Coolors: Leertaste druecken, Palette bekommen, Farben aus dem Bild ziehen
Version 4.6.9
Zusammenfassung
Coolors macht Farbwahl zu einem Tastendruck: die Leertaste erzeugt eine Palette, ein Schloss haelt das passende Feld, ein Bild liefert die Farben, und eine Kontrastpruefung sorgt fuer Lesbarkeit.
- Name
- Coolors
- Version
- 4.6.9
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- Web
- Webseite
- https://coolors.co
- Aktualisiert
- 2026-10-06 22:35
Farbe ist der Schritt, an dem Designarbeit am haeufigsten stockt. Eine Oberflaeche, ein Plakat, ein Satz Markenmittel brauchen ein Schema, und eines nach Gefuehl zusammenzustellen kostet oft einen Nachmittag, in dem ein Farbton um ein paar Grad verschoben wird und am Ende trotzdem nicht stimmt. Coolors macht daraus einen einzigen Tastendruck: die Leertaste erzeugt eine neue Reihe von Farben; passt ein Feld, wird es festgehalten, die Leertaste erneut gedrueckt, und das Werkzeug sucht nun rund um die festgehaltene Farbe statt von null zu beginnen. Festhalten und Neuerzeugen im Wechsel verwandeln die Arbeit vom Gruebeln ins Durchsehen, und der Unterschied im Tempo ist sofort spuerbar, weil der ganze Zyklus eine Sekunde dauert: in der Zeit, die frueher ein von Hand gewaehltes Schema kostete, laufen zwanzig Richtungen durch.

Eine Palette aus einem Bild ziehen
Zufaelliges Suchen ist nur ein Weg hinein. Man kann dem Werkzeug auch ein Bild geben; es untersucht die Aufnahme, erkennt, welche Farben tragen und welche stuetzen, und erzeugt eine Palette, die zur Stimmung der Vorlage passt. Ein Markenfoto, eine Landschaft, eine Produktaufnahme: jedes wird zu einer Reihe von Feldern, die ohnehin zusammengehoeren. Wenn ein bestehendes visuelles System fortgesetzt werden soll, ob der Anker nun ein Zeichen ist oder der Ton einer fotografischen Handschrift, ersetzt das die Handarbeit, Farben einzeln aufzunehmen und danach zur Uebereinstimmung zu schieben. Ein langsamer Kreislauf der Korrektur wird zu einem Startpunkt, der schon nahe liegt.

Ein Kontrast, der einer Pruefung standhaelt
Eine Palette muss brauchbar sein und nicht nur gefaellig. Ist der Kontrast zwischen Text und Grund zu schwach, leidet das Lesen, und das Ergebnis verfehlt die Anforderungen barrierefreier Gestaltung; entdeckt wird das meist spaet, wenn die Umsetzung schon darauf gebaut hat. Eine Kontrastpruefung ist eingebaut und rechnet das Verhaeltnis von Vordergrund und Grund im Augenblick der Farbwahl, sodass ein Problem auftaucht, solange das Aendern noch billig ist. Daneben steht eine Vorschau fuer Farbsehschwaechen, die zeigt, ob die Palette ihre Information unter anderen Sehbedingungen noch traegt. Ein Schema zu verteidigen ist damit keine Frage des Geschmacks mehr, sondern eine der Zahlen.
Aus einer gemeinschaftlichen Sammlung borgen
Wenn gar kein Ansatzpunkt da ist, ist das Durchsehen fertiger Paletten ein vernuenftiger Anfang. Eine sehr grosse, von anderen Nutzern angelegte Sammlung laesst sich nach Farbe, Stil und Thema suchen und filtern, und ein passendes Schema laesst sich merken, kopieren oder als Grundlage fuer weitere Anpassung nehmen. Wer neu in der Farbarbeit ist, hat einen zweiten Nutzen: zu sehen, wie eine gereifte Palette Hauptfarbe, stuezende Farben und Akzente verteilt, lehrt schneller als jede aufgeschriebene Regel ueber Verhaeltnisse. Die Sammlung laeuft zudem in beide Richtungen, denn was hier entsteht, kann in denselben Vorrat zurueckgelegt werden.

Die Palette weitergeben
Ist die Palette festgelegt, zaehlt das Weiterreichen an die, die bauen oder drucken, ebenso viel wie die Wahl selbst. Mehrere Ausgabeformen werden unterstuetzt, darunter der Stilcode, den die Frontendarbeit verarbeitet, Bilddateien und ein PDF-Dokument, sodass Farbwerte und Abstufungen in einem Stueck zu einer Mitarbeiterin wandern statt als Bildschirmfoto mit darunter getippten Zahlen. Eine Erweiterung fuer den Browser und Zusaetze fuer Designwerkzeuge legen das Aufnehmen und Erzeugen in den laufenden Arbeitsfluss und ersparen das staendige Wechseln der Fenster, das die Arbeit sonst zerreisst.
Was es kostet
Stand 2026-09 laesst sich Coolors von einer Einzelperson kostenlos nutzen, und der Kern, das Erzeugen von Paletten, das Aufnehmen aus Bildern und das Merken von Favoriten, liegt in dieser freien Stufe. Mehr Farbplaetze, mehr Raum fuer eine Sammlung und Zusaetze wie unterstuetzte Vorschlaege gehoeren zum bezahlten Abonnement Pro. Anwendungen fuer das Telefon und mehrere Zusatzformen tragen dasselbe Werkzeug in einen Browser, auf ein Geraet und in die bereits benutzte Designsoftware. Es laeuft in einem Reiter des Browsers, weshalb der Einstieg nahezu nichts kostet, waehrend die Tiefe reicht, damit Gestalter, Entwickler und Menschen, die mit Inhalt arbeiten, taeglich darin bleiben.