Microsoft Edge ist schon vorhanden und haelt zwanzig offene Tabs davon ab, den Rechner zu fressen
Zusammenfassung
Der Chromium-Browser, der mit Windows kommt, mit Tab-Suche, vertikalen Tabs, schlafenden Hintergrund-Tabs, geteilter Ansicht und Anmeldung per Passkey.
Empfehlen- Name
- Microsoft Edge
- Version
- 153.0.4234.48
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- WindowsmacOSLinuxiOSAndroid
- Webseite
- https://www.microsoft.com/edge
- Aktualisiert
- 2026-10-06 02:31
Schon vorhanden und nutzbar, bevor irgendetwas geladen wird
Auf einem Windows Rechner ist Microsoft Edge einfach da. Es gibt kein Paket zu holen und keinen ersten Start zu ueberstehen: Der Browser oeffnet auf einer Chromium Grundlage, und die Erweiterungen, auf die man sich ohnehin verlaesst, kommen in einem Schritt aus dem Laden zurueck. Lesezeichen, gespeicherte Kennwoerter und der Verlauf folgen dem Konto von Geraet zu Geraet, sodass eine auf dem Notebook offen gelassene Seite eine Minute spaeter auf dem Telefon weitergeht. Fuer Windows, macOS, Linux, iOS und Android gibt es eigene Fassungen, und erst damit wird diese Uebergabe moeglich. In der Werkzeugleiste sitzt ein Copilot Einstieg, um Fragen zur gerade sichtbaren Seite zu stellen oder sich den Inhalt zu einer Zusammenfassung verdichten zu lassen. Im September 2026 erhielt der stabile Kanal weiterhin regelmaessig Sicherheits- und Funktionsaktualisierungen, die mitgelieferte Loesung ist also nicht die vernachlaessigte.

Einen verlorenen Tab zurueckholen und Platz fuer die anderen schaffen
Zwanzig Tabs sind fuer viele ein normaler Arbeitstag, und die Werkzeuge hier richten sich an dieser Wirklichkeit aus, nicht an einer aufgeraeumten Sitzung mit drei Tabs. Ein Pfeil am linken Rand der Leiste oeffnet eine Suche: Ein paar Buchstaben genuegen, und der Browser durchsucht sowohl die offenen als auch die kuerzlich geschlossenen Tabs, was schneller ist als das Abtasten der Leiste mit der Maus. Vertikale Tabs verlegen die gesamte Leiste an die Seite des Fensters und geben die Breite an die Seite selbst zurueck, und sobald die Zahl ueber ein Dutzend steigt, liest sich eine lange Liste tatsaechlich besser als eine Reihe schrumpfender Reiter. Sammlungen gehen einen dritten Weg und legen Seiten, Bilder und Textausschnitte in einem Feld ab, das Sitzungen ueberdauert, was angenehmer ist als dieselben Verweise in ein Notizdokument zu kleben.

Schlafende Tabs geben den Arbeitsspeicher zurueck
Ein Tab, der im Hintergrund bleibt, haelt Arbeitsspeicher, solange er lebt, und darin liegt der stille Grund, warum ein Rechner am Nachmittag zaehlt wird. Hier wird ein laenger ungenutzter Tab stillgelegt, und was er belegt hat, steht der Seite zur Verfuegung, die man gerade ansieht. Der Mechanismus ist sichtbar und nicht stumm: Beim Ueberfahren meldet ein Hinweis, ein inaktiver Tab habe 224 MB freigegeben, und ein Klick holt ihn mit unveraendertem Zustand zurueck, ein halb ausgefuelltes Formular oder eine gescrollte Position verschwindet also nicht. Daneben senkt ein Effizienzmodus Prozessor- und Speicherlast, und auf einem Notebook mit knappem Speicher zeigt sich das in weniger Stocken bei einer langen Leseliste.

Zwei Seiten in einem Fenster
Die geteilte Ansicht zerlegt das aktuelle Fenster in zwei Haelfte, mit je einer Seite und einem Trennstrich, der sich zum Anpassen des Verhaeltnisses ziehen laesst. Recherche links und Text rechts, oder zwei Angebote im direkten Vergleich, brauchen kein zweites Fenster zum Umschalten und keinen zweiten Bildschirm zum Anschliessen. Die Funktion belohnt einen breiten Bildschirm: Ist genug Breite vorhanden, bleiben beide Seiten gleichzeitig lesbar, und die Aufmerksamkeit springt nicht mehr zwischen ueberlappenden Rahmen hin und her. Auf einem schmalen Notebookpanel bleibt sie nutzbar, doch die beiden Haelfte beginnen um denselben Platz zu streiten.

Kennwoerter und der Weg zu Passkeys
Die Anmeldung ist der Teil eines Browsers, den man taeglich anfasst, und hier werden zwei Wege angeboten. Kontokennwoerter lassen sich im Browser speichern und automatisch eintragen, waehrend Seiten mit Unterstuetzung fuer Passkeys stattdessen einen Fingerabdruck, ein Gesicht oder die Geraete-PIN verlangen, anstelle einer Zeichenkette, die sich niemand merkt. Auf der Sicherheitsseite erscheint ein Reputationshinweis, wenn eine Seite oder ein Download zweifelhaft wirkt, und Verhalten ueber mehrere Seiten hinweg wird standardmaessig blockiert. Diese Einstellungen sind von Anfang an aktiv, und nach der Anmeldung mit demselben Konto auf einem anderen Rechner wandern sie mit, der Schutz muss also nicht auf jedem Geraet neu aufgebaut werden.

Fuer wen es passt und wo es noch stolpert
Fuer alle unter Windows ist dies die Loesung ohne Zusatzkosten: Der Browser gehoert zum System, es gibt keinen eigenen Download und keinen zusaetzlichen Platzverbrauch, und wer von einem anderen Chromium Browser kommt, nimmt Erweiterungen und Daten fast ohne Einarbeitung mit. Wer ohnehin Dutzende Tabs offen haelt oder einen Assistenten lieber im Browser als in einem eigenen Fenster moechte, spuert, wohin die Arbeit geflossen ist. Die Luecken sind ebenfalls real: Eine Minderheit regionaler Seiten und Dienste zieht langsamer nach, und wenn etwas nicht sauber dargestellt wird, ist der schnellste Ausweg oft, genau diese eine Seite woanders zu oeffnen.