AOMEI Backupper im Test: Abbild und Plattenkopie ohne Preis
Zusammenfassung
Die Standardausgabe ist wirklich kostenlos: Systemabbild mit einem Klick, geplante Zuwaechse, Dateiabgleich und Kopie ganzer Platten, dazu ein startfaehiges Rettungsmedium.
Empfehlen- Name
- AOMEI Backupper
- Version
- 8.4
- Preis
- Kostenlos
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- Windows
- Webseite
- https://www.ubackup.com/
- Aktualisiert
- 2026-10-08 11:59
Die Rechnung kommt immer spaeter
Datenunfaelle machen keine Termine. Ein Controller stirbt und nimmt die Platte mit, ein Ordner wird an einem Dienstagmorgen verschluesselt. Nichts davon kuendigt sich an. Der Wert einer Sicherung liegt nicht darin, dass die Maschine schneller wird, sondern darin, dass ein Weg zurueck fast nichts mehr kostet. AOMEI Backupper leistet das in der kostenlosen Ausgabe: Systemabbild mit einem Klick, geplante Zuwaechse, die nur Aenderungen festhalten, Abgleich zwischen Ordnern und Laufwerken sowie Kopie einer ganzen Platte.
Der Ablauf, der einen Rechner wirklich schuetzt, hat drei Schritte. Ein vollstaendiges Abbild erstellen, solange alles laeuft. Eine taegliche Zuwachssicherung einschalten, damit zwischen letztem Abbild und heute nie mehr als ein Tag liegt. Ein startfaehiges Rettungsmedium bauen und es woanders aufbewahren als auf der Maschine, die es retten soll. Alles danach ist Pflege.

Der Klassiker: neue Platte, altes System
Ueber die Kopie lernen die meisten das Werkzeug kennen. Ein Rechner mit fast voller mechanischer Platte bekommt eine SSD, und statt das System neu zu installieren und an einem Wochenende die Arbeitsumgebung Stueck fuer Stueck aufzubauen, wird die alte Platte auf die neue kopiert, die Ausrichtung der Bereiche automatisch erledigt, und die Maschine startet mit allen Programmen von der SSD. Wer den Rechner als Werkzeug benutzt und nicht als Spielzeug, spart damit einen Abend, der ein Vielfaches des Preises wert ist.
Die Oberflaeche ist uebersetzt, und der Hersteller stellt Anleitungen in derselben Sprache bereit, was bei einem Werkzeug zaehlt, das man hoechstens einmal im Jahr anfasst. Die kostenlose Ausgabe deckt private Beduerfnisse: Abbild, Kopie, Abgleich, startfaehiges Medium. Funktionen fuer den gewerblichen Einsatz, etwa das Zurueckspielen auf abweichende Hardware, liegen in den bezahlten Ausgaben und werden zu Hause selten gebraucht.

Der Abstand zum Nichtstun
Die ehrliche Alternative zu einem Sicherungswerkzeug ist ein Ordner mit kopierten Dateien auf einer externen Platte, und fuer wenige Dokumente ist das keine schlechte Antwort. Sie versagt in dem Moment, in dem nicht Dateien zu schuetzen sind, sondern ein eingerichtetes System: Konten, Treiber, Programme, die jemand ueber zwei Jahre gesammelt hat. Das von Hand zurueckzubauen kostet ein Wochenende, ein Abbild zurueckzuspielen zwanzig Minuten. Der Unterschied ist keine technische Eitelkeit, sondern eine schlichte Rechnung darueber, was ein ungeplanter Tag kostet.
Platz ist der uebliche Einwand. Ein Systemabbild mit Verdichtung bleibt ein Bruchteil der belegten Groesse, Zuwaechse sind kleiner, und eine externe Platte mit ein paar Terabyte traegt ein volles Abbild plus Monate von Tagesstaenden ohne Muehe. Die Aufbewahrungsregel so setzen, dass alte Zuwaechse zusammengefuehrt werden statt ewig zu wachsen, und die Platte laeuft nicht voll.
Der Unterschied in der Datensicherheit liegt nie im Preis des Werkzeugs. Er liegt darin, ob in dem Moment, in dem die Platte nicht mehr antwortet, ein junges Abbild existiert.
Gewohnheiten, die den Unterschied machen
Vor jedem grossen Versionswechsel und vor jeder Handlung, die man selbst als riskant bezeichnen wuerde, ein vollstaendiges Abbild von Hand erstellen. Das Abbild auf eine andere physische Platte legen, denn eine Sicherung auf derselben Platte faellt gleichzeitig mit dem aus, was sie schuetzen soll. Das Rettungsmedium an einem ruhigen Tag wirklich einmal starten. Der schlechteste Moment fuer die Entdeckung, dass der Stick nicht anlaeuft, ist der, in dem man ihn braucht.
Nach dem Schreiben das Abbild pruefen und dabei das Protokoll lesen statt nur den freundlichen Balken. Mindestens zwei Generationen behalten, damit eine beschaedigte Sicherung nicht die einzige wird. Nichts davon ist exotisch, und fast alle lassen es weg, bis zum ersten Verlust. Einmal gemacht, ist der Rechner kein einzelner Fehlerpunkt fuer die eigene Arbeit mehr.