CorelDRAW Graphics Suite 2026: ein altes Vektorpaket laesst generative Hilfe in den Ablauf
Zusammenfassung
CorelDRAW Graphics Suite reicht bis 1989 zurueck und buendelt bis heute Vektorzeichnung, Seitensatz, ein Bildprogramm und eine Schriftenverwaltung in einem Paket. Die Fassung 2026 bringt im Maerz Bilder aus Text und im September Vektoren aus Text, bezahlt ueber ein Punktekonto.
- Name
- CorelDRAW Graphics Suite
- Version
- 2026
- Preis
- Kostenpflichtig
- Open Source
- Proprietär
- Betriebssystem
- WindowsmacOS
- Aktualisiert
- 2026-10-06 17:52
Ein Paket mit ueber dreissig Jahren Geschichte
CorelDRAW Graphics Suite ist ein Paket fuer grafische Gestaltung aus dem Hause Corel, dessen erste Fassung bis 1989 zurueckreicht und das seit langem in der Vorstufe zum Druck, in der Satzarbeit und bei der Bearbeitung von Vektoren verwendet wird. Es ist kein einzelnes Programm. Das Hauptprogramm zeichnet Vektoren und setzt Seiten, und im Paket liegen ausserdem ein Bildprogramm fuer Fotos und deren Ausbesserung, eine Verwaltung fuer Schriften und eine Ablage mit Inhalten. Neben den Fassungen fuer Windows und macOS gibt es fuer Abonnenten auch eine Fassung im Netz.
Dieses Buendeln ist seit jeher das Argument des Produkts. Wer an einer gedruckten Broschuere arbeitet, braucht am selben Nachmittag gezeichnete Formen, gestellte Fotos, ein Raster fuer die Seiten und eine Schrift mit Lizenz; ein Paket antwortet darauf mit einem Kauf und einem Satz von Gewohnheiten statt mit vier getrennten Werkzeugen, die jeweils eigene Lizenz und eigene Arbeitsweise mitbringen.
Vektoren und Seitensatz
Die Zeichenseite deckt Werkzeuge von der einfachen Linie bis zur verwickelten Form ab, dazu die Werkzeuge fuer Wirkungen ringsum: Kontur, Huelle, Mischen, Netzfuellung. Der Satz unterstuetzt den Wechsel zwischen der Ansicht einer Seite und der Ansicht mehrerer Seiten, und genau das macht das Paket fuer Broschueren und andere mehrseitige Arbeiten brauchbar und nicht nur fuer ein einzelnes Blatt.
Bei den Schriften ist das Paket vollstaendiger als die meisten Vergleichbaren. Es beherrscht veraenderliche Schriften, Text auf einem Pfad und Wirkungen wie Blockschatten und Kontur. Die Verwaltung nutzt Schriften aus dem Netz oder von der eigenen Maschine, ohne dass jede zuerst eingerichtet werden muss, und laut Haus ist der Zugang zu ueber tausend Familien eingebaut. Auch Sammlungen von Farben sind eingebunden, was mehr zaehlt, als es klingt, sobald eine Arbeit zu einem gedruckten Muster passen soll.
Was die generative Hilfe in der Fassung 2026 hinzufuegt
Die Fassung 2026 legt ihre Aenderungen vor allem in die generative Faehigkeit. Die Aktualisierung im Maerz brachte Bilder aus Text: man schreibt eine Anweisung, waehlt ein Modell, ein Verhaeltnis der Flaeche und die Zahl der Bilder und kann eine Stilrichtung oder eine Palette anwenden. Daneben kamen das Neu-Mischen von Bildern, das mit einer Anweisung ein vorhandenes Bild bearbeitet und Teile darin ersetzt, ein Griff zum Entfernen des Hintergrunds und Masken fuer Bilder. Das Haus meldet ausserdem eine modernisierte Oberflaeche und einen deutlich schnelleren Start.
Die Aktualisierung im September brachte Vektoren aus Text, also die Umwandlung einer Anweisung oder einer vorhandenen Arbeit in bearbeitbare und skalierbare Vektorformen, und staerkte das Nachzeichnen, das ein Bild aus Punkten in Vektoren ueberfuehrt. Die Fassung im Netz kann eine eigene Schrift hochladen und ein Arbeitsformat ausgeben. Beide Aktualisierungen zusammen sagen etwas ueber die Absicht: das Erzeugte soll in einem bearbeitbaren Dokument landen und nicht als Bild in einem Gespraechsfenster bleiben.
Lizenz und was im Paket liegt
Es handelt sich um kommerzielle Software, die auf zwei Wegen verkauft wird, im Abonnement und als einmaliger Kauf, und das Haus bietet eine Probe von 15 Tagen ohne Angabe einer Karte. Die generative Hilfe wird ueber Punkte abgerechnet: Abonnenten erhalten jeden Monat ein Guthaben, ein einmaliger Kauf bringt ein einmaliges Guthaben mit. Auch Inhalte gehoeren zum Angebot: laut Haus Tausende Teile zum Ausschneiden und digitale Bilder, ueber tausend Fotos in hoher Aufloesung, ueber tausend Schriften und Hunderte Vorlagen, dazu weiteres Material, das Abonnenten vorbehalten ist.
Wer nur hin und wieder eine Vektordatei oeffnet, sollte erst probieren und dann entscheiden, auch weil das Modell mit den Punkten erst dann durchsichtig wird, wenn man weiss, wie oft man wirklich zu den generativen Werkzeugen greift.
Wer seine Wochen mit gedrucktem Material, Beschilderung oder Satzarbeit verbringt, hat in CorelDRAW weiterhin ein vollstaendiges Paket fuer die Herstellung: Vektoren, Satz, Bildbearbeitung und Schriftenverwaltung in einem. Die Fassung 2026 webt generative Hilfe in den Ablauf ein, der ohnehin schon lief, und eine Probe lohnt sich, um zu sehen, ob das Ergebnis zur eigenen Arbeitsweise passt.