Deja Dup: Sicherungen auf dem Schreibtisch, verschluesselt und im Zuwachsverfahren
Zusammenfassung
Deja Dup macht aus Sicherung ein paar Entscheidungen auf dem Schreibtisch: was, wohin, wie oft - mit Verschluesselung und Zuwachsverfahren darunter.
Empfehlen- Name
- Deja Dup
- Version
- 50.2
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Open Source
- Betriebssystem
- Linux
- Webseite
- https://apps.gnome.org/DejaDup/
- Aktualisiert
- 2026-10-06 02:38
Ein Einstieg in die Sicherung fuer Leute am Schreibtisch
Deja Dup ist das grafische Sicherungswerkzeug der GNOME-Arbeitsumgebung, und das Ziel ist eng: eine Sicherung soll sich mit ein paar Klicks in der Umgebung erledigen lassen, ohne eine Kette von Parametern auf der Befehlszeile auswendig zu lernen. Was gesichert wird, wohin es geht und wie oft - diese Schritte liegen in einer ruhigen Oberflaeche, und der Aufwand beim Lernen ist nahe null.
Das klingt anspruchslos und ist das Gegenteil. Sicherungswerkzeuge werden nicht wegen fehlender Funktionen aufgegeben, sondern weil der erste Lauf Entscheidungen verlangt, die man noch nicht treffen kann, und eine Syntax, die man nicht lernen will. Ein Werkzeug, das drei Fragen stellt und dann aus dem Weg geht, erledigt genau den Teil, der darueber entscheidet, ob im Ernstfall eine Sicherung existiert.
Lokal, entfernt und in der Wolke
Wohin die Kopie geht, ist freier als bei den meisten kleinen Werkzeugen am Schreibtisch. Neben dem Rechner selbst oder einer angeschlossenen Platte kommt ein entfernter Server oder ein Speicher in der Wolke in Frage, womit die Kopie auf einem anderen Geraet liegt. Fuer das eigentliche Ziel der Leute ist das entscheidend: sie wollen nicht eine Sicherung, sondern das Ueberleben einer toten Platte - eine Sicherung auf derselben Platte stirbt mit, im schlechten Fall nimmt ein Fehler beide auf einmal.
Die Kopie regelmaessig anderswohin zu schreiben macht aus einer Dopplung eine zweite Kopie. Der Unterschied ist leicht zu sagen und leicht zu verschieben, und deshalb ist es nuetzliche Arbeit, das Ziel ausser Haus zu einem Eintrag in einer Auswahlliste zu machen statt zu einem Absatz in der Anleitung.
Verschluesselung und Zuwachs
Darunter arbeitet duplicity, und daher erbt das Werkzeug Verschluesselung, Verdichtung und Zuwachssicherungen. Der erste Lauf legt eine vollstaendige Kopie an, spaetere Laeufe speichern nur die Veraenderungen, was bei einem wiederkehrenden Zeitplan Platz und Zeit spart. Alles wird verschluesselt, bevor es an das Ziel geschrieben wird, sodass eine Platte in fremden Haenden keine lesbare Kopie der eigenen Dateien ist.
Die Wiederherstellung ist die andere Haelfte und bekommt weniger Aufmerksamkeit, als sie verdient. Ein ganzer Stand laesst sich zurueckholen, oder eine einzelne Datei so, wie sie zu einem bestimmten Zeitpunkt war - und das ist der Fall, der zaehlt, wenn vor Wochen etwas geloescht oder ueberschrieben wurde und es erst jetzt auffaellt.
Was im Alltag zu beachten ist
Es laeuft standardmaessig nach Zeitplan, und nach dem Einrichten gibt es wenig zu tun. Das eine, was man wissen sollte: eine geplante Sicherung haengt davon ab, dass das Geraet wach ist. Ein Notebook, das lange im Ruhezustand liegt, verpasst seinen Termin, und die Luecke bleibt unsichtbar, bis jemand wiederherstellen will. Den Takt in den Einstellungen so zu waehlen, dass die Maschine ihn halten kann, ist die Loesung.
Version 50.2 erschien im September 2026. Das Werkzeug ist eng in die GNOME-Umgebung eingebunden und laesst sich auch auf anderen Umgebungen einrichten und benutzen, was fuer alle zaehlt, die diese Umgebung verlassen haben und trotzdem beim selben Werkzeug bleiben wollen.
Was ein Sicherungswerkzeug wertvoll macht, ist nicht die Laenge der Funktionsliste, sondern ob man es tatsaechlich benutzt. Deja Dup macht aus Verschluesselung, Zuwachskopien und einem Ziel ausser Haus ein paar Optionen - passend fuer Leute am Schreibtisch, die einmal einrichten und dann laufen lassen wollen.