Samba 4.25.0: die Open Source Suite fuer SMB und CIFS
Zusammenfassung
Eine Suite fuer Datei und Druckerfreigaben unter Linux und Unix, die SMB und CIFS umsetzt und solche Rechner in eine Active Directory Umgebung einbindet. Fassung 4.25.0 erschien im September 2026, die Reihe 4.24 wird weiter gepflegt.
- Name
- Samba
- Version
- 4.25
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Open Source
- Betriebssystem
- LinuxmacOS
- Webseite
- https://www.samba.org/
- Aktualisiert
- 2026-10-13 23:52
Die Freigabe in der Ecke eines Bueroetags haengt meist an einem Protokoll, das seit zehn oder mehr Jahren still seinen Dienst tut.
Zwei Systemwelten am selben Tisch
Dass in einem Firmennetz Rechner mit unterschiedlichen Systemen stehen, ist der Normalfall. Arbeitsplaetze neigen zur einen Seite, waehrend die Rechner, die Daten speichern, Dienste betreiben und Sicherungen ablegen, oft zur anderen gehoeren. Damit beide Seiten an dieselben Dateien und Drucker kommen, braucht es ein Protokoll, das beide akzeptieren. Die Dateifreigabe wurde zuerst von einer Seite festgelegt, also braucht die andere eine Umsetzung, die die Regeln uebersetzt.
Samba uebernimmt genau diese Rolle. Die offizielle Beschreibung nennt es die Standard Suite fuer Zusammenarbeit unter Linux und Unix und ergaenzt, dass sie zu den vollstaendigeren Open Source Umsetzungen von Protokollen wie SMB und Active Directory gehoert. Anders gesagt ist es keine neue Art der Freigabe, sondern eine vollstaendige Umsetzung des Protokolls, das die andere Seite ohnehin spricht.
Konkret umfasst das Datei und Druckerdienste, wobei die offiziellen Angaben Sicherheit, Stabilitaet und Geschwindigkeit betonen und die Unterstuetzung der verschiedenen SMB Clients sowie mehrerer anderer Systeme nennen. In einer gemischten Umgebung heisst das: keine Dateien mehr zwischen Systemen hin und her kopieren, nur um sie zu teilen. Verzeichnisse und Drucker lassen sich von beiden Seiten gleichzeitig nutzen.
Zwei Rollen in einer Domaene
Der alltaeglichere Einsatz im Betrieb ist der Platz in den Verzeichnisdiensten. Laut Dokumentation lassen sich Linux und Unix Server und Arbeitsplaetze in eine Active Directory Umgebung einbinden, wobei Komponenten die Uebersetzung von Identitaeten und Rechten uebernehmen. Da Konten und Rechte meist zentral verwaltet werden, koennen sich an so eingebundenen Rechnern dieselben Konten anmelden, ohne dass parallel eine lokale Benutzerliste gepflegt werden muss.
Zur Wahl stehen zwei Rollen. Die eine ist ein Mitgliedsserver, der einer bestehenden Domaene beitritt, freigegebene Verzeichnisse und Drucker bereitstellt und die dort definierten Konten und Regeln nutzt - die haeufigste Form. Die andere ist ein Domaenencontroller, der die Arbeit mit Konten und Rechten selbst uebernimmt. Fuer eine kleine Umgebung mit begrenztem Budget und dem Wunsch nach zentraler Kontenverwaltung entfaellt damit der Kauf eines eigenen Servers.
Das Projekt bietet seit 1992 Datei und Druckerdienste an, und es hat so lange Bestand, weil Beitragende in verschiedenen Regionen die Pflege einzelner Module aufteilen. Die offizielle Darstellung beschreibt Entwicklung und Wartung durch eine aktive weltweite Gemeinschaft und nennt die Mitgliedschaft in der Software Freedom Conservancy, einer gemeinnuetzigen Organisation, die rechtliche und administrative Unterstuetzung leistet, damit die Fortfuehrung nicht allein an den persoenlichen Plaenen weniger Verantwortlicher haengt.
Rhythmus der Fassungen und Bezug
Die offizielle Nachrichtenseite listet Veroeffentlichungen nach Datum, und ein Rhythmus wird sichtbar: Hauptfassungen erscheinen mit einigen Monaten Abstand, dazwischen Sicherheitsaktualisierungen und kleinere Korrekturen. Aktuell ist Hauptfassung 4.25.0, veroeffentlicht am 24. September 2026, waehrend die vorherige Reihe 4.24 weiter gepflegt wird und mit 4.24.8 vom 12. Oktober 2026 ihre neueste Fassung hat.
Ein Einsatz muss nicht sofort auf die neueste Hauptnummer springen. Auf einem gepflegten Zweig zu bleiben ist ebenso vernuenftig, zumal dort, wo nur Grundfunktionen wie freigegebene Verzeichnisse und Drucken genutzt werden: die neuen Moeglichkeiten einer Hauptfassung bleiben oft ungenutzt, waehrend die mitgebrachten Aenderungen an der Konfiguration Zeit zum Pruefen kosten. Der Quelltext wird im offiziellen Downloadbereich als komprimiertes Archiv verteilt, samt Signaturdateien und oeffentlichen Schluesseln zur Pruefung der Vollstaendigkeit; die meisten grossen Distributionen fuehren es als eigenes Paket, sodass die Paketverwaltung des Systems genuegt.
Punkt | Offizielle Angabe |
|---|---|
Hauptfassung | 4.25.0 (24. September 2026) |
Gepflegter Zweig | Reihe 4.24, neueste 4.24.8 (12. Oktober 2026) |
Systeme | Linux und Unix artige Systeme |
Protokolle | SMB und verwandte Active Directory Protokolle |
Rollen | Domaenencontroller oder Mitgliedsserver |
Lizenz | GNU General Public License |
Die Freigabe zwischen Systemen einer seit Jahren gepflegten Umsetzung zu ueberlassen ist ruhiger, als jedes Mal eine Loesung zu improvisieren.
Ein paar Hinweise: zuerst festlegen, welche Rolle ein Rechner uebernimmt, denn Mitgliedsserver und Domaenencontroller unterscheiden sich in der Konfiguration deutlich, und diese Entscheidung vorab spart Umwege; die Rechte freigegebener Verzeichnisse an den vorhandenen Benutzern und Gruppen des Verzeichnisdienstes ausrichten statt eine zweite Kontenwelt zu bauen; und vor einer Aktualisierung in einer Testumgebung Einbinden und Drucken durchspielen, bevor die Produktion bewegt wird.