Keeper Password Manager: Tresor mit Zero-Knowledge-Verschluesselung und Passkeys
Zusammenfassung
Ein Verwalter fuer Passwoerter und Passkeys auf Basis von Zero-Knowledge-Verschluesselung: Ver- und Entschluesseln geschieht auf dem eigenen Geraet, der Dienst speichert nur Geheimtext. Erweiterungen und native Programme oeffnen denselben Tresor, die kostenlose Stufe ist auf zehn Eintraege und ein Mobilgeraet begrenzt.
Empfehlen- Name
- Keeper Password Manager
- Version
- 20261011
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- WindowsmacOSLinuxAndroidiOS
- Webseite
- https://www.keepersecurity.com/
- Aktualisiert
- 2026-10-12 11:09
Ist das Merken der Passwoerter an ein Werkzeug abgegeben, bleibt als einziges Geheimnis das Hauptpasswort.
Was im Tresor liegt, liest sonst niemand
Keeper Password Manager verwaltet Passwoerter und Passkeys. Die offizielle Formulierung der Kernaufgabe ist direkt: Passwoerter und Passkeys sicher anlegen und aufbewahren und sie an jedem Ort und auf jedem Geraet erreichen. Getragen wird das vom Sicherheitsmodell, das als Zero Trust und Zero Knowledge beschrieben wird, sodass nur der Kontoinhaber an die abgelegten Daten kommt.
Zero Knowledge ist hier kein Werbesatz, denn die technischen Hinweise verorten es an einer konkreten Stelle: Ver- und Entschluesseln geschehen immer auf dem Geraet des Nutzers, der Dienst behaelt nur Geheimtext. Weder Schluessel noch Klartext verlassen das Endgeraet. Bei einem Werkzeug dieser Art wiegt dieser eine Punkt schwerer als die Laenge der Funktionsliste, weil er bestimmt, wie viel im schlimmsten Fall verloren geht.
Was das praktisch heisst, laesst sich deutlich sagen. Bei einem Einbruch beim Anbieter verlaesst eine Menge unlesbarer Saetze das Haus, aber nicht das Material, um sie zu lesen. Das macht einen Vorfall nicht harmlos und schuetzt nicht vor einem schwachen Hauptpasswort, doch es wandelt die Form des Ungluecks von einem Datenabfluss in einen Zwischenfall.

Der Tresor ist von ueberall erreichbar
Ob es sich gut anfuehlt, entscheidet sich daran, ob ein Nachweis ohne Erklaerung zur Hand ist. Es gibt Erweiterungen fuer den Browser, dazu native Programme fuer Mac, Windows und Linux sowie Clients fuer iOS und Android, und der Tresor wird ohne manuelles Nachziehen zwischen den Geraeten abgeglichen. Ein am Telefon gespeicherter Eintrag steht am Rechner im naechsten Moment bereit, und das entscheidet, ob das Werkzeug die alte Gewohnheit des Tippens aus dem Kopf wirklich ersetzen kann.
Die Abdeckung der Zugaenge bestimmt, wie oft es tatsaechlich benutzt wird. Die Desktop-Seite ist fuer jedes System ein eigenes Programm und keine eingepackte Webseite, was bei etwas, das im Hintergrund laufen und dutzendfach am Tag aufgerufen werden muss, einen Unterschied macht. Die Erweiterung sitzt im Browser, wo die meisten Anmeldungen noch beginnen.
Punkt | Angaben des Projekts |
|---|---|
Inhalt | Passwoerter und Passkeys |
Sicherheitsmodell | Zero Trust und Zero Knowledge, Verschluesselung lokal |
Desktop | eigene Programme fuer Mac, Windows und Linux, dazu Browser-Erweiterungen |
Mobil | iOS und Android mit sofortigem Abgleich |
Konformitaet | SOC 2 Type 2, SOC 3, ISO 27001, 27017 und 27018 |
Kostenlos | ein Mobilgeraet, bis zu zehn Eintraege |

Wo die kostenlose Stufe endet und die bezahlten beginnen
Fuer Einzelpersonen gibt es eine Stufe zum Preis von null, begrenzt auf ein Mobilgeraet und zehn gespeicherte Eintraege. Dieser Umfang reicht, um Oberflaeche und Abgleich kennenzulernen, und er wird erreicht, sobald mehr als eine Handvoll alltaeglicher Konten dazukommt.
Die bezahlte Seite laeuft auf zwei Linien. Das Hilfezentrum nennt das Flaggschiff Unlimited mit 42,99 US-Dollar im Jahr und den Familientarif mit 91,99 US-Dollar im Jahr, beide jaehrlich abgerechnet. In einem Haushalt mit mehreren Personen ist die Familienlinie je Kopf meist guenstiger als einzelne Abos, und das ist der uebliche Grund, sie zu waehlen.
Die Nachweise zur Konformitaet sind das zweite Argument. Laut Projekt bestehen Zertifizierungen nach SOC 2 Type 2 und SOC 3 sowie nach ISO 27001, 27017 und 27018. Die ersten beiden pruefen, wie der Anbieter seine eigenen Ablaeufe steuert, die drei ISO-Normen decken Informationssicherheitsmanagement, Sicherheit von Cloud-Diensten und den Umgang mit personenbezogenen Daten in der Cloud ab. Sie beantworten verschiedene Fragen, und fuer ein Team, das einem Kunden oder einem Pruefer den Umgang mit Daten erklaeren muss, wiegen Ergebnisse Dritter mehr als eine Selbstbeschreibung.
Je weniger man selbst behalten muss, desto naeher kommt das Ganze an Verlaesslichkeit.
Ein paar Hinweise. Zuerst auf der kostenlosen Stufe das Hauptpasswort und den Abgleich einueben und erst erweitern, wenn die Nutzung ueber mehrere Geraete selbstverstaendlich ist. Das Hauptpasswort im Kopf und zusaetzlich auf einer Offline-Kopie halten, denn ohne es kann niemand den Tresor wiederherstellen. Und wo ein Team Nachweise teilt, auf einen Tarif mit Freigabe und Rechten wechseln, statt ein Konto weiterzureichen.