7-Zip: kostenloses Packprogramm mit 7z-Format und AES-256
Zusammenfassung
7-Zip ist ein kostenloses Open-Source-Packprogramm, dessen 7z-Format auf LZMA und LZMA2 setzt und besser komprimiert als ZIP, während übliche Archivtypen lesbar bleiben.
Empfehlen- Name
- 7-Zip
- Version
- 26.03
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Open Source
- Webseite
- https://sparanoid.com/lab/7z/
- Aktualisiert
- 2026-10-06 21:02
Ein Packprogramm um einen Algorithmus herum
7-Zip ist ein kostenloses Open-Source-Packprogramm, und bekannt ist es für seine Kompressionsrate. Das eigene 7z-Format setzt auf die Algorithmen LZMA und LZMA2, und das Ergebnis ist ein Archiv, das kleiner ausfällt als ein ZIP mit demselben Inhalt. Gegenüber ZIP und GZIP liegt der Unterschied bei etwa zwei bis zehn Prozent – ein Bereich, der zählt, wenn eine Datei über eine langsame Leitung geht statt auf einer Platte zu liegen.
Gepackt und entpackt werden 7z, XZ, BZIP2, GZIP, TAR, ZIP und WIM. Die Liste der Formate, die nur gelesen werden können, ist deutlich länger, und sie ist der Grund, warum ein Werkzeug mehrere ersetzt: AR, ARJ, CAB, CHM, CPIO, CramFS, DMG, EXT, FAT, GPT, HFS, IHEX, ISO, LZH, LZMA, MBR, MSI, NSIS, NTFS, QCOW2, RAR, RPM, SquashFS, UDF, UEFI, VDI, VHD, VMDK, WIM, XAR und Z. Einige davon sind überhaupt keine Archive im üblichen Sinn, sondern Datenträgerabbilder, Dateisysteme und Installer-Pakete – sie ohne vorheriges Einbinden öffnen zu können, spart einen Schritt, wenn nur hineingesehen werden soll. Als Kategorien statt als Liste gelesen sind es Datenträgerabbilder (DMG, ISO, VDI, VHD, VMDK, QCOW2), Dateisysteme (EXT, FAT, NTFS, HFS, SquashFS, CramFS), Start- und Partitionierungsstrukturen (MBR, GPT, UEFI), Installer- und Hilfepakete (MSI, NSIS, CAB, CHM, IHEX) sowie ältere Archivformate (AR, ARJ, LZH, RAR, RPM, XAR, Z, UDF).

Verschlüsselung, selbstentpackende Archive und die Shell
AES-256 steht für 7z und ZIP bereit, ein Archiv lässt sich also schützen, ohne das Werkzeug zu verlassen. Das 7z-Format kann außerdem selbstentpackende Archive erzeugen – der praktische Weg, etwas an jemanden zu schicken, der dafür nichts installieren soll.
Unter Windows bindet sich das Programm in den Datei-Explorer ein, Packen und Entpacken sind damit aus dem Kontextmenü erreichbar statt aus einem eigenen Fenster. Dahinter stehen ein vollwertiger Dateimanager und eine Kommandozeilenfassung für alles, was skriptgesteuert laufen muss; für den FAR Manager gibt es ein Plugin. Die Oberfläche ist in 87 Sprachen übersetzt. Wer den Rechner auf Deutsch betreibt, findet die Menüs also in seiner Sprache; bei Werkzeugen dieser Art ist das nicht selbstverständlich.

Plattformen
Die Windows-Fassung deckt 10, 8, 7, Vista und XP ab, dazu die Serverversionen von 2016, 2012, 2008 und 2003 zurück bis 2000. Für Linux und andere Posix-Systeme gibt es p7zip, eine Kommandozeilen-Portierung derselben Engine; Foren und Fehlermeldungen führt das Projekt bei SourceForge, wo auch die Systemanforderungen stehen.
Wie gut Text komprimiert wird
Tests mit Textdateien fallen gut aus: Das Archiv ist deutlich kleiner als das, was ein allgemeines ZIP für dieselbe Eingabe erzeugt. Genau dafür wurde LZMA entworfen, und genau dort zeigt sich der Kompromiss – die zusätzliche Rate wird mit Kompressionszeit bezahlt, weshalb es die schnelleren Einstellungen gibt.

Lizenz
7-Zip ist Open Source. Der größte Teil des Codes steht unter der GNU LGPL, einige Teile unter der BSD-3-Klausel-Lizenz, ein kleiner Teil ist durch die unRAR-Lizenz eingeschränkt. Es darf auf jedem Rechner verwendet werden, auch auf solchen, die kommerziell genutzt werden – damit ist die Frage beantwortet, die ein Büro zuerst stellt.
Für wen es sich lohnt
Wer Archive von anderen bekommt, braucht etwas, das alles öffnet, und das ist das Werkzeug, das dafür keine Lizenzabfrage stellt. Wer regelmäßig große Dateien verschickt, bekommt aus demselben Fenster einen kleineren Anhang. Und wer einen Ordner nach Zeitplan packen muss, ruft die Kommandozeilenfassung aus einem Skript auf, statt Dialoge durchzuklicken.