Ein Schreibtisch aus wenigen Teilen: Bodhi Linux mit Moksha

Zusammenfassung

Bodhi Linux ist eine schlanke Distribution auf der LTS-Basis von Ubuntu: nach der Installation steht nur ein sehr kleiner Satz Werkzeuge bereit, den Rest fugt man selbst hinzu. Moksha ist modular, offiziell gelten 1 GB Arbeitsspeicher und 10 GB Plattenplatz, und ab der 8er Reihe gibt es nur 64-Bit-Abbilder.

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Name
Bodhi Linux
Version
8
Preis
Kostenlos
Open Source
Open Source
Betriebssystem
Linux
Aktualisiert
2026-10-06 11:54

Weniger installieren, selbst ergaenzen

Bodhi Linux ist eine schlanke Distribution auf der LTS-Basis von Ubuntu, und ihr Weg passt in einen Satz: ein minimaler Sockel, alles Weitere nach Bedarf. Nach der Installation steht ein sehr kleiner Satz grundlegender Werkzeuge bereit. Ein Browser gehoert nicht dazu. Eine Buerosuite ebenso wenig, und nichts zur Wiedergabe von Medien. Was gebraucht wird, wird von der Person installiert, die es braucht. Der Zweck dieser Anordnung ist, dass die Maschine auf Hardware mit knappen Mitteln schnell bleibt, und als offizielle Untergrenze nennt das Projekt 1 GB Arbeitsspeicher und 10 GB Plattenplatz.

schlichter Schreibtisch nach der Installation

Die Arbeitsumgebung Moksha

Die Arbeitsumgebung ist eine eigene und heisst Moksha; sie stammt von einem Zweig von Enlightenment ab. Gegen die grossen, verbreiteten Umgebungen gehalten ist Moksha leichter, und der modulare Gedanke tritt deutlicher hervor: Schreibtisch, Leiste, Fensterdekoration und Themen lassen sich einzeln einstellen, und kleine Module lassen sich daran anhaengen. Ein einheitliches, alles umfassendes Bild wird nicht angestrebt. Wer seine Arbeitsumgebung lieber aus gewaehlten Teilen zusammenstellt, ist hier richtig.

die Arbeitsumgebung Moksha

Die verschiedenen Abbilder

Die Ausgabeseite bietet Abbilder mit unterschiedlicher Ausrichtung. Das Standardabbild ist das oben beschriebene Grundsystem. Ein weiteres kommt mit einer Reihe verbreiteter Anwendungen bereits an Bord, was die Runde erspart, sie hinterher einzeln zu suchen. Ein drittes richtet sich an neuere Hardware und setzt einen neueren Kernel ein, um Geraete besser zu unterstuetzen. Ein Punkt ist leicht zu uebersehen: ab der 8er Reihe gibt es nur noch 64-Bit-Abbilder, waehrend fruehere Ausgaben eine 32-Bit-Option fuer aeltere Maschinen enthielten.

Auswahl auf der offiziellen Seite

Die Wahl zwischen ihnen laesst sich auf eine Frage bringen: was diese Maschine in der ersten Woche leisten soll. Wird sie als Fenster ins Netz dienen, ist das Standardabbild plus ein Browser die kleinere Summe. Geht sie an jemanden, der ueber Software gar nicht nachdenken will, nimmt das Abbild mit den verbreiteten Anwendungen den Teil weg, in dem nachgesehen und ausgewaehlt werden muss. Der neuere Kernel des dritten Abbilds zaehlt, wenn die Hardware so frisch ist, dass der aeltere Kernel etwas nicht erkennt - auf wirklich alten Maschinen waere das die falsche Richtung.

Zerlegt man das Wort schlank in seine Teile, wird es klarer. Die genannten 10 GB betreffen die Platte, das eine GB den Arbeitsspeicher, und beides ist nicht dieselbe Knappheit. Bei alten Notebooks fehlt oft beides, dann hilft jede eingesparte Vorinstallation. Ist nur die Platte klein und der Speicher ausreichend, entscheidet weniger die Menge des Vorinstallierten als der Verbrauch der Arbeitsumgebung selbst. Genau dort liegt der Wert von Moksha: die feste Last dieser Schicht wird kleiner, und diese Last laesst sich nicht durch Loeschen von Programmen zurueckholen.

Auch das Wort modular hat zwei Bedeutungen. Die eine ist, dass sich das Aussehen Stueck fuer Stueck bestimmen laesst; die andere, fuer die Leichtigkeit entscheidendere, ist, dass unnoetige Teile gar nicht erst geladen werden. Eine grosse Umgebung laesst Funktionen laufen, die niemand nutzt. Hier laeuft nur, was angehaengt wurde.

Version und Installation

Die 8er Reihe erschien im August 2026 und folgt der LTS-Basis von Ubuntu, weshalb Sicherheitsaktualisierungen ueber einen verhaeltnismaessig langen Zeitraum weiterlaufen. Software kommt ueber die ueblichen Paketbefehle herein, und ein grafisches Anwendungszentrum steht ebenfalls bereit. Weil so wenig vorinstalliert ist, kann die erste Sitzung nach der Installation darin bestehen, online eine Reihe alltaeglicher Programme zu ergaenzen - bei langsamer Verbindung Zeit, die man einplanen sollte.

Was diese Anordnung verlangt

Die Distribution benennt den Handel deutlich, aber es lohnt, ihn auszusprechen. Ein minimaler Sockel bedeutet, dass die erste Stunde dem System gehoert und nicht der eigenen Arbeit: ein Browser, ein Werkzeug fuer Dokumente, etwas fuer Ton, und was der Tag sonst noch verlangt. Zurueck kommt, dass nichts auf der Platte liegt, das nie geoeffnet wird, und auf einer alten Maschine mit kleiner Platte ist dieser Unterschied keine Frage des Aussehens. Der zweite Tausch betrifft Aufmerksamkeit: eine modulare Umgebung belohnt, wer Leiste und Dekoration einmal einrichtet, und bestraft still, wer es nie tut, weil die Vorgaben bewusst schlicht sind. Keine der beiden Seiten ist ein Mangel. Es sind zwei Ansichten derselben Entscheidung.

Wer eine aeltere Maschine mit bescheidenen Mitteln dastehen hat und nicht will, dass unnuetze Software den Platz belegt, findet hier einen Weg, der Betrachtung wert ist. Der Preis ist, dass die Arbeit nach der Installation weitergeht. Wem ein System lieber ist, das beim ersten Start sofort brauchbar ist, wird mit einer vollstaendig ausgelieferten Distribution besser bedient.

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Unterstützte Systeme: Linux