Fan Control ueberlaesst Gehaeuse- und Grafiklueftern einer Temperaturkurve, und V278 bleibt kostenlos
Zusammenfassung
Ein kostenloses Windows-Werkzeug, das Gehaeuse- und Grafikluefter ueber Temperaturkurven steuert, mit einem Kurveneditor zum Ziehen von Punkten, gemischten Sensoren, Hysterese und einem kalibrierten Sperrbereich gegen eine klirrende Drehzahl. Quelltext geschlossen, aktueller Stand V278.
Empfehlen- Name
- Fan Control
- Version
- v278
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- Windows
- Webseite
- https://www.getfancontrol.com/
- Aktualisiert
- 2026-10-05 22:32
Ein gefuehrter erster Start, danach alles auf einem Schirm
Der Gedanke hinter Fan Control ist schlicht: Luefter sollen der Temperatur folgen. Beim ersten Start hilft ein kurzer gefuehrter Durchgang dabei, die Anschluesse zu erkennen, die auf der Platine wirklich etwas steuern, damit eine Wasserkuehlungspumpe oder der Prozessorluefter nicht am falschen Kanal landet. Das Hauptfenster haelt drei Dinge beisammen. Eine Seite listet die Temperaturen, die sich lesen lassen, vom Prozessor ueber die Grafikkarte und die Platine bis zu den Laufwerken; die andere Seite fuehrt jeden Luefter mit seiner aktuellen Drehzahl und der Kurve, die ihn treibt. Mehrere Zusammenstellungen lassen sich sichern, bearbeiten und laden, ein Satz fuer den Tag und ein ruhiger fuer die Nacht liegen also eine Auswahl auseinander. Themen und Akzentfarben lassen sich an den Rest des Rechners anpassen. Im Hintergrund braucht das Werkzeug sehr wenig, was zaehlt, wenn es monatelang laufen soll.

Kurven zum Zeichnen, Sensoren zum Mischen
Linear mit der Temperatur hochzudrehen ist nur eine Moeglichkeit. Das Werkzeug bietet mehrere Kurvenfunktionen und dazu einen Diagrammeditor, in dem Punkte direkt gezogen werden, sodass sich ein Kuehlrhythmus von Hand zeichnen laesst. Mehrere Kurven oder mehrere Sensoren lassen sich ueber das Maximum, das Minimum oder den Mittelwert verbinden: Ein Gehaeuseluefter kann zugleich auf Prozessor und Grafikkarte schauen und dem gehorchen, was heisser ist. Auch die feineren Werte liegen offen, darunter Schrittweite, Start- und Stoppdrehzahl, Reaktionszeit und Hysterese. Genau die Hysterese verhindert, dass ein Luefter um eine Temperatur herum pendelt und ein Geraeusch erzeugt, das von selbst steigt und faellt.

Eine kalibrierte Luecke fuer klirrende Drehzahlen
Manche Luefter geraten bei bestimmten Drehzahlen in Resonanz, wobei rund 40 Prozent eine haeufige Klage sind. Die neuere Fassung fuegt eine kalibrierte Ausweichzone hinzu: Ein Band von Prozentwerten laesst sich fuer unerwuenscht erklaeren, und die Kurve springt darueber hinweg. Das Werkzeug kann zudem als Dienst unter Windows laufen und vor jeder Anmeldung starten, was zu einem Rechner passt, der wochenlang laeuft. Programm, Installationspaket und Aktualisierer sind digital signiert, damit Sicherheitssoftware seltener falschen Alarm schlaegt, und seit einer frueheren Fassung wurde die zugrunde liegende Hardware-Bibliothek durch eine neuere ersetzt, sodass ein aelterer Kerntreiber, den Schutzprogramme markiert hatten, nicht mehr mitkommt.

Erweiterungen bringen weitere Sensoren herein
Neben dem Hauptprogramm gibt es einen Mechanismus fuer Erweiterungen, der zusaetzliche Sensoren einspeist. Einige pflegt der Autor selbst, fuer eine Grafikkartenfamilie, fuer den Import aus einer Hardware-Ueberwachung und fuer eine Marke fertiger Rechner; Erweiterungen aus der Gemeinschaft reichen bis zu Herstellern von Randgeraeten und Wasserkuehlungen, zu einer Plattform fuer Hausautomation und zu etlichen Notebook-Marken. Ist eine solche Erweiterung installiert, stehen diese Temperaturen als Grundlage fuer die Regelung bereit. Das Auslesen der Sensoren und das Ansteuern der Grafikluefter stuetzt sich auf einige offene Bibliotheken, weshalb die Vertraeglichkeit meist den vorgelagerten Projekten folgt; der Autor raet, bei Hardwaremeldungen zuerst die Hinweise zur Vertraeglichkeit zu lesen.

Fassung, Lizenz und Installation
Der aktuelle Stand ist V278, veroeffentlicht im 2026-09. Das Werkzeug ist kostenlos, doch der Autor sagt deutlich, dass der Quelltext geschlossen bleibt: ein freies Werkzeug mit geschlossenem Code, getragen von Spenden, mit Unterstuetzung fuer Windows 10 und Windows 11. Die Installation ist beweglich: ein Archiv entpacken und starten, das Installationspaket verwenden oder mit einem einzigen Befehl ueber einen Paketverwalter einrichten. Eines gehoert vorher erledigt: Wenn die Firmware ihre eigene schlaue Luefterregelung faehrt, sollte die abgeschaltet und die Drehzahl festgesetzt werden, bevor dieses Werkzeug die Regelung uebernimmt. Auf Notebooks gilt das meist nicht, weil ihre Luefter Fremdsoftware keinen Zugang bieten. Und wer die Fassung ohne Installation nutzt, sollte vor dem Loeschen die Option zum Start mit Windows abwaehlen oder den passenden Eintrag in der Aufgabenplanung entfernen.