StarPie 2: rechte Taste halten, wischen, und das Radmenue steht da

Zusammenfassung

StarPie ist ein kostenloses Open-Source-Werkzeug fuer Windows 10 und 11: rechte Taste halten und nach aussen wischen oeffnet ein Radmenue, und Version 2 verlegt alle Aktionen in eigene Plugins.

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Name
StarPie
Version
2
Preis
Kostenlos
Open Source
Open Source
Betriebssystem
Windows
Aktualisiert
2026-11-03 20:21

StarPie ist ein kostenloses Open-Source-Werkzeug fuer Windows 10 und 11, das die rechte Maustaste in ein Radmenue verwandelt. Taste halten, nach aussen wischen, und ein Faecher aus Segmenten erscheint neben dem Zeiger; ueber einem loslassen fuehrt dessen Aktion aus. Ein normaler Rechtsklick oeffnet weiter das Systemmenue, und genau das entscheidet, ob so ein Werkzeug im Hintergrund bleiben darf, ohne zu stoeren. Version 2 behaelt die Bedienung und tauscht das Geruest darunter.

Was ein Rad aufnehmen kann

Das Rad teilt sich in 4, 8 oder 12 Segmente. Weniger Segmente lassen sich blind treffen, mehr nehmen einen ganzen Arbeitsablauf auf. Der Kernkreis in der Mitte kann eine eigene Aktion tragen, etwa den haeufigsten Bildschirmausschnitt oder das Kopieren. Darunter liegt eine feinere Ebene: Jedes Segment nimmt ein bis vier Unteraktionen auf, der aeussere Ring klappt mit einer federnden Bewegung auf, wenn der Zeiger im Segment verweilt, und weiteres Wischen erreicht die zweite Ebene direkt. Farbe und Schriftgroesse lassen sich je Ebene setzen oder mit einem Griff auf ein Schema vereinheitlichen. Wer zu weit gewischt hat, zieht nicht zurueck zur Mitte, sondern schleudert ueber den Rand hinaus; das Rad geht in einen halbdurchsichtigen Abbruchzustand, in dem Loslassen nichts ausloest, und die Entfernung dafuer laesst sich am Regler einstellen.

Das aufgeklappte Radmenue neben dem Zeiger
Das aufgeklappte Radmenue neben dem Zeiger

Aktionen sind mehr als Tastenkuerzel

Das Rad nimmt mehr auf, als man erwartet: eine aufgezeichnete Tastenkombination, den Start eines Programms, das Oeffnen einer Adresse oder eines Ordners, das Ausfuehren eines Befehls, das Auswaehlen eines Bildschirmbereichs fuer lokale OCR, dazu Fensteroperationen wie Wechseln, Kacheln, Verschieben zwischen Bildschirmen, Immer-im-Vordergrund und Deckkraft, und ebenso Sperren, Lautstaerke und virtuelle Schreibtische. Logik und Symbol einer Aktion sind getrennt, sodass eine Aktion ein eingebautes Vektorsymbol, ein Programmsymbol oder ein eigenes Bild tragen kann und nicht an ihren Typ gebunden ist.

Wischgesten sind ein zweiter Kanal mit eigener Ausloesetaste, parallel zum Rad: bis zu drei Abschnitte in acht Richtungen, gezeichnet mit einer halbdurchsichtigen Spur und markiertem Anfang und Ende. Ein Klick, der die Schwelle nicht erreicht, wird als gewaehnlicher Klick wiedergegeben, damit das taegliche Gefuehl nicht unter der Installation leidet.

Version 2 tauscht das Geruest

Am 17. Oktober erschienen, beendet die Ausgabe 2 die Beta-Reihe, und die Aenderung ist das Plugin-System. Die eingebauten Aktionen wanderten in eigene Plugins, das Hauptpaket traegt die offiziellen nicht mehr, und sie werden vom Nutzer auf der Plugin-Seite installiert und aktiviert. Plugins sind .NET-DLLs im selben Prozess, und die Installationsansicht nennt ID, Version, Autor, Zielframework, Architektur, Pruefsumme und Signaturzustand sowie die Faehigkeiten, die ein Plugin anmeldet. Ein neues Plugin kommt installiert, aber deaktiviert und laedt erst nach dem Anhaken. Eines, das nicht laedt oder wiederholt stoert, wird abgeschottet, ohne den Wirt zu treffen, und zwei Fehlstarts hintereinander bringen die App in einen sicheren Modus, der das verdaechtige voruebergehend abschaltet.

Ein Themenstudio kommt mit: fuenf Stile, Papier-Minimal, Obsidian-Technik, Wald-Sanft, Gletscherglas und Retro-Pixel. Farben, Schriften, Eckenradius und Material des Rads lassen sich herausziehen und aendern, mit Vorschau in Echtzeit und Themen als Dateien zum Ein- und Ausfuehren. Die Aktionsbearbeitung gewann Kontextnavigation fuer kaskadierende Aenderungen, Kopieren und Einsetzen, Listensortierung und Rueckgaengig, Segmente lassen sich tauschen, und beim Ziehen einer Aktion der ersten Ebene laesst sich waehlen, ob die Unteraktionen mitwandern.

Das Themenstudio mit Vorschau des Rads in Echtzeit
Das Themenstudio mit Vorschau des Rads in Echtzeit

Kleine Korrekturen mit grosser Wirkung auf das Gefuehl

Ein Profil fuer eine bestimmte Anwendung liess sich bisher nicht sauber auf ein anderes Programm umhaengen und funktioniert nun: Das erste faellt auf das globale Profil zurueck, das zweite trifft sein eigenes, und kommagetrennte Programmnamen werden erkannt. Die Schriftskalierung im reinen Textmodus des Rads mit 12 Segmenten wurde repariert, und die Vorschau in den Einstellungen rechnet Groesse und Zeilenumbruch jetzt mit demselben Verfahren wie das echte Radfenster. Das Unterrad erhielt eine Sperre des Elternsegments, sodass ein Uebertritt einer Winkelgrenze der ersten Ebene innerhalb der zweiten nicht mehr wegschaltet, und die Sperre loest erst beim Zurueckgehen ueber die Entprellschwelle.

Die Fokusbehandlung des Zielfensters, schnelles Loslassen und die Nachpruefung des Ziels bei eingereihten Aktionen wurden gehaertet, was Fehlschuesse in fremde Fenster seltener macht, und die Platzierung des klebenden Rads an Bildschirmraendern und unter hoher Punktdichte wurde korrigiert. Die native Suche haengt nicht mehr an einem externen Indexwerkzeug; Programme werden vorab erfasst und nach Kategorie gefiltert, was schneller startet und weniger fremde Prozesse mitzieht.

Segmentaktionen zusammen mit ihrer zweiten Ebene eingerichtet
Segmentaktionen zusammen mit ihrer zweiten Ebene eingerichtet

Leicht ist die Voraussetzung des Entwurfs

Alles ist natives C# mit WPF, ohne eingebetteten Browserkern, und der Speicherbedarf im Ruhezustand zielt auf 15 bis 30 MB. Gesten werden ueber einen Low-Level-Maushaken abgehoert, und die Konfiguration liegt in einer lokalen json-Datei, die sich zum Maschinenwechsel kopieren laesst. Der Client ist unter MIT offen, die offiziellen Plugins liegen in einem eigenen, ebenso oeffentlichen Repository. Der Installer traegt noch kein Signaturzertifikat, Windows kann also einen unbekannten Herausgeber melden; der Hersteller empfiehlt, die auf derselben Seite veroeffentlichte Pruefsumme zu vergleichen, ein Detail, das in den Versionshinweisen mehr wert ist als in einer FAQ versteckt.

Es passt zu Menschen, die dieselben wenigen Aktionen dutzendfach am Tag wiederholen und dafuer kein Buendel Tastenkuerzel auswendig lernen wollen. Der Preis ist Einrichtungszeit: wie die Segmente aufgeteilt werden, was an der zweiten Ebene haengt, welche Programme ein eigenes Profil brauchen, muss einmal durchdacht werden. Danach sinkt das Ganze ins Muskelgedaechtnis und muss nicht mehr erinnert werden.

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Unterstützte Systeme: Windows