LibreCAD: saubere Zeichnungen ohne Lizenzgebuehr

Zusammenfassung

Ein Programm fuer zweidimensionale Zeichnungen, das seit zwanzig Jahren eine Sache tut: Ebenen, Bloecke, Bemassung, Druck im Massstab, kaum Ansprueche an die Hardware.

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Name
LibreCAD
Version
2.2.1.5
Preis
Kostenlos
Open Source
Open Source
Betriebssystem
WindowsmacOSLinux
Aktualisiert
2026-10-08 21:16

Zeichnen ohne Vorauszahlung

Ein mechanisches Teil zeichnen, eine Vorlage fuer einen Laserschneider legen, oder den Grundriss einer Wohnung aufs Papier bringen? Kommerzielle Programme stellen eine Lizenzgebuehr vor die erste Linie. LibreCAD antwortet mit null: frei und offen, auf zweidimensionale Arbeit beschraenkt und sonst nichts, mit Ebenen, Bloecken, Bemassung und Druck im Massstab dort, wo eine Zeichnerin sie erwartet. Das Austauschformat wird nativ unterstuetzt, eine Zeichnung fuer die Werkstatt oder zurueck von einem Kollegen oeffnet sich also ohne Umweg.

Der letzte Punkt wiegt mehr als die Liste der Funktionen. Ein Zeichenprogramm ist nur brauchbar, wenn es Dateien mit denen tauscht, die das Teil tatsaechlich fertigen, und die Formate der Werkstaetten sind seit Jahrzehnten stabil. Zwanzig Jahre Nutzung durch eine Gemeinde sind hier das Argument, nicht eine Werbeseite.

Ansicht

Leicht genug fuer ein altes Notebook

Das Programm ist klein in einer Art, die technische Software selten hat. Die Ansprueche an die Hardware sind so niedrig, dass ein Notebook von vor zehn Jahren ohne Ruckeln zeichnet, und die Pakete fuer die drei Systeme bleiben bescheiden. Dateien oeffnen schnell, weil keine Bildberechnung warmlaufen muss, und eine Zeichnung mit einigen tausend Elementen scrollt wie ein Textdokument.

Die Oberflaeche folgt dem klassischen Aufbau fuer Zeichnungen statt einen neuen zu erfinden. Koordinaten ueber die Befehlszeile, Fangen auf Raster und Objektpunkte, Ebenenverwaltung und Eigenschaftenfelder verhalten sich so, wie jemand aus einem kommerziellen Paket es erwartet, und halten den Umstieg damit nahe bei null. Wer ganz neu anfaengt, folgt Anleitungen aus der Gemeinde und hat nach wenigen Tagen eine brauchbare Zeichnung, weil die Begriffe der zweidimensionalen Arbeit sich nicht veraendert haben.

Wo es sich wohlfuehlt

Mechanische Teile, Schneidwege, Moebelplaene, einfache Schaltplaene: die wohligen Zonen decken den meisten Alltag ab. Was es nicht versucht, sind dreidimensionale Modelle, parametrische Zwangsbedingungen oder die Tiefe einer Fertigungsnorm. Wer es als praezises zweidimensionales Werkzeug behandelt, wird nicht enttaeuscht; wer eine komplette Konstruktionsumgebung erwartet, schon.

Das Projekt wird seit langem von seiner Gemeinde gepflegt, und die letzten Fassungen passen sich noch an aktuelle Hardware und aktuelle Systemversionen an. Diese Kontinuitaet ist fuer sich genommen etwas wert: ein Dateiformat und eine Reihe von Gewohnheiten, die auch in fuenf Jahren noch oeffnen.

Ansicht

LibreCAD verteidigt eine andere Moeglichkeit fuer professionelle Software: Nicht jedes Werkzeug muss gemietet werden, und ein freies Projekt kann jedem ein Zeichenbrett in die Hand geben.

Gewohnheiten, die die Qualitaet heben

Erst eine Ordnung der Ebenen festlegen und dann zeichnen, denn eine Zeichnung mit benannten Ebenen kann jemand anders lesen, eine ohne nicht. Bemassungsstile einmal als Vorlage setzen, statt jede Bemassung von Hand nachzuziehen. Mit der Gegenseite das Austauschformat vereinbaren und das Ergebnis dort gegenpruefen, bevor ein Termin diese Pruefung unmoeglich macht.

Nichts davon handelt von der Software. Qualitaet beim Zeichnen liegt in den Vereinbarungen, und das Programm ist nur der Stift.

Das Drucken verdient einen eigenen Abschnitt. Eine Zeichnung, die den Schirm verlaesst, muss in einem vereinbarten Massstab ankommen, auf einem Papierformat, das die Gegenseite kennt, mit Linienstaerken, die eine Kopie ueberstehen. LibreCAD loest das ueber eine Druckvorschau mit Feld fuer den Massstab, Auswahl des Papiers und einer Tabelle, die Stifte den Ebenen zuordnet, und es speichert diese Einrichtung mit der Zeichnung, damit der naechste Ausdruck nicht wieder bei null beginnt. Fuer alle, die Zeichnungen an eine Werkstatt geben, ist diese Verlaesslichkeit mehr wert als eine lange Liste ungenutzter Funktionen.

Auch das Bemassen hat Regeln. Eine Bezugslinie waehlen, Bemassungen von dort aufbauen, und eine spaetere Aenderung betrifft eine Zahl statt das ganze Blatt. Verstreute Masse machen aus einer kleinen Aenderung einen Satz von Widerspruechen, und deshalb entsteht eine Zeichnung fuer die naechste Person, die sie liest, und nicht fuer die, die sie gezeichnet hat.

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Unterstützte Systeme: Windows macOS Linux