Microsoft Authenticator: der zweite Schluessel beim Anmelden
Zusammenfassung
Die eigene Pruef-Anwendung von Microsoft fuer das Telefon, die die zweite Bestaetigung beim Anmelden uebernimmt und auch eine Anmeldung ohne Passwort erlaubt; ein Generator fuer Einmalcodes ist eingebaut und arbeitet auch ohne Netz, und Konten anderer Anbieter finden ebenfalls Platz.
Empfehlen- Name
- Microsoft Authenticator
- Version
- 6.2609.6214
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- AndroidiOSWindows
- Aktualisiert
- 2026-10-13 11:06
Ein einmal abgeflossenes Passwort ist Aerger genug; eine Pruef-Anwendung sorgt dafuer, dass dieser eine Abfluss nicht reicht.
Warum das Telefon zum zweiten Schluessel wurde
Der Weg zu einem gestohlenen Konto ist meist schlicht. Ein Passwort ist irgendwo abgeflossen, und jemand hat es anderswo probiert. Die Zwei-Faktor-Pruefung sperrt diesen Weg, indem sie neben dem Passwort eine weitere Bestaetigung verlangt, und diese Bestaetigung entsteht auf einem Geraet, das die Person bei sich traegt.
Microsoft Authenticator ist die eigene Pruef-Anwendung des Unternehmens fuer das Telefon, auf der Produktseite beschrieben als Werkzeug zum Pruefen ueber Anwendungen und Konten hinweg. Ein Detail dieser Einordnung lohnt einen Blick: Die Konten, die aufgenommen werden, sind nicht auf die eigenen beschraenkt. Persoenliche, berufliche, schulische und die anderer Anbieter koennen alle in derselben Liste stehen. Sie verhaelt sich also wie eine allgemeine Pruef-Anwendung und nicht wie ein Zubehoer zu einem bestimmten Kontosystem.
Mehrere Arten, die eigene Person zu bestaetigen
Am haeufigsten genutzt wird die Freigabe per Mitteilung. Beim Anmelden wird das Passwort eingegeben, auf dem Telefon erscheint ein Hinweis, und ein Tippen beendet die Pruefung. Die offizielle Beschreibung dieses Mechanismus ist schlicht: Er legt eine Schutzschicht ueber die Anmeldung und wird meist Zwei-Schritt- oder Zwei-Faktor-Pruefung genannt.
Die zweite Art ist ein Einmalcode. Die Anwendung bringt einen Generator fuer Sicherheitscodes mit, der nach Zeit weiterlaeuft, und die offizielle Notiz betont, dass solche Codes auch ohne Netz auf dem Geraet funktionieren. Sie als Rueckfall zu verstehen trifft es am besten: Wenn das Netz fehlt oder die Mitteilung nicht ankommt, bringt das Eintippen der Ziffern die Anmeldung trotzdem zu Ende.
Die dritte Art stuetzt sich auf das Geraet selbst. Die Anwendung kann ein Telefon als vertrauenswuerdig eintragen und die Bestaetigung einem Zertifikat ueberlassen, ein Weg, der bei Konten innerhalb einer Organisation haeufiger vorkommt. Drei Wege nebeneinander erlauben Fehler: Ist einer voruebergehend nicht gangbar, bleibt eine andere Tuer.
Eine vierte Nutzung geht weiter, naemlich die Anmeldung ohne Passwort. Die offizielle Seite stellt Zwei-Faktor und passwortlos schon im ersten Absatz nebeneinander, und die zweite Variante laesst den Passwortschritt ganz weg, sodass nur die Bestaetigung auf dem Geraet bleibt. Sie passt zu allen, die das Tippen von Passwoertern satt haben, unter der Bedingung, dass der Weg ueber das Geraet vorher eingerichtet ist.
Kostenlos, und wo die Plattformgrenze liegt
In beiden Laeden ist die Anwendung kostenlos. Der Eintrag fuer Android zeigt mehr als hundert Millionen Installationen und eine Bewertung um vier Komma sechs; die Seite fuer Apple liefert ebenfalls ein Preisfeld von null. Kostenlos ist hier keine befristete Probe, sondern die Form, die sie immer hatte.
Die Plattformgrenze muss man deutlich sagen. Der Kern ist eine Anwendung fuer das Telefon, und die offizielle Produktseite ist mit Telefon-Pruefer betitelt, weshalb der taegliche Gebrauch ohne Telefon nicht zu trennen ist. Im Microsoft-Laden gibt es zwar auch eine Verteilung fuer Windows, sie aber als eigenstaendigen Pruefer fuer den Rechner zu behandeln waere ein Missverstaendnis.
Punkt | Offizielle Angabe |
|---|---|
Aktuelle Fassung | Android 6.2609.6214 (21. September 2026) / iOS 6.8.56 (29. September 2026) |
Arten der Pruefung | Freigabe per Mitteilung, Einmalcode, Pruefung per Zertifikat, Anmeldung ohne Passwort |
Konten | Microsoft-Konten sowie persoenliche, berufliche, schulische und fremde Anbieter |
Plattformen | Android und iOS, dazu eine eigene Verteilung fuer Windows |
Preis | kostenlos |
Zwei Gewohnheiten sollte man vor dem Einrichten klaeren. Die erste ist Geraetewechsel und Neuinstallation: Der Pruefer haengt am Geraet, also muss der Umzug abgeschlossen sein, bevor das alte Telefon weggeht, sonst endet der Bestaetigungsweg darauf einfach. Die zweite ist ein Rueckfallweg: mindestens eine Alternative behalten, einen Einmalcode oder ein zweites eingetragenes Geraet, damit ein einzelner versperrter Eingang nicht draussen laesst.
Ein Pruefer beantwortet die Frage, wer man ist, und das ist Grund genug, ihn einmal sorgfaeltig einzurichten und dann in Ruhe zu lassen.
Eine gangbare Reihenfolge: zuerst das Konto der Arbeit oder der Schule aufnehmen und pruefen, dass Mitteilungen ankommen, dann Konten anderer Plattformen nachziehen; dazu einen Satz Einmalcodes als Rueckfall behalten und die Liste von Zeit zu Zeit durchgehen, um nicht mehr genutzte Konten zu entfernen.