ALZip: kostenloser Packer fuer Windows mit ueber 40 Formaten und AES-Verschluesselung
Zusammenfassung
ALZip ist ein kostenloser Packer von ESTsoft, der ueber 40 Formate entpackt, 8 Formate packt und AES mit 128 oder 256 Bit bietet.
Empfehlen- Name
- ALZip
- Version
- 12.11
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- Windows
- Webseite
- https://www.altools.com/
- Aktualisiert
- 2026-10-06 17:26
Ein kostenloser Packer aus Korea mit ungewoehnlich breiter Formatliste
ALZip ist ein kostenloses Programm zum Packen und Entpacken von Archiven fuer Windows und stammt vom koreanischen Hersteller ESTsoft. Im Heimatmarkt haelt es seit Jahren einen fuehrenden Anteil, spaeter wurde der Download auch ausserhalb Koreas geoeffnet und die Oberflaeche in mehr als 20 Sprachen uebersetzt. Der eigentliche Vorzug liegt weniger in Zusatzfunktionen als in der Zahl der erkannten Formate. Beim Entpacken werden ueber 40 Formate gelesen, also die gaengigen Container RAR, ZIP, CAB, TAR, ISO und JAR ebenso wie seltenere Typen wie EGG, ARJ und ZOO, die viele andere Packer ablehnen.
Diese Breite zahlt sich vor allem bei Dateien aus fremder Hand aus. Ein Archiv von einem alten Windows-Rechner, ein Installationsabbild von einer Scheibe oder ein Paket aus einem regionalen Werkzeug laesst sich meist ohne zweite Installation oeffnen und ohne Umweg ueber einen Onlinedienst.
Packen, Passwort und Verschluesselung
In die andere Richtung unterstuetzt das Programm 8 Formate. Zwei davon stammen vom Hersteller. EGG ist das Format, fuer das die Software bekannt ist, und erzielt bei gemischtem Inhalt eine deutlich kleinere Datei als ZIP. ALZ ist ein aelterer Container, der in koreanischen Downloads noch verbreitet ist. Das einfache ZIP fehlt ebenfalls nicht, sodass ein hier erzeugtes Archiv auch von jemandem geoeffnet werden kann, der das Programm nicht besitzt.
Vertrauliche Inhalte lassen sich mit einem Passwort schuetzen. Zur Wahl stehen AES mit 128 oder mit 256 Bit. Der laengere Schluessel ist die richtige Wahl, sobald ein Archiv ueber ein Netzwerk wandert oder auf einem geteilten Laufwerk liegt, waehrend die kuerzere Variante vor allem der Kompatibilitaet mit aelteren Gegenstellen dient.
Erst pruefen, dann auf die Platte schreiben
Das Entpacken ist der Moment, in dem ein praepariertes Archiv Schaden anrichtet, und die meisten Packer ueberlassen diese Entscheidung dem Anwender. Hier kommt ein Zwischenschritt dazu. Bevor die Dateien geschrieben werden, kann der Inhalt an ein bereits installiertes Sicherheitsprodukt uebergeben werden, das ihn zuerst begutachtet. Dafuer wird nichts Neues installiert und kein zusaetzliches Abonnement faellig, der vorhandene Pruefer wird lediglich im richtigen Augenblick aufgerufen.
Im Alltag braucht man das Hauptfenster kaum. Nach der Installation stehen Befehle zum Packen und Entpacken im Kontextmenue des Dateimanagers, ein Rechtsklick auf einen Ordner erzeugt also ein Archiv und ein Rechtsklick auf ein Archiv packt es aus.
Hineinschauen, ohne auszupacken
Das Hauptfenster zeigt den Inhalt eines Archivs als Baum. Verschachtelte Ordner lassen sich an Ort und Stelle durchlaufen, was hilft, wenn ein einzelner Eintrag in einem Paket mit mehreren Verzeichnissen gesucht wird. Nichts muss in einen temporaeren Ordner entpackt werden, nur um nachzusehen, was vorhanden ist.
Die Suche geht ueber einen Namensfilter hinaus. Sie bietet 14 Filter- und Sortierkriterien, sodass Eintraege nach Groesse, Datum, Typ oder Namensmuster eingegrenzt werden koennen, und das Ergebnis bleibt auch bei mehreren hundert Dateien brauchbar.
Kleine Hilfen fuer die taegliche Arbeit
Grosse Pakete lassen sich auf mehrere Volumes aufteilen, was hilft, wenn ein Archiv auf einen Wechseldatentraeger passen oder ein Mailgateway mit Anhangsgrenze passieren muss. Die Kompressionsstufe ist einstellbar, dieselben Daten lassen sich also schnell mit maessigem Verhaeltnis oder mit Vorrang auf die Groesse packen. Dateinamen, die unter einer anderen Spracheinstellung kodiert wurden, lassen sich korrigieren, was Archive rettet, die sonst nur Zeichensalat zeigen wuerden. Eine Auswahl laesst sich zudem in eine selbstentpackende ausfuehrbare Datei verpacken, damit der Empfaenger sie ganz ohne Packprogramm oeffnen kann.
Fuer wen sich das lohnt
Wer ein paar Mal im Jahr ein Archiv oeffnet, kommt mit der Entpackfunktion von Windows zurecht. Das Programm verdient seinen Platz auf Rechnern, auf denen Archive in jeder Form eintreffen und eine Datei, die sich nicht oeffnen laesst, eine echte Unterbrechung bedeutet. Es ist kostenlos, bleibt klein und setzt sich dorthin, wo gearbeitet wird, naemlich ins Kontextmenue. Einmal installieren und in Ruhe lassen ist ein vernuenftiger Weg, nicht im unpassenden Moment nach dem richtigen Werkzeug suchen zu muessen.
Kostenlos, schlank und in die Shell eingebaut: ALZip gehoert zu den Werkzeugen, die unauffaellig im Hintergrund bleiben, bis ein unbekanntes Archiv auftaucht.