Figma legt Design, Code und KI-Agenten auf eine Leinwand, Einstieg kostenlos

Zusammenfassung

Ein einziges Projekt trägt Entwurf, Prototyp und den Code, der daraus entsteht, und Agenten arbeiten im selben Raum wie das Team. Die kostenlose Stufe enthält 150 KI-Guthaben pro Tag, höchstens 500 im Monat.

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Name
Figma
Version
126.8.18
Preis
Kostenlos
Open Source
Proprietär
Betriebssystem
WindowsmacOSiOSAndroid
Aktualisiert
2026-10-06 08:16

Figma nennt sich selbst eine gemeinsame Leinwand für Design, Code und KI, und dieser Satz beschreibt inzwischen eher den Zustand des Produkts als einen Werbespruch. Zwei Gründer brachten die erste Fassung 2012 heraus, am 31. Juli 2025 ging das Unternehmen an die New Yorker Börse. Die Investorenseiten führen Zahlen von März 2025 an: 95% der fünfhundert größten amerikanischen Unternehmen nach Umsatz und 78% einer weltweiten Liste von zweitausend Firmen wickeln Design- und Produktarbeit darin ab.

Zehn Produktlinien, darunter eine einzige Datei

Startseite und Preisseite sortieren das Angebot sauber. Design vereint Entwurf und Prototyp an einer Stelle. Make macht aus einem Prompt Code. Weave ist ein KI-Arbeitsablauf für Bild, Video und Ton. Dev Mode übersetzt ein Design in Code. Motion kümmert sich um Bewegung, FigJam ist ein Whiteboard, Slides ein Werkzeug für Präsentationen, Draw eines für Vektorillustration, und Sites sowie Buzz tragen noch ein Beta-Etikett, das eine veröffentlicht responsives Webseiten, das andere erzeugt Markenmaterial in großer Zahl. Zehn Fähigkeiten klingen nach zehn Werkzeugen; tatsächlich teilen sie eine Datei, ein Designsystem und eine Bibliothek von Bausteinen.

Die KI sitzt auf der Leinwand, nicht in einem Nebenfenster

Figma zerlegt die Arbeit in drei Stufen. Zuerst das Erkunden: ein Agent öffnet neue Richtungen, zeichnet Diagramme, bearbeitet Bilder, sucht Dateien. Dann das Feilen, bei dem mehrere Richtungen nebeneinander liegen und das Team Einzelheiten gemeinsam mit dem Agent schärft. Zuletzt das Ausliefern, das ein Design in einen Prototyp mit Code dahinter verwandelt oder über einen MCP-Server in eine Produktivumgebung schiebt. Die Startseite formuliert es nüchtern: Kollegen und Agenten teilen denselben Kontext und arbeiten im selben Raum. Neben dem Agent nennt die Dokumentation Prompts, die eigene generative Erweiterungen schreiben, Prompts für eigene Shader und Füllungen, dazu Freistellen, Bild erweitern, Objekte trennen und automatisches Umbenennen von Ebenen.

Figma-Beispiel: Ein Agent wird per Prompt gebaut, der ein eigenes Diagramm-Plugin erzeugt, dazu das Panel zur Anpassung

Make macht aus einem Satz eine Seite, die läuft

Die offizielle Beschreibung von Make sagt, dass es eine Idee oder ein vorhandenes Design per Prompt in Prototypen und Webanwendungen verwandelt. Drei Bedingungen prägen das Werkzeug. Das Ergebnis trägt den eigenen Designkontext, vom Designsystem bis zu den Bildern. Es ist zugleich durch Code gestützt und sichtbar bearbeitbar, sodass man zwischen Code und Leinwand wechseln kann. Braucht ein Projekt ein Backend, liefert ein externer Dienst Anmeldung, Datenspeicher und private Schnittstellen, und das Fertige lässt sich unter einer eigenen Adresse veröffentlichen. Dazu kommt ein Planungsmodus, der vor der Erzeugung einen strukturierten Vorschlag vorlegt, sowie die Möglichkeit, Entwürfe, Bilder, Videos oder PDF-Dateien anzuhängen, den Prompt einzusprechen und eine Vorschau als Ebenen zurück auf die Leinwand zu holen.

Figma-Make-Beispiel: Ein Element wird in der Vorschau angeklickt und angewiesen, ein Video in die Landingpage zu setzen

Bilder entstehen aus einem vorbereiteten Ablauf plus einem Prompt

Der Einstieg für Bildgenerierung ist ein Beta-Werkzeug namens Weave. Man wählt einen Eintrag aus einer Liste vorbereiteter KI-Abläufe und bekommt Bilder oder Vektoren innerhalb von Figma, ohne das Fenster zu verlassen. Dieselbe Seite hält fest, dass man den Agent bitten kann, eine wiederverwendbare Erweiterung zu bauen, etwa auf die Bitte hin, eine Platte möge sich beim Abspielen drehen, worauf ein bedienbarer Plattenspieler entsteht. Auch ein eigener Shader lässt sich beschreiben, Unschärfe, Netzgradient oder Muster, und wird sofort auf die Leinwand gelegt. Allgemeine Grundmodelle und nachtrainierte Modelle treiben das an, und die Dokumentation betont den Schutz vertraulicher Inhalte sowie die Kontrolle von Administratoren über Training mit KI.

Figma-Beispiel: Ein bedienbarer Plattenspieler entsteht aus einem Prompt, die Platte soll sich beim Abspielen drehen

Vom Design zum Code führt ein MCP-Server

Figma stellt einen MCP-Server bereit, damit externe Agenten Designs lesen, darauf verweisen und darin handeln können, wodurch Designkontext in Programmierwerkzeuge wandert. Administratoren der Organisations- und Unternehmenstarife verwalten diese Verbindungen zentral über einen Identitätsanbieter. Zusammen mit Dev Mode und Code Connect zeigen Bausteine eines Designsystems direkt auf echten Code. Für Teams, die jahrelang zusehen mussten, wie Entwurf und Produktivstand auseinanderliefen, ist das derzeit das wertvollste Stück der Kette.

Kostenlose Stufe mit Guthaben, bezahlte Stufen nach Sitzplatz

Es gibt vier Tarife, abgerechnet in US-Dollar. Starter kostet nichts und enthält unbegrenzte Entwürfe, die Oberflächen-Bausätze und Vorlagen sowie 150 KI-Guthaben pro Tag bei einer Obergrenze von 500 im Monat. Professional wird je Sitzplatz berechnet: ein voller Sitzplatz kostet 16 US-Dollar im Monat mit 3000 Guthaben, ein Entwicklerplatz 12 US-Dollar und ein Platz für Mitwirkende 3 US-Dollar, jeweils mit 500 Guthaben. Organization verlangt 55 US-Dollar für den vollen Platz, Enterprise 90 US-Dollar. Guthaben lassen sich im ganzen Team teilen und nach Verbrauch oder im Abonnement bezahlen; im Unternehmenstarif verteilt die Verwaltung sie über Abteilungen hinweg und liest den Verbrauch über eine Schnittstelle aus.

Drei Grenzen, die vorher klar sein sollten

Guthaben werden verbraucht: Agent, Make und die Weave-Werkzeuge zehren davon, das kostenlose Kontingent endet bei 150 pro Tag und 500 im Monat, wer viel erzeugt, sollte vorher rechnen. Preise stehen in US-Dollar, Tarife und Zusätze ändern sich, also gilt die Preisseite am Kauftag und nicht ein Bildschirmfoto vom letzten Quartal. Mehrere Fähigkeiten tragen weiterhin ein Beta-Etikett, darunter das Weave-Werkzeug, generative Erweiterungen, Shader, der Agent selbst, Sites und Buzz, was für einen kleinen Versuch vor jedem Einsatz in der Produktion spricht.

Die Zusammenfassung schreibt sich selbst. Figma verkauft keinen weiteren Zugang, durch den KI Bilder erzeugt, sondern eine Leinwand, auf der Design, Prototyp, Code und Agent zusammentreffen. Einzelne beginnen kostenlos, ein Team legt Sitzplatz für Sitzplatz zu, und ein Design, an dem eine KI mitgearbeitet hat, nimmt denselben Weg bis in den Code.

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