ExpanDrive: Cloud Dienste und eigene Server als Laufwerk einbinden

Zusammenfassung

Ein Werkzeug, das Cloud Speicher als lokales Laufwerk einbindet, sodass Dropbox, Google Drive und S3 im Finder und im Explorer erscheinen. Dateien werden bei Bedarf geladen, ein Zwischenspeicher fuer offline liegt bereit. Es gibt Fassungen fuer Windows und macOS.

Name
ExpanDrive
Version
7.6.3
Preis
Kostenpflichtig
Open Source
Proprietär
Betriebssystem
WindowsmacOS
Aktualisiert
2026-10-16 22:18

Derselbe Cloud Speicher fuehlt sich wie zwei verschiedene Dinge an, je nachdem ob man ueber den Browser oder ueber den Finder darauf zugreift.

Cloud Speicher wird zur lokalen Platte

Die Dateien liegen in der Cloud, doch um an sie zu kommen, muss man den Browser oeffnen und Uploads und Downloads hin und her schieben. Auf Dauer wird das laestig. ExpanDrive geht einen anderen Weg: die offizielle Beschreibung fasst es so zusammen, dass Dropbox, Google Drive, S3, SharePoint, SFTP und aehnliche Dienste als lokale Laufwerke unter macOS, Windows und Linux eingebunden werden. Nach dem Einbinden erscheinen die entfernten Dateien im Finder oder im Explorer, und jedes Programm auf der Maschine oeffnet sie wie eine gewoehnliche Datei.

Die Dokumentation betont, dass nach Bedarf gearbeitet wird. Dateien werden als Strom geladen und erst bei Bedarf von der Gegenseite geholt, statt zuerst ein ganzes Verzeichnis herunterzukopieren. So sammelt sich keine grosse zweite Fassung auf der Platte. Das unterscheidet es vom ueblichen synchronisierenden Netzlaufwerk und passt gut zu Maschinen, deren lokaler Platz ohnehin knapp ist.

Der Gewinn liegt darin, dass niemand umlernen muss. Wer lokale Ordner gewohnt ist, behaelt Aufraeumen, Ziehen und Speichern unter unveraendert; die Dateien liegen nur eben in der Cloud. Fuer ein Team, das mit mehreren Anbietern gleichzeitig zu tun hat, entfaellt das Springen zwischen den einzelnen Programmen.

Ansicht

Abgedeckte Protokolle und der Zwischenspeicher

Die Breite der Anbindung ist der zweite rote Faden. Die Seite nennt rund fuenfzehn Cloud Anbindungen, darunter Amazon S3, Google Drive, OneDrive, Dropbox, Box, Backblaze B2 und Wasabi, dazu allgemeine Endpunkte fuer SFTP, FTP und WebDAV. Fuer ein Team, das mehrere Clouds nutzt und zugleich eigene Server braucht, deckt ein Werkzeug alles ab, statt fuer jeden Dienst ein eigenes Programm zu installieren.

Fuer die Arbeit ohne Netz ist gesorgt. Die Dokumentation beschreibt einen klugen Zwischenspeicher: benoetigte Dateien lassen sich als offline halten markieren und werden nach der Rueckkehr der Verbindung zurueckgespielt, auf unterstuetzten Grundlagen bleiben sogar frueher Fassungen erhalten. Ist das Netz auf einer Reise wackelig, laesst sich das Material vorher lokal festhalten und die Arbeit geht weiter, bis die Verbindung wieder steht.

Dazu kommt eine Fassung fuer Server, die als Systemdienst unter Windows Server und Linux laeuft und den Cloud Speicher netzweit als Netzlaufwerk fuer jeden Nutzer und jeden Prozess bereitstellt. Im Rechenzentrum, wo mehrere Maschinen denselben Zugang brauchen, spart das Arbeit.

Lizenzmodell und aktuelle Ausgabe

Die Lizenz hat eine Wende hinter sich. Die Seite erklaert, ExpanDrive sei frueher pro Arbeitsplatz verkauft worden, 2004 gegruendet und ueber zwanzig Jahre gelaufen; im Januar 2024 wurde es von der Muttergesellschaft uebernommen, und nach einer Uebergangszeit gilt seit April 2025 ein neues Modell. Es bringt private Nutzung und kleine Teams in einen grosszuegigeren Bereich, fuer eine einzelne Person, einen Haushalt und Teams bis zu einer gewissen Groesse; darueber hinaus ist ein Angebot fuer Teams der naechste Schritt.

Aktuell ist Version 7.6.3, sichtbar auf der Startseite und auf der Seite fuer die Server Fassung. Fuer den Schreibtisch gibt es Fassungen fuer Windows und macOS, und Linux hat eigene signierte Pakete. Wer es einfuehren will, gleicht zuerst den Lizenzumfang mit der eigenen Groesse ab und entscheidet dann ueber den Weg.

Punkt

Offizielle Angabe

Aktuelle Version

7.6.3

Lizenz

Proprietaer, Modelle fuer Einzelne und Teams

System

Windows und macOS, dazu Linux

Anbindungen

Rund 15 Cloud Dienste, auch Objektspeicher und eigene Server

Protokolle

SFTP, FTP und WebDAV

Arbeitsweise

Strom nach Bedarf, dazu ein kluger Zwischenspeicher

Kommen die Dateien aus der Cloud zurueck in lokale Ordner, bleiben viele alte Gewohnheiten unangetastet.

Fuer die Praxis: die paar Dienste, die man wirklich nutzt, in einem Zug einbinden und danach wie gewohnt ueber Ordner arbeiten. Ist der lokale Platz knapp, das Laden nach Bedarf walten lassen, statt ganze Laufwerke zu kopieren. Material, das oft offline gebraucht wird, vorher als offline halten markieren. Und bevor ein Team den Lizenzumfang sprengt, das Team Angebot lesen und abwaegen, ob ein Wechsel sinnvoll ist.

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Unterstützte Systeme: Windows macOS