Pixelmator Pro mit generativer Fuellung: Bereich waehlen, Veraenderung beschreiben

Zusammenfassung

Das Update im November laesst einen Bildbereich auswaehlen und in Worten beschreiben, was dort stehen soll; die Fuellung passt sich Licht und Perspektive an, kommt als Ebene und laesst die urspruenglichen Pixel unberuehrt.

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Name
Pixelmator Pro
Version
20261103
Preis
Kostenpflichtig
Open Source
Proprietär
Betriebssystem
macOSiPadOS
Aktualisiert
2026-11-03 23:00

Am laengsten dauert beim Retuschieren selten die Farbe. Es ist das Kabel, das aus dem Bild muss. Pixelmator Pro bietet jetzt einen anderen Weg hinein: den unerwuenschten Teil einkreisen, in einem Satz sagen, was dort stehen soll, und den Rest erledigen lassen.

Das Update haengt eine Beschreibung an die Fuellung

Apple hat Ende Oktober eine Runde von Aktualisierungen fuer Apple Creator Studio angekuendigt, und die Funktion, die Pixelmator Pro bekommt, heisst Generate Fill, also generative Fuellung. Der Ablauf ist direkt. Den zu aendernden Bereich auswaehlen, mit der eingebauten freien, schnellen oder magnetischen Auswahl sauber umrandet, dann die gewuenschte Aenderung in die Eingabe schreiben: das falsch geparkte Auto aus dem Hintergrund nehmen, eine Mauer mit Ziegeln ergaenzen, einen bedeckten Himmel gegen Abendrot tauschen. Das Programm erzeugt aus der Beschreibung neuen Inhalt und setzt ihn in den markierten Bereich.

Bereich auswaehlen und die Aenderung im Feld beschreiben
Bereich auswaehlen und die Aenderung im Feld beschreiben

Schwer ist nicht das Malen, sondern das Einpassen

Erzeugter Inhalt scheitert weniger am Aussehen als an der Zugehoerigkeit. Das Licht kommt von links, die Ergaenzung ist von rechts beleuchtet; der Boden ist von oben gesehen, das eingefuegte Objekt blickt in die Kamera. Laut Apple untersucht die Funktion das Bild rund um die Auswahl und gleicht Lichtrichtung, Perspektive und Oberflaechenstruktur an, damit die Ergaenzung als Teil des Fotos gelesen wird. Danach laeuft ein Durchgang zur Hochskalierung und hebt den erzeugten Bereich auf die Pixeldichte der Umgebung, statt einen weichen Fleck zu hinterlassen.

Das Ergebnis ist nicht zum Wegwerfen gebaut

Viele generative Werkzeuge platten das Ergebnis zu einem einzigen Bild ab, und ein misslungener Versuch heisst von vorn. Pixelmator Pro bleibt bei seiner Ebenenlogik: der erzeugte Inhalt laesst sich in eine bestehende Ebene einschmelzen oder als neue Ebene mit intelligenter Maske einsetzen, danach bleiben Lage und Deckkraft einstellbar und die Ebene laesst sich einfach loeschen. Die ganze Bearbeitung bleibt zerstoerungsfrei, Effekte, Fuellungen, Konturen und Schatten liegen auf Ebenen, ein Sinneswandel geht zurueck, ohne die urspruenglichen Pixel anzutasten. Wer in mehreren Runden abgibt, merkt das, weil eine Erzeugung selten schon die endgueltige Antwort ist.

Das Ergebnis landet auf einer Ebene und bleibt veraenderbar
Das Ergebnis landet auf einer Ebene und bleibt veraenderbar

Zeit spart eigentlich der Unterbau

Schaltet man jede intelligente Funktion ab, bleibt ein arbeitsfaehiger Editor. Ein Reparaturwerkzeug entfernt Staub und Flecken, ein Stempel kopiert Pixel fuer neue Struktur, und eine pinselbasierte lokale Korrektur hellt eine Stelle auf oder dunkelt sie ab. Auswahl und Maske erkennen feine Strukturen wie Haare und Fell und sparen das Nachzeichnen von Hand. Hochskalierung, Freistellen in einem Schritt, Entfernen von Streifen, automatische Verbesserung, automatischer Zuschnitt und automatisches Geraderuecken bleiben dauerhaft da und erledigen die wiederholtesten Schritte beim Abgeben in Mengen.

Bei den Formaten liest es mehr als siebenhundertfuenfzig Arten von RAW und kann eine RAW Datei als Ebene behandeln, ohne vorher zu konvertieren; auf der Vektorseite liest und schreibt es PSD, SVG und PDF und behaelt die Vektordaten beim Export. Video laesst sich ebenfalls als Ebene behandeln, maskiert, beschnitten und farblich angepasst mit derselben Logik wie ein Standbild. Nichts davon kam mit dem Update, aber genau das macht die generative Fuellung brauchbar, denn was eingefuellt wird, muss danach professionelle Retusche aushalten.

Effekte, Farbe und Ebenen in einem Arbeitsbereich
Effekte, Farbe und Ebenen in einem Arbeitsbereich

Zwei Wege zu zahlen

Pixelmator Pro gehoert jetzt zum Abonnement von Apple Creator Studio, das unter anderem Videoschnitt und Musikarbeit mit abdeckt: 38 Yuan im Monat oder 380 im Jahr fuer neue Nutzer, 18 Yuan im Monat oder 180 im Jahr fuer Schueler und Lehrkraefte, dazu dreissig Tage zum Testen. Wer nicht abonnieren will, kauft die Mac Fassung fuer 328 Yuan, mit einer fehlenden Funktion, einem Werkzeug zum Verzerren, das dem Abonnement vorbehalten bleibt. Fuer das iPad gibt es keinen Einzelkauf, dort gilt nur das Abonnement.

Wann es ankommt

Laut Apple kommt die Runde im November ueber den App Store, ohne Datum, und wer schon abonniert hat, bekommt sie ohne Zusatzkosten. Voraussetzung ist macOS 26 oder iPadOS 26; auf dem iPad braucht es einen M1 oder spaeter, oder ein neueres Modell wie das iPad (A16) oder das iPad mini (A17 Pro). Die generative Arbeit laeuft auf dem Geraet, deshalb liegt die Systemgrenze so hoch.

Eine Bearbeitung zwischen Mac und iPad hin und her tragen
Eine Bearbeitung zwischen Mac und iPad hin und her tragen

Wer vor allem Dinge aus dem Bild nimmt und Fehlendes ergaenzt, und das mehrmals pro Woche, sollte das Update im Auge behalten. Es presst einen Weg, der mehrere Werkzeuge und viel Ebenenwechsel brauchte, in eine Auswahl und einen Satz zusammen. Die Beurteilung bleibt die eigene: ob das Erzeugte hingehoert und bleiben soll, entscheiden am Ende die Augen vor dem Bildschirm.

Pixelmator ProDownload
Unterstützte Systeme: macOS iPadOS