LastPass: ein verschluesselter Speicher statt eines Kopfes voller Passwoerter
Zusammenfassung
LastPass haelt Zugangsdaten, Zahlungsangaben und private Notizen in einem verschluesselten Speicher, der sich mit einem Hauptpasswort oeffnet, fuellt Anmeldefelder aus der Browsererweiterung und markiert schwache oder mehrfach benutzte Angaben.
Empfehlen- Name
- LastPass
- Version
- 4.155
- Preis
- Kostenpflichtig
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- WindowsmacOSLinux
- Webseite
- https://www.lastpass.com/
- Aktualisiert
- 2026-10-05 14:51
Viele gemerkte Passwoerter gegen eines tauschen
Sobald die Zahl der Konten eine gewisse Grenze ueberschreitet, zeigen sich zwei Gewohnheiten. Die eine ist, ein paar leicht zu merkende Passwoerter mehrfach zu benutzen; die andere, jeden Browser seinen eigenen Vorrat halten zu lassen. Eine Passwortverwaltung aendert die Verteilung des Gedaecntnisses: alle Angaben wandern in einen verschluesselten Speicher, und zu merken bleibt nur das Hauptpasswort, das ihn oeffnet.
LastPass gehoert zu den frueheren Werkzeugen dieser Art. Die Browsererweiterung ist der Haupteingang - ist sie einmal da, geschehen Speichern und Ausfuellen in den Anmeldefeldern gewoehnlicher Seiten, und dort findet die Arbeit tatsaechlich statt.
Was der Speicher ausser Passwoertern haelt
Neben Zugangsdaten bewahrt er Zahlungsangaben und Adressen, Ausweis- und Mitgliedsnummern sowie reine Notizen - das WLAN-Passwort, das nie in einem Anmeldefeld erscheint, braucht auch einen Platz. Alles liegt in einem durchsuchbaren Speicher, Eintraege lassen sich anlegen, aendern und loeschen, und Ordner uebernehmen das Aufraeumen.
Er arbeitet nach dem Zero-Knowledge-Modell: Ver- und Entschluesselung geschehen vor Ort, auf dem Server liegt Geheimtext, und das Hauptpasswort selbst wird serverseitig nie gespeichert. Auf dieser Behauptung ruht der ganze Entwurf, und sie ist es auch, die man verstehen sollte, bevor man irgendeinem Werkzeug dieser Gattung traut - waere das Hauptpasswort gespeichert, waere der Speicher nur eine Datenbank mit besseren Manieren.
Erzeugen, pruefen, bestaetigen
Der eingebaute Erzeuger ist dafuer da, die alten Passphrasen zu ersetzen, die seit Jahren mehrfach benutzt werden. Er bildet zufaellige Zeichenketten nach Laenge und Zeichenart, und bei der Anmeldung auf einer neuen Seite entsteht die Zeichenkette in der Erweiterung und wird dort gespeichert, sodass das Passwort weder ueber die Zwischenablage noch ueber einen Zettel auf dem Tisch laeuft.
Dazu kommt eine Pruefung, die schwache oder mehrfach benutzte Angaben im Speicher markiert, wodurch aus einem allgemeinen Vorsatz eine Liste mit Namen wird. Das Konto selbst laesst sich mit einem zweiten Faktor versehen: neben dem Hauptpasswort ein wechselnder Code oder ein Hardwareschluessel. Das Teilen hat einen engeren Zweck - eine einzelne Angabe an ein Familienmitglied oder eine Kollegin weiterzugeben, ohne sie im Klartext durch ein Chatfenster zu schicken.
Was die freie Fassung umfasst
Die freie Fassung deckt den Kern ab: unbegrenzt gespeicherte Passwoerter, Speichern und Ausfuellen, Erzeuger und zweiter Faktor, mit einer Einschraenkung - sie ist auf eine einzige Art von Geraet begrenzt. Abgleich ueber alle Geraete, Teilen, verschluesselter Dateispeicher und Notfallzugang gehoeren zum Abonnement.
Zwei Ratschlaege haben mit der Software nichts zu tun. Das Hauptpasswort lang und anders als alles andere machen, und den Weg zur Kontowiederherstellung vorher einrichten, denn dasselbe Modell, das den Speicher sicher macht, haelt einen auch draussen, wenn man das eine wichtige Passwort vergisst.
Das Werkzeug ist nur die Haelfte der Sache. Die andere Haelfte sind die paar Minuten, in denen man das Hauptpasswort ordentlich waehlt und einen zweiten Faktor anhaengt - und diese Minuten unterscheiden einen Speicher von einer etwas aufgeraeumteren Version derselben alten Gewohnheiten.
Der Wert einer Passwortverwaltung liegt darin, das Merken aus einem menschlichen Kopf in einen verschluesselten Speicher zu verlegen und dabei jede Seite mit einem Passwort zu versehen, das den anderen nicht gleicht. Das Werkzeug ist die eine Haelfte; die andere ist die Geduld, die man fuer Hauptpasswort und zweiten Faktor aufbringt.
Wenn die freie Fassung auf eine Art von Geraet begrenzt ist, ist das keine Frage nach dem Werkzeug. Man waehlt die Art, an der man sich wirklich am haeufigsten anmeldet - meist das Telefon - und akzeptiert, dass die anderen vorerst Handarbeit bleiben, bis man entscheidet, dass das Abonnement seinen Platz verdient.
Eine Gewohnheit gehoert benannt, weil sie der uebliche Weg ist, auf dem diese Ordnung auseinanderfaellt: das Hauptpasswort oder die Wiederherstellungscodes niemals in den Speicher selbst legen. Die gehoeren auf ein Blatt in eine Schublade oder an einen Ort, der nicht von dem abhaengt, was sie schuetzen.