Navicat Premium im Test: ein Fenster fuer alle Datenbanken

Zusammenfassung

Relationale, dokumentorientierte, entfernte und lokale Systeme unter einem Verbindungsbaum; ein Assistent fuer Uebertragung und ein Strukturvergleich machen aus dem Umzug zwischen Systemen wenige Klicks statt Skriptarbeit.

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Name
Navicat Premium
Version
20260923
Preis
Kostenpflichtig
Open Source
Proprietär
Betriebssystem
WindowsmacOSLinux
Aktualisiert
2026-10-08 16:57

Was ein Klient pro System wirklich kostet

Der Tag eines Backend-Entwicklers springt zwischen Systemen: eine relationale Datenbank fuer die Abrechnung, ein dokumentorientierter Speicher fuer Sitzungsdaten, eine verwaltete Instanz in der Wolke, ein Altserver im Regal, den niemand anfassen will. Die uebliche Antwort ist ein Herstellerklient pro System, was ordentlich klingt, bis vier Fenster, vier Tastenbelegungen und vier Arten offen sind, dieselbe Spalte zu beschreiben. Der Preis ist nicht der Plattenplatz. Der Preis ist die kurze Pause vor jedem Wechsel und die Fehler, die entstehen, wenn eine Gewohnheit im falschen Werkzeug landet.

Navicat Premium geht den umgekehrten Weg: eine Anwendung, ein Verbindungsbaum, alle Systeme nebeneinander mit einheitlicher Oberflaeche. Der Abfrageeditor wird einmal gelernt und verhaelt sich gleich, ob die Verbindung auf einen relationalen Server oder einen Dokumentenspeicher zeigt. Diese Gleichmaessigkeit zahlt sich beim Umzug am meisten aus, wenn die Arbeit zwischen Systemen wandert statt innerhalb eines davon.

Ansicht

Was die einheitliche Oberflaeche wirklich liefert

Der Assistent fuer Datenuebertragung ist die Funktion, die ihren Preis einspielt. Quelle und Ziel waehlen, Tabellen markieren, und er bildet Typen zwischen den Systemen ab, warnt vor denen, die die Reise nicht ueberstehen, und kopiert in Abschnitten mit sichtbarem Fortschritt. Strukturunterschiede bekommen eine eigene Behandlung: der Vergleich liest beide Seiten, erzeugt eine Liste der Abweichungen und schreibt das Aenderungsskript, bevor irgendetwas laeuft. Wer je einen Nachmittag mit handgeschriebenen Anweisungen verbracht hat, kennt den Unterschied zwischen einem Werkzeug, das hilft, und einem, das arbeitet.

Ringsherum ist die Tiefe echt und nicht nur behauptet. Der Abfrageeditor bietet kontextbezogene Ergaenzung und einen bildlichen Ausfuehrungsplan, eine langsame Anweisung zeigt also, wo die Kosten sitzen. Die Modellansicht zeichnet Beziehungen als Bild, das sich verschieben und besprechen laesst. Sicherungen laufen nach Plan, Assistenten fuer Import und Export nehmen die gaengigen Dateiformate, und ein Tunnel erreicht interne Server, ohne extra Ports zu oeffnen.

Wofuer man zahlt

Das ist kommerzielle Software, und die Lizenz ist nicht billig. Ehrlich gesagt ist es ein Arbeitswerkzeug und kein Spielzeug: wer den Arbeitstag in Datenbanken verbringt, hat die Gebuehr durch die Zeit, die bei Uebertragung und Vergleich verloren ginge, in wenigen Monaten wieder herein, und die Testphase ist lang genug fuer eine Entscheidung mit echter Arbeit statt mit einer Funktionsliste. In Teams kommen gemeinsame Verbindungsprofile und Berichte dazu, die ein Einzelplatzwerkzeug nicht bietet.

Das Gegenargument verdient Gehoer. Freie Klienten gibt es, und sie erledigen den Alltag; wer in einem einzigen System lebt, ist mit einem spezialisierten Werkzeug oft schneller. Der Fall fuer dieses Produkt ist die Breite: wenn die Arbeit mehrere Systeme umspannt, schlaegt eine Oberflaeche vier gute. Das ist eine engere Aussage als die Werbung, und diejenige, die haelt.

Ein Punkt, der leichter uebersehen wird: die Pflege der Verbindungen selbst. Wer zwoelf Umgebungen betreut, verbringt mehr Zeit mit Zugangsdaten als mit Abfragen. Profile lassen sich mit Namen, Farbe und Notiz versehen, Kennwoerter getrennt ablegen und Einstellungen zwischen Rechnern uebertragen. Das klingt nach Kleinkram und ist in der Praxis der Unterschied zwischen einer Sitzung, die in zwei Minuten beginnt, und einer, in der erst gesucht wird, welcher Rechner die Testkopie ist.

Kommerzielle Software ueberlebt, indem sie drei Dinge ohne Abstriche tut: Zersplittertes vereinen, Unsichtbares sichtbar machen und Daten niemals verlieren. Dafuer zahlen Menschen; fuer einen Startbildschirm zahlen sie nicht.

Ein paar Gewohnheiten fuer die Arbeit. Verbindungen nach Umgebung gruppieren und farblich markieren, denn um zwei Uhr nachts sehen Produktion und Test identisch aus. Uebertragungen zwischen Systemen zuerst mit kleinen Tabellen probieren und die Typabbildung pruefen, bevor der ganze Lauf startet. Und geplante Sicherungen auf Speicher richten, der nicht die Maschine ist, an der man arbeitet, denn eine Sicherung auf derselben Platte ist eine Kopie und keine Sicherung.

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Unterstützte Systeme: Windows macOS Linux