B1 Free Archiver: ein freies Archivwerkzeug fuer jedes Geraet, fast vierzig Formate lesbar

Zusammenfassung

Offizielle Fassungen fuer Windows, macOS, Linux und Android plus eine Webfassung, ohne Werbung und ohne Konto: packen als eigenes Format oder zip, entpacken fast vierzig Formate inklusive mehrteiliger und verschluesselter Archive.

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Name
B1 Free Archiver
Version
1.5.86
Open Source
Open Source
Betriebssystem
WindowsmacOSLinuxAndroid
Webseite
https://b1.org/
Aktualisiert
2026-10-06 05:24

Ein Archivwerkzeug fuer jedes Geraet, das man besitzt

An Packprogrammen fehlt es nicht, doch die meisten bewachen eine einzige Plattform: was unter Windows alle benutzen, fehlt auf dem Mac, und eine komprimierte Datei, die auf einem Telefon ankommt, hat oft keinen Ort zum Oeffnen. Die Idee hier ist, eine Erfahrung ueber das ganze Sortiment zu legen — offizielle Fassungen fuer Windows, macOS, Linux und Android, dazu eine Webfassung, mit einer Oberflaeche, die von Geraet zu Geraet gleich bleibt, sodass einmal lernen genuegt. Das Programm ist vollstaendig kostenlos, fuer private wie geschaeftliche Nutzung, ein Konto ist nicht noetig, und im September 2026 liegt die aktuelle Fassung in der 1.5.86er-Reihe.

Es liest fast alles

Die Formatunterstuetzung ist die Substanz hinter dieser Behauptung. Archive lassen sich im eigenen Format oder als schlichtes zip anlegen. Beim Entpacken sind zip, rar, rar5, 7z, tar, gzip, bzip2, xz, iso, dmg, deb, rpm, cab, lzh, cbz und cbr abgedeckt, zusammen fast vierzig, sodass ein seltsames Archiv von einem Kollegen meist ohne Suche nach einem zweiten Werkzeug aufgeht. Mehrteilige Archive und solche mit Passwort werden ebenfalls behandelt; ist ein Packen in mehrere Teile zerlegt, entpackt der Einstieg ueber das erste Teil die uebrigen der Reihe nach. Nebenbei dient es als Dateiverwaltung, man blaettert im Inhalt eines Archivs wie in Ordnern, und ein Doppelklick zeigt etwas an, bevor man entscheidet, ob es heraus soll.

Das b1-Format und der Umgang mit Verschluesselung

Das eigene b1-Format ist ein offenes Archivformat, auf dem etablierten LZMA-Verfahren aufgebaut und auf die Balance zwischen Tempo und Groesse abgestimmt, mit einer Adler-32-Pruefsumme, sodass Schaeden vor dem Entpacken auffallen statt ein halbes Ergebnis zu hinterlassen. Sicherheit kommt als AES mit 256 Bit: ist ein Passwort gesetzt, sind ohne es weder die Liste noch die Originalinhalte zu bekommen, eine Schicht mehr, wenn empfindliches Material unterwegs ist. Das Format selbst ist offen, Quellcode und Entwicklerbibliotheken sind veroeffentlicht, andere Entwickler koennen b1-Archive in eigenen Produkten lesen und schreiben.

Fenster von B1 Free Archiver

Leicht, sauber, nichts zu lernen

Der Installer ist wenige Megabyte gross, und danach gibt es keine Werbung und keine mitgebrachten Zugaben; der Anbieter sagt deutlich, dass keine persoenlichen Daten erhoben werden. Zu lernen gibt es nichts: packen aus dem Kontextmenue, entpacken per Doppelklick oder Dateien ins Fenster ziehen. Die Android-Fassung dient zugleich als Dateiverwaltung, ein Archiv auf dem Telefon ist also keine Sackgasse mehr. Die Webfassung ist fuer den unangenehmen Moment gedacht, in dem der Rechner vor einem ueberhaupt kein Packprogramm hat — Browser oeffnen und entpacken. Wer einfach nur Dateien fuer andere packen und Bekommenes oeffnen will, ist hier an einem Punkt, an dem die Suche enden darf.

Einzelheiten, die im Alltag auffallen

Einiges verdient es, benannt zu werden. Erst schauen, dann entpacken heisst: die eine gebrauchte Datei kommt heraus, ohne das ganze Archiv auf die Platte zu kippen. Die Kompressionsstufe ist eine Einstellung, Tempo und Groesse lassen sich also bewusst tauschen. Ein verschluesseltes Archiv entsteht aus dem Kontextmenue in zwei Schritten. Fuer alle, die den Tag ueber Dateien zwischen Rechner und Telefon schieben, verschwindet die vertraute Peinlichkeit, etwas zu schicken, das am anderen Ende nicht aufgeht, weil die Telefonfassung die gaengigen Formate ebenfalls beherrscht. Und die Webfassung ist der Rueckhalt auf einem geliehenen Rechner, auf dem nichts installiert werden darf. Als freies, werbefreies, plattformuebergreifendes Packwerkzeug sitzt es an einem vernuenftigen Ort zwischen Bedienbarkeit und Formatauswahl — installiert zu bleiben, bis man es braucht, kostet nichts.

Eine Situation verdient es, vorweg genannt zu werden: eine Kollegin schickt ein mehrteiliges Archiv, dessen Dateinamen auf .001 und .002 enden, und das Werkzeug vor Ort kennt nur die letzte .zip. Dieses Durcheinander — ein Packen, verschiedene Schnitte — haelt im Alltag oefter auf als das Format selbst. Der Ansatz hier gibt die Entscheidung an die Datei zurueck: erst sehen, was drin ist, dann entscheiden, und bei Teilen einfach beim ersten einsteigen und den Rest laufen lassen. Fuer alle, die die Theorie der Kompression nicht studieren wollen, ist diese Reihenfolge nuetzlicher als die Zahl der Formate in einer Tabelle.

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Unterstützte Systeme: Windows macOS Linux Android