Builds fuer Windows, macOS und Linux, alle drei ausschliesslich in 64 Bit. Unter Windows gibt es Installer und portable Form, unter macOS den Weg ueber einen Paketmanager oder ein Datentraegerabbild, unter Linux die groesste Auswahl mit AppImage, Distribution-Repositories, Snapcraft und Flathub. Dass dieselbe Oberflaeche nach einem Systemwechsel weiter funktioniert, wiegt fuer alle, die zwischen Rechnern wechseln, schwerer als eine Funktionsliste.
Plattform | Architektur | Ueblicher Weg |
|---|---|---|
Windows | 64 Bit | Installer oder portable Ausgabe |
macOS | 64 Bit | Paketmanager oder Datentraegerabbild |
Linux | 64 Bit | AppImage, Repositories, Snapcraft, Flathub |
Die aktuelle Ausgabe ist Version vierzehn Punkt null vom Juni 2026. Vor der Wahl eines Aufnahmewerkzeugs lohnen zwei Fragen: Muss die Annotation im selben Bildschirm geschehen oder ist ein Umweg vertretbar, und muessen Aufnahmen in ein Skript oder auf eine Taste fuehren. Die erste entscheidet ueber das Gefuehl im Alltag, die zweite darueber, ob das Werkzeug ueberhaupt in einen bestehenden Ablauf passt.
Der eigentliche Unterschied zwischen Aufnahmewerkzeugen liegt nicht darin, ob sie ein Bild erzeugen, sondern ob man es woanders fertigstellen muss. Was sich in einem Rahmen erklaeren laesst, bleibt installiert.