CPU-Z 3.01: was in der Maschine wirklich steckt
Version 3.01
Zusammenfassung
CPU-Z 3.01 ist eine kostenlose Hardwarepruefung fuer Windows und meldet Prozessorname, Codename, Fertigung und Cache-Stufen, Hauptplatine und Chipsatz, Speichertyp, Groesse und Taktungen sowie den laufenden Takt je Kern.
Empfehlen- Name
- CPU-Z
- Version
- 3.01
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- Windows
- Aktualisiert
- 2026-10-05 10:47
CPU-Z ist eine kostenlose Hardwarepruefung fuer Windows, aktuell 3.01 mit Datum 2026-08-20. Die Aufgabe ist, die erkennenden Angaben der wesentlichen Geraete eines Systems zu sammeln: Prozessor, Hauptplatine, Arbeitsspeicher. Ein frisch zusammengebauter Rechner will seine Zusammenstellung bestaetigt sehen, ein gebrauchtes Teil will seine Identitaet belegt haben, ein Uebertakten will den Beweis, dass die Frequenz wirklich gehalten wird. Alle drei Faelle beginnen gleich, naemlich damit, dieses Programm laufen zu lassen und die Antwort zu lesen.
Was es berichten kann
Die veroeffentlichte Liste umfasst vier Bloecke. Auf der Prozessorseite stehen Name und Modellnummer, der interne Codename, die Fertigung, das Gehaeuse und die Cache-Stufen. Auf der Platinenseite stehen die Hauptplatine und der Chipsatz, der sie treibt. Auf der Speicherseite stehen Typ, Groesse, Taktungen und die Modulspezifikation, also der Inhalt des SPD-Bereichs auf dem Riegel selbst.
Der vierte Block ist die laufende Messung: die interne Frequenz jedes Kerns und die Speicherfrequenz, gemessen statt angenommen. Im Alltag ist das der Teil, der seinen Platz verdient. Last auf die Maschine geben und dann sehen, ob die Frequenz abfaellt, sagt mehr als jeder Nennwert auf einer Schachtel. Zur Unterstuetzung der Systeme sagt die Dokumentation klar, dass unter Windows 11 vollstaendige Unterstuetzung besteht.

Die Erkennung laesst sich getrennt lizenzieren
Die Maschine darunter ist nicht auf dieses kleine Werkzeug beschraenkt. Laut Dokumentation laesst sie sich in angepasster Form ueber ein Entwicklungspaket fuer Systeminformationen nutzen, ein professionelles Paket fuer die hier beschriebenen Desktopsysteme und fuer Android. Ein Entwickler, der Hardwareerkennung in sein eigenes Programm einbauen will, kann dort anfangen.
Nebenbei bemerkt: Die Navigation der Seite fuehrt einen eigenen Android-Einstieg, und dasselbe Paket wird auch fuer Android gebaut, sodass Prozessor- und Systemangaben ebenso von einem Telefon aus erreichbar sind. Es gibt ausserdem einen Kontozugang auf der Seite, gedacht fuer die Verwaltung der Online-Pruefung und fuer Dienste rund um angepasste Fassungen.
Fassungen und Downloads
Die klassische Fassung ist derzeit 3.01. Die Download-Eintraege sind nach Sprache und nach Art der Installation getrennt: Englisch und Chinesisch gibt es je als Paket mit Installation und als Archiv ohne, und beide decken eine 32-Bit- und eine 64-Bit-Ausgabe ab. Dazu kommen zwei Nebenlinien. Die erste ist eine Nostalgie-Fassung 1.04 fuer Windows 95 und 98, die noch Chipsaetze aus der zweiten Haelfte der neunziger Jahre abdeckt, die laengst vom Markt verschwunden sind. Die zweite ist eine Reihe herstellerspezifischer Fassungen auf Basis von 2.19 oder 2.20.2 fuer Leute mit Rechnern dieser Hersteller.
Eine Online-Pruefung wird ebenfalls angeboten: Ein Messlauf laesst sich in eine teilbare Befundseite verwandeln, und die Seite zeigt die juengsten Pruefungen im Laufband. Der Versionsverlauf nennt zu jeder Fassung ein Datum und die Aenderungen, und das Datum zu 3.01 ist der 2026-08-20.

Eine Frage, die oft kommt
In den haeufigen Fragen steht eine gute: Warum wird die Modulspezifikation eine Stufe niedriger gemeldet als auf dem Etikett steht. Die Erklaerung lautet, dass die theoretische Bandbreite aus der Zugriffszeit im SPD-Bereich berechnet wird, ausgewertet bei der hoechsten CAS-Latenz. Kommt dabei weniger heraus als angegeben, bedeutet das meist, dass die SPD-Angaben auf dem Modul nicht richtig geschrieben wurden, oder dass die angegebene Bandbreite bei der Spannung eines erweiterten Profils wie EPP oder XMP gilt und nicht bei der Standardspannung. Anders gesagt: Wenn die Zahl hoch oder niedrig ausfaellt, verdaechtige zuerst die Angaben auf dem Riegel und das erweiterte Profil, nicht das Werkzeug.
Ein Detail, das uebersehen wird, ist die Zahl der Versionslinien. Klassisch, nostalgisch und herstellerspezifisch laufen parallel und dienen verschiedenen Leuten: die klassische Fassung fuer einen Rechner, der jetzt gebaut wird, die nostalgische fuer die Pflege von etwas deutlich Aelterem, die Herstellerfassungen fuer Leute mit genau diesen Maschinen. Ein Einstieg zum Finden aelterer Fassungen bleibt ebenfalls erhalten, und den braucht man, wenn ein Problem auf einem bestimmten historischen Stand nachgestellt werden muss.
Was CPU-Z tut, ist schlicht: Prozessor, Hauptplatine, Speicher und laufende Frequenz in einem kleinen Werkzeug sammeln, kostenlos, ohne Installation, klein in der Groesse, sofort lesbar, sobald es laeuft. Sein Wert liegt nicht im Prunk, sondern darin, dass ein Blick hinein die Antwort gibt, sobald bestaetigt werden soll, ob eine Maschine ihrer Beschreibung entspricht.